fideicommiß-, Theilungs-, Erbeiuiguugs- und Suc-eessions-Vertrag am Freitag vor Sanct-Oswaldtag (4.August) > 329, zwischen den beiden Hauptlinicn des HausesWtttelsbach, der Pfälzischen oder Rudolphischen, als der älteren,und der Bayerischen oder Ludwigiscken, als der jüngeren; beiderepräsentirt, die erste durch des verstorbenen Pfalzgrafen undHerzogs in Bayern Rudolphs I. zwei jüngere Sohne, Nu-dolph II. und Ruprecht I. und den minderjährigen EnkelRuprecht II. von dein ältesten Sohn Adolph, die andere Liniedurch Rudolphs 1. Bruder Ludwig, Herzog in Ober-Bayern,zugleich römisch-teutscher Kaiser und König.
Nur Nieder-Bayern blieb damals von den Bestimmungendes Vertrags ausgeschlossen, weil es von einer, der Erlöschungnahen, besondern Linie des gemeinsamen Stammhauses Wittels-bach besessen ward. Als diese 1340 erloschen '.rar, verschafftesich, mit Hülfe der nieder-bayerischen Landstände, Kaiser undHerzog Ludwig den Besitz von Nieder-Bayern, doch mit Wider-spruch der Pfalzgrafen. Drei Monate nach Ludwigs Tod,ward dieser Widerspruch beseitigt und der Tractat von Paviaauch auf Nieder-Bayern erstreckt. Es geschah durch einenVertrag zu Jngolstadt vom l6. Jänner 1348 H, worin die
als dermaligen nächsten Agnaten und Kurfolgers, insonderheit aufdie von dem am ?><>. Oec. 1777 verstorbenen Kurfürsten Maxi-milian Joseph in Baiern, als dem Letzten ans der Wilhelminische»Linie, verlassene sämmtliche Lande nnd Leute sammt Zugebörde(Zwcibrücken 1778; 4.), Urkunden, Num. 4s, S. 174. —Auch in dem Expose stex mvük» <pu onl en^a>;v 8. AI. le Hol<le Urusse ä z'uppoxer su clemeinlbremenr cle ia Laviere Perlin<776. ss.), Uleces justikieatives, n°. r3, p. 36, in Faber'sneuer StaatsCanzlcy, Th. 49, S. 3K0, und in Londorp's4e«. pulst., st'. IV. l. 3. (I. ro8.
1) Gedruckt in den anqef. Urkunden zur Vorlegung :c., S. 174.Auch in Faber's neuer StaatsCanzley, Th. 49, S. 373, undin dem anges. Expose lies inoüsx elo., Uieee» nunexe5,^x 63.