46
(6. October 1443 —< 45 k) seinem ältern Bruder, dein Kurfürsten,welcher solches "an Jlm ernstlich begehrt und gesonnen hatte,auf daß die Herrschaft nicht getheilt und geschmückt werde"').
s- 5-
Kurfürst Ludwig IV. stirbt, mit Hinterlassung eines SolmeS. kaum dreizehnMonate alt. Der Bruder Friedrich muß die Vormundschaft und Regie-rungsverwesuug übernehmen. Schwierige Lage des Landes.
Zwei Jahre schon vor Ablauf des achtjährigen Zeitraumsvon Pfalzgrafen Friedrichs temporärer Länderabtretung, starbKurfürst Ludwig lV., am ! 3. August 1449, noch nicht fünfund zwanzig Jahre alt. Ihm folgte in der Kurwürde undKurlanden, in den Nebcnlanden und in der von Friedrich zeit-weise überlassenen Landeöportion, sein einziger Solm Philipp,kaun? dreizehn Monate alt. Die Vormundschaft über diesen,die Vertretung in der Kurwürde, die Regentschaft oder Re-gierungsverwcsung in den Ländern, hatte der sterbende Vaterseinem nachgebohrncn Bruder, dein nächsten Agnaten, über-tragen, dem Pfalzgrafen und Herzog Friedrich.
Sehr schwierig waren in diesem Zeitpunct die politischenVerhältnisse in Teutschland, wie oben (Z. <) gemeldet, über-haupt; ganz besonders waren ste es in der Pfalz. Auch hiervermochte, bei fast allgemeiner Staatsverwirrung, die perso-mficirte Regierungsschwäche auf dem Kaiserthron dawider nichtzu schützen. Kaum erholt von den traurigen Folgen des Kriegs,welchen (1424 und <429) Kurfürst Ludwig <11. nebst denReichsstädten im Elsaß wider den kriegerischen und -thatkräftigenMarkgrafen Bernhard I. von Baden zu führen gehabt, war
j) Friedrichs ReoerS hierüber, vom 6. October 1443. Krcmer'sangef. Geschichte ?c.. S. 7, Note i. 8?rriv, lssvinnilü Lueevs-sionis püüiNnse, 8eei. I. Z. 28. p. 67