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Die eheliche Abstammung des fürstlichen Hauses Löwenstein-Wertheim von dem Kurfürsten Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz, und dessen Nachfolgerecht in den Stammländern des Hauses Wittelsbach
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beigelegt waren, nahm der Kaiser Anlaß, einen kaiserlichenFeldbauprmann wider denselben zu bestellen; er wählre dazueinen ihm sehr feindlich gesinnten Verwandten und kurpfäl-zischen Vassallen, den Pfalzgrafen von Veldenz, Ludwig denSchwarzen, dem er (15. Juni 1470) feierlich das Reichs-panicr zusendete. Zugleich erließ derselbe an alle Reichsständeein GeneralMandat, dem Kurfürsten nicht zu helfen, sonderndein kaiserlichen Hauprmann zuzuziehen. Wider diese Kriegs-erklärung vertheidigte sich Friedrich nicht nur (23. Juli 1470)in einein an die Reichsstände erlassenen Manifest, sondernauch siegreich nur den Waffen in der Hand. Er eroberte be-deutende Veldenzische und Leiningische Schlösser, Städte undandere Besitzungen, er fand sogar unter den ReichsständenHelfer und Bundesgenossen wider den Kaiser und seinenHauptmann I.

Obgleich überall siegreich, schickte Friedrich dennoch (März1471), zum viertenmal, eine Gesandschaft an den Kaiser,mit einer Bittvorstellung, worin er sich beschwert, daß der-selbe die von Kaiser Sigmund für eine grosse Geldsumme anKurpfalz pfandweise übergebene Landvogtei im Elsaß eigen-mächtig eingezogen, und seinem Hauptmann, dem Pfalzgrafenvon Veldenz, übertragen habe, zugleich bittend, daß der Kaiserentweder ihm Gnade erzeigen, oder auf dem Rechtsweg sichmit ihm aussöhnen möge I. Die Gesandschaft kam zurück,mir dem kahlen Bescheid, auf dem nächsten Reichstag zu Re-gensburg werde der Kaiser antworten ^). Statt dessen gab

1) Häberlin a. a. O., Bd. VI, S. 619, 628 ». 642. Kre-mcr's Urkuudcubuch, S. 408, 410, u. 424 430. Wegen desDatums vom 15. Juni 1470, s. mau die Note bei Haberlin,S. 642.

2) Kremer's Urkundenbuch, S. 431.

3) Häberlin, a. a. O., Bd. VI, S. 645.