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Ludwig von Bayern (5. Ocrober) deßhalb gegebene Erklärung,worin er gleichwohl sick zu bedeutenden Zugeständnissen, jedochals Ultimatum, erbot, erfolgte von Seite des Kaisers keineErwiederung, so daß auch dieser letzte Versuch scheiterte.
Für nützlich und nöthig erachtete der Kurfürst, zumalbei dem auf den Reichstag zu Augsburg (27. August 1474)beschlossenen Reichskrieg wider den Herzog von Burgund, seinenReichs mitständen von dem neuesten Sühnversuch genauenBericht zu geben, und sich der Freundschaft der damals politischsehr wichtigen Reichsstädte zu versichern. Zu dem Endeerließ er (17. Oct. 1474) ein Circular Schreiben an dieReichsstände "), und ließ er den reichsstädtischen Abgeordnetenauf dem Slädtetag zu Speier (30. Nov.) durch den RitterGötz von Altzey (Adelsheim) und seinen Vogt Hanns vonGeinmingen von den: wahren Verhältniß seiner Mißhelligkeicmit dem Kaiser mündlichen Vortrag machen, worauf sogleichwohlgeneigte Antwort erfolgte I. Da auch Friedrich um dieselbeZeit (Juni (474) einen Gesandten an den König von Un-garn schickte Z, so ist wahrscheinlich, daß er auch diesenmächtigen Nachbar des Kaisers für sich zu gewinnen gesuchthabe, um im nöthigen Fall Beistand von demselben widerden Kaiser zu verlangen.
Als der Kurfürst den herzoglich-sächsischen Truppen, welchezu dem wider den Herzog Carl den Kühnen von Burgundsich versammelnden ReichsKriegsheer heranzogen, den Durch-
1) Hnberlin a. a. O., Bd. VII, S. 49.
2) Cph. Lehman», düromcz der Freyen Reichs-Statt Speyer,Buch VII, Cap. 114, S. 981 f. Müller a. a. O., S. 659.Häberlin a. a. O., Bd. VII, S. 46 u. 50.
Z) Kremer a. a, O., S. 497. Häderlin a. a. O., Bd. VII,Vorrede S. XXXI, ». S. 46.