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zug durch die kurpfälzischen Länder versagt hatte, schien derKaiser die Gefahr zu erkennen, wenn Friedrich der Siegreichemit seiner Heermacht feindlich gesinnt im Rücken der Reichs-armee stand. Er ließ daher (26. Nov. (474) auf demConvent zu Nürnberg mit dahin gekommenen kurpfälzischenGesandten einen JnterimsBergleich verabreden. Nach demselbensollte die Vollziehung der Reichsacht auf eine Zeit lang beiSeite gesetzt werden, Friedrich in den: Rcichskrieg wider Burgundneutral bleiben dürfen, dagegen den Reichstruppen freier undunschädlicher Durchzug durch sein Land gestattet seyn. Alleinauch diese halbe Maasregel war, auf Seite des Kaisers, nurein Scheinhandel. Der Vergleich ward von ihm nicht erfüllt,in dem mit dem Herzog von Burgund ((7. Juni l475)geschlossenen Frieden machte er ausdrücklich zur Bedingung,daß der Herzog dem Kurfürsten Friedrich keinen Beistandleiste ') und zehn Monate später (17. April > 476) schloß ersogar ein OffensivBündniß wider denselben mit dein Königvon Frankreich I.
Auf solche Weise ward Friedrich der Kaiser durch seinleidenschaftliches, aber erfolgloses Beginnen vor seinen Zeit-genossen zum Gespötte. Sein reichsoberhauptlicher Bannstrahlglich einein Schlag in den Wind I, der Siegreiche hingegen,den er zu unterdrücken, sogar vogelfrei zu machen gedachte,stieg in der öffentlichen Meinung nur desto hoher. Vermehrtward, selbst dem Kaiser gegenüber, dessen politisches Gewicht,
t) Häberlin, a. a. O., Bd. VII, S. 49 f. u. 81.
2) Der (von Kremer nicht bemerkte) Tractat steht bei Du iVkont,Lorps üchlizmatchne universel, 4?. III, ?. i, num. 362, Z28 scj.
3) --I?t lzusmvis (Criüericus) suüiclglüer üo^>ositus essot, vvmo ta-men enin ^ossossionis ^zi-ivgvit". (.eonli. Cvuvliol?, in seinenZusätzen zu Vnüre-ie Cresb^teri cbrvnicon Lsvüri-ie, beiSchilter rer. germsn. p. 6ff.