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ausgesetzt, unter dem Getümmel des Kriegs nicht wenigerwie im Frieden, widmete er seine Sorge der Wissenschaftpflegeeiner weisen Sraatswirthschaft und der Landesverbesserung inaller Hinsicht, so weit in jener Zeit die Cultur es forderteoder zuließ.
Sein Kriegsstaat, das Wehr- und Schirmwesen, warbesser geordnet, als irgendwo. Neben der mittelalterigen Ritter -und Lehnmiliz, mit der dazu gehörenden Schar reisiger Knechte,die nur für Kriegszeit dienstpflichtig waren, unterhielt Friedrich,auch hierin der Erste, ein stehendes Kriegsheer, bestehendin Fußvolk und Reitern, regelmäßig besoldet, gleichförmig ge-kleidet und gerüstet, auch mit Schießgewehr, kriegsgeübt imFrieden, sieggewohnt im Krieg. Diese heilige Schar, besondersdie Reiterei, mit klug gewählten und streng gebildeten Feldobern,galt für die geübteste, kriegszüchtigste und tapferste jener Zeit,für unwiderstehlich, wenn sie, Ihn an der Spitze, angefeuertdurch die Kraft seines Wortes und sein Beispiel, nach voll-brachtem Ritterschlag und geendigtem Schlachtgcsang, in offenemFeld auf den Feind eindrang. Den Feldkrieg führte er nachRegeln der Kunst, stets angriffweise, die Schlachtordnung mitseinem Feldobersten selbst einrichtend, den Belagerungskriegschon regelmäßig mit grobem Geschütz in Batterien aufgestellt,nach vollendeten Laufgräben mit Brescheschießen und Sturm-laufen. Durchaus geregelt war die Kriegsverwaltung fürStreit und Pflegwesen. Zogen im Krieg Hülftruppen vonBundesgenossen herbei, so wurden sie zweckgemäß unter dieeigene Wehrmannschaft vertheilt, deren Beispiel sie zur Nach-eiferung mächtig anfeuerte. In solcher Weise, wie von demersten Feldherrn der Zeit zu erwarten war, übte Friedrichdas Wehr- und Waffenrecht
t) Kremer, S. 522 — 526-
2) Kremer, S. 54t — 567. — Den Schlachtgesang der Psastcrhat Matthias von Kemnat anfbewahrt, nach ihm Kremer, S. 557.