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Noch nicht genug gewitzigt durch das Mißlingen allerfrüheren Versuche, begann der Kaiser aberinal einen Kriegwider den siegreichen Friedrich. Als kaiserlicher Landvogt imElsaß und als Schirnwogr der Stadt Weisenburg, war Friedrichbei Gelegenheit der von dem Papst genehmigten Reformationdes Sr. Peterklostcrs in Weiscnburg, mit dieser Stadt inStreit gerathen, der aber durch Vergleich beigelegt war.Dessen ungeachtet führten die Stadt und die ausgeschaffrenalten Mönche Beschwerde wider ihn bei dein Kaiser. Dieserbeschloß sofort den Krieg. Abermal (Juni l470) ernannteer, mit Ucbcrsendung des Reichspaniers, zu seinem Feldhaupr-mann Friedrichs treulosen Srammvetter, Ludwig den Schwarzen,Pfalzgrafen zu Veldenz. An alle Reichsstande erging auchdießmal ein kaiserliches GeneralMandat, dein KurfürstenFriedrich nicht zu helfen, sondern vielmehr dem kaiserlichenHauptmann zuzuziehen.
Friedrich kam abermal dem Hauptmann zuvor; er erobertedie Veldenzischen Schlösser und Städte an der Bergstrasse, inder Gegend von Strasburg und Alzey. Hierauf nabm derKaiser Anlaß zu geschärfteren Befehlen an die ReichsstädteFrankfurr, Worins und Speier, vermuthlich auch an andereNeichsstände, ihre Truppen dem kaiserlichen Hauptmann zuzu-führen. Diesem gab er sogar Gewalt, des Kurfürsten Helferund Anbänger zu strafen.
Den von dein Hauprmann erlassenen Patenten setzteKurfürst Friedrich ein Manifest entgegen, welches er denReichsständen und selbst dem Kaiser zusendete. Er rechtfertigstsich darin wegen der Weisenburger Händel, zugleich schilderteer die Rechtlosigkeit des kaiserlichen Verfahrens wider ihn,und die Treulosigkeit des Veldenzischen Hauptmanns. Sodannsicherte er sich in seiner Nähe durch Freundschaftbündnisse mitdem Bischof von Strasburg, einem Bruder des Hauptmanns,mir den beiden Rheingrafen und andern Reichssiänden an der