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gebens waren die vereinigten Bitten beider, vergebens diegemeinsame Fürsprache verschiedener geistlicher und weltlicherReichsfürsten, vielmehr drohte der Kaiser nunmehr mit derReichsacht. Bitten und Fürsprache wurden sehr ungnädigaufgenommen. Rundweg erklärte der Kaiser, eher werde ermit Friedrich sich nicht aussöhnen, als bis dieser zu folgendenBedingungen sich werde verstanden haben: derselbe müsse ihmeine Geldsumine von zwei und dreissig tausend Gulden bezahlen,auf die Landvogtei Elsaß und auf die Mortenau verzichten,den drei bei Seckenbeim gefangenen Herren die Rückständeihrer Lösegelder und dem Erzstift Mainz an dem BergstrasserPfandschilling ein Merkliches erlassen, und dein Herzog Ludwigvon Veldenz die im letzten Krieg eroberten Schlösser zurück-geben.
Dieser harten Bedingungen ungeachtet, ließ Friedrich seineGesandten dem Kaiser auch nach Basel und nach Trier folgen,mit dem Auftrag, wenn ihre ferneren Bitten, weitn sogardes mächtigen Herzogs Carl des Kühnen von Burgund persön-liche Fürsprache bei den: Kaiser zu Trier, wo dieser eineVermählung seines Prinzen Maximilian mit des HerzogsTochter unterhandelte, nicht fruchten würden, alsdann die Sachebei der allgemeinen Reichsversammlung anzubringen '). Dadieses Alles ohne Erfolg blieb, so machte Friedrich nochmalunmittelbar bei dein Kaiser, in einein Schreiben H vom 27.Februar (474, eben so ehrerbietige als nachdrückliche Vor-stellung. Er führte demselben zu Gemüth, wie oft („zumdickermale") und inständig er durch Fürsten und Herren und
1) Kremer's Geschichte :c., S. 484 — 488. Häberlin a. a. O.,Bd. VI, S. 704 — 706; Bd. VII, S. 9. Sattlee, GeschichteWnrtembergs unter der Regierung der Grafen, Th. IV, Zlbschn.6, Z. 66, S. 106-108/
2) In Kremer's Urkundenbuch, S. 483.