Druckschrift 
Die eheliche Abstammung des fürstlichen Hauses Löwenstein-Wertheim von dem Kurfürsten Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz, und dessen Nachfolgerecht in den Stammländern des Hauses Wittelsbach
Seite
57
Einzelbild herunterladen
 

67

§ u;.

Führt er ruhmvoll, immer siegend, Kriege, und schließt Frieden.

Zahlreich und meist gefahrvoll waren die Fehden undKriege, worin und durch welche Kurfürst Friedrich das Wohldes Landes und des Regentenhauses zu vertheidigen und zubefestigen halte.

Schon als Regierungsverweser ward er (1459) in denlangwierigen und landverderblichen Krieg verwickelt, welcher inElsaß zwischen den Grafen von Leiningen und den Dynastenvon Lichrenberg, nebst ihren beiderseitigen Helfern und Bun-desgenossen ausbrach (Z. 5). Schon im ersten Jahre seinereigenen Regierung (1452) mußte er wider die unruhigen undkriegerischen Grafen zu Lüzelstein zu Felde ziehen; siegreich,obgleich selbst verwundet, endigte er den Kampf I. Schonim nächstfolgenden Jahre zwang ihn zum Krieg sein Werter,der kaum seit zwei Jahren mit ihm verbündete Pfalzgrafund Herzog Ludwig der Schwarze von Zweibrückcn und Veldenz,sein Lebenlang besessen von einein feindlichen Dämon widerden siegreichen Friedrich. Ueberwunden bar Ludwig um Frieden;er ward ihm großmüthig bewilligt, zu Worms am 3. Okto-ber 1455 H.

Am 39. December 1458 (nicht 1459) harren der Kur-fürst Dietrich (nicht Diether) von Mainz, Markgraf Albrechtzu Brandenburg und Graf Ulrich von Wirremberg widerFriedrich, der im Ocwber 1458 dem Herzog Ludwig demReichen von Bayern wider die Sradr Donauwörrh mir Trup-pen zugezogen war, ein Bündniß errichtet, dem am 1. Juli

1) Häbcrlin, Bd. VI, S. 260.

2) F. P. Wandt, Entwurf einer allgemeinen pfälzischen Landesge-schichte, S. 86.