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2 (1855) Geschichte
Entstehung
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aus dem Testamente des verstorbeneu König! Preußischen Rittmeisters Iflrnst

k're^lrerr von Xetellmllt.

<d «1. Rudolstadt den 7tcn ^nnunr 1829.

§ 3.

'klinler kommen zu dem von Ketelhodtischeu Familien KennimrtsOapit.nl: wovon jedoch der Sohn meines Bruders " " von meinem Sterbetagan die Jntereßen lebenslänglich bezieht; nach deßen Tobe aber sollen solche vondem jedesmaligen Kenunr sumlüne nach deßen Wahl zur Unterstützung Ketelhodti-schcr Familien Glieder verwendet werden.

Besagtes Kapital ist an ein Familienglied zu Vier liU-o (lent ausgclichen undbeißt eS in der Urkunde vom Iten 1839!

Ich verspreche daß die jährlichen Jntereßen davon zu Vier pro tlentvon llttil» an in halbjährigen rnti,8 von mir oder meinen Erben hier aus-gezahlt, nach dem Ableben aber des Jntereßen Berechtigte» an den jedes-maligen Kenior lumil'-ue abgegeben werden sollen.

Sämmtliche Capitalien wurden ;eit 1s39 vom Geheimrath Friedrich Wilhelmvon Ketelhodt zu nur 3>/2 Uro tlcnt bei der Landes-Kasse zu Rudolstadt angelegtund sind trotz vielen Bemühungen bis jetzt nicht zu Anlegung höherer proceutezurück zu erhalten gewesen. Man sieht daraus, daß der Gcheimrath FriedrichWilhelm auch materiell dem Staat Opfer zu bringen wußte; indem er demselbendas Kapital zu nur 3'/^ I'roceut in dem bedenklichen Jahre 1839 darreichte.

§ 12.

Den Wurzelbergs Pokal vermache ich, zum immerwährenden Andenken an denguten Fürsten lu-ärvlA bViollenn!) dem Familien Keniorut.

Der verstorbene Geheime Rath, Canzler und Consistorial-Präsident FreiherrkVieckeieb Will-tst-u vnn Keleliioclt zu Rudolstadt, Erbschenk der gefürsteten Graf-schaft lleuricbt'rK, Inhaber des rothen Adler-Ordens und des Großherzogl. BadenschenOrdens der Treue Großkreuz, hat in seinem Testamente <1. «1. Rudolstadt den19. März 183! und gerichtliche Erklärung bei Fürstlicher Regierung vom 17. Ja-nuar 1834, fernere gestiftet, auch dazu einen eignen Stamm-baum beilegen lassen.

Mancherlei Schritte, die SenioratS-Capitalien wieder zu 4 Proccut verzinstzu sehen, waren leider bis jetzt vergebens, da die Capitalien weder wo anders undhöher angelegt und flüssig gemacht werden konnten; noch von Fürstlicher Regirung4 Procent ausgezahlt wurden.