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Da auch etliche Wochen nach dem entscheidenden Siegbei Seckenheim, Herzog Ludwig von Bayern bei Giengen(19. Juli) einen vollständigen Sieg über den das Reichsheerbefehligenden Markgrafen Albrecht von Brandenburg erfochtund das diesem anvertraute Neichspanier erbeutete, so ver-mittelten etliche wohlgesinnte Fürsten, auf einer Zusammenkunftzu Nürnberg (27. Juli) zwischen beiden Theilen einen Waffen-stillstand, der bis zu dem 6. August des folgenden Jahresdauern sollte, und welchen Kurfürst Friedrich (22. Aug.) sichgefallen ließ. Mit dem Bischof von Speier, der aus derSchlacht bei Seckenheim sich mir der Flucht gerettet hatte, schloßFriedrich (9. Aug.) einen Separatfrieden, und eben so (Nov.1463) mit dem neuen Kurfürsten von Mainz, Adolph vonNassau, dem Diether unter gewissen Bedingungen das Erzstiftabgetreten hatte.
So kleinmüthig war durch die erlittene Niederlage derunversöhnliche Kaiser geworden, daß er den König von Frank-reich und den Herzog von Burgund in eigenen Schreibendringend ersuchte, sie möchten sich seiner und der mir ihn,verbundenen Reichsstände annehmen, wider den Kurfürstenvon der Pfalz und den Herzog Ludwig von Bayern ').
8. 4«.
Fortsetzung.
Nach vierjähriger Waffenruhe ward (1466) KurfürstFriedrich, als Bundesgenoß der Reichsstädte im Elsaß in den
1) Von diesen Begebenheiten s. man Kremer, Geschichten., S. 237
— 344 u. 363. 8et>oepslin, liistoria Aaringo-L.iclensis, V. II.p. t64 —-79. Sachs, badische Geschichte, Th. II, S. 421
— 470. Sattler's Geschichte von Wirtemberg unter den Gra-fen, Th. IV, Abschn. 6, S. 1-25. Müller, Reichstags-Theatrum n., Vorstellung IV- Häberlin a. a. O., Bd. VI,S. 432 — 436, 452 — 487. Heinrich, teutsche Reichsgeschichte,Bd. IV, S. 379 ff.