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seinen Tod in eigenein Namen führe, dagegen in chelosemStand bleibe, so lang sein Neffe und fürstmännliche Nach-kommenschaft desselben am Leben seyn werde, daß er auch,zu Ihr ein Besten, auf die vermöge des väterlichen Testa-mentes ihm gebührende ansehnliche Landesportion und auf seinmütterliches Erbtheil verzichte, und nicht nur jene, sondernauch die von ihm zeitber erworbenen Besitzungen mit denKurlanden auf ewig vereinige
Bischof Reinhard von Worms, Kurpfalz mit eid-licher Rathpflicht zugethan, gab sogar eine eigene Urkunde(6. Sept. 1451) darüber, daß diese Einrichtung, namentlich mitder von Friedrich zu bewilligenden Clausel des Cölibats, demjungen Herzog Philipp und dem Lande "nuze vnd gut sy"').
Drei Tage später gab selbst des unmündigen PhilipsMutter, die verwitwete Kurfürstin Margarethe^), gebohrne
t) Kr einer, in s. Geschichte :c., S. 32 ff. meldet Einiges vondem Inhalt dieser wichtigen Urkunde, und die Namen der Aus-steller, er hat sie aber in sein Urkundenbuch nicht aufgenommen,sie aufzunehmen vielleicht Bedenken getragen. Das pergamenteneOriginal ist auf drei Seiten mit ungefähr dreißig daran hän-genden Siegeln versehen. Weil nur von Einer Seite keine Sie-gelschnüre mit Siegeln herabhängen, pflegten die kurpfälzischenArchivare dieses Original die Schabrake zu nennen. Höchst-wahrscheinlich befindet sich dasselbe in dem, in das Reichsarchivzu München gekommenen, Theil des vormaligen kurpfälzischen oderMannheimer Archivs.
2) Kremer a. a. O., Urkundenbuch, S. 10.
3) Die Kurfürstin Witwe war Tochter des ersten Herzogs vonSavoyen, Amadeus VIII., der 1439 unter dem Namen Felix V.Papst ward, aber 1449 diese Würde niederlegte und Cardinalward. Dreimal vermählte sie sich: das erstemal 1434 mitLudwig III., Herzog von Anjou, TitularKönig von Sicilien, vondem sie, kinderlos, am 14. November 1434 Witwe ward; daszweite mal am 13. October 1444 mit dem Kurfürsten Ludwig1^. von der Pfalz, dem sie zwei Söhne gebar, und von dem sie