Druckschrift 
Die eheliche Abstammung des fürstlichen Hauses Löwenstein-Wertheim von dem Kurfürsten Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz, und dessen Nachfolgerecht in den Stammländern des Hauses Wittelsbach
Seite
32
Einzelbild herunterladen
 

32

dienste um die Pfalz nicht nur, sondern aucb um seinenAdoptivSohn und Neffen Philipp erworben habe ').

Urkundlich zum viertcnmal genehmigte Herzog Pbilipp,vier und zwanzig Jahre alt und schon verlobt mit seinerkünftigen Gemahlin, die lebenslängliche kurfürstliche Regierungseines Oheims und AdoprivVaters am 24. Jänner 1472 I.

Sobin hatte Philipp, mannbar und großjährig, in feier-lichen Handfesten Friedrichs Führung der Landesregierung undder Kurwürde in eigenem Namen sammt der Arrogation,förmlich genehmigt. Dasselbe that er fortwährend auch durchsprechende Handlungen. Selbst das von dem Kaiser in Personmehrmal an ihn ergangene Ansinnen, bei der Vcrmählungs-feier des Herzogs Georg von Landshut (Nov. 1475) in demkaiserlichen Gefolge das kurpfälzische ReichsErztruchsesscnAmtzu verwalten, wies er standhaft zurück H. Ohne den geringstenWiderspruch sah er seinen AdoptivBater die Regierung undKurwürde unausgesetzt führen, bis an dessen Tod im December(476, wo er selbst, nunmehr acht und zwanzig Jahre undfünf Monate alt, schon seit eilfthalb Jahren volljährig ge-worden war.

t) Kremer, in der angef. Geschichte :c>, S. 39 t ff. erzählt diesenVorgang nach der darüber sprechenden Urknnde. Anch Häberlinin der angef. Historie des Teutschen Reichs, Bd. VI, S- 575 ff.

2) Urkunde, datirt Heidelberg auf Freitag nach St. AgnesenTag 1472.Kremer, Geschichte :c-, S. 478.

3) Kremer, Geschichte -c., S. 506.