Anders urtheilt In8eli!) über die Falkesche Nachricht. Er nennt diese „aus-führliche, in ihrer Art seltene" Geschichte „zusammen gestoppelt aus nicht verstandenendunkelen genealogischen Nachrichten meklenburgischer Schriftsteller" und den schlagend-sten „Beweis für die Uncchtheit der Corveyschcn Traditionen." Der Beweis derUnwahrheit liege darin, daß Ketclhotsdorf bei Detororv liegen solle und das jetzigeKötel damit gemeint sei, Kötel, mitten im Lande, im Fürstcnthume habe
aber nie Ketclhotsdorf geheißen und Ketclhotsdorf habe am Strande der Ostsee imFürstcnthume Meklenbnrg gelegen.
Nun ist allerdings der Zusatz, daß das jetzige Kötel (bei Detooorv) damitgemeint sei, nicht Zusatz k'-nlkes^ sondern von Ivrolinos^). Es bleibt aber diei'nUeesche Angabe ohne allen Sinn, wenn man diesen Ivrolnieschen Znsatz nichtannimmt.
Der „hist. geneal. Stammbaum der uhralten Stifftsmäßigen Adlichen im Ober-und Nieder-Sächsischen Creyse blühenden Familie von Ketelhodt vom Jahre 1669bis 1769" von (i O. 8oinnidt 1769 führt als Stammvater an: VredobeoXotoiiiot, strenuus inilos^ UeZni et imporntoel8 mini«tev1nU8 ans dem GauNisin auf Brnnchcrinhusen nnno 1669, als dessen Söhne: Kerlinodii8^ Stifterder vbersächsischen Linie, (leoi-A auf Lletellloätesäoi'i^ Stifter der niedersächsischen(meklenburgischen) Linie, ?öicolau8 auf Kelioim^ Stifter der oberrheinischen Linie.Ein Nachkomme wird bei Kerlini d erst 1244 genannt, nehmlich Ilonoloo« 1vv88ol-llut; bei KeorA erst 1248, nehmlich Veodcdnm Ivotolliodt auf kndnm^ mit seinenBrüdern dortig Ilornnnni und Arnold; bei Kieolnn8 erst 134? 4VIIIieInrn8Xo88eIImt do Kolieiin^ Vieo14vminu8 HiuKkivino.
Es sind also zwischen den drei Linicnstiftern und den nach ihnen Bekanntenund Benannten mehr als 6 Generationen spurlos vergangen. Um so befremdlicherist es, daß auf einem von ib.eopold Kord von Ivetoltiodt auf mich übergegangenenStammbanm als Gemahlin des 1669 erschienenen Vrodclxm Ivotolliodt eineAsnZdnIenn von 1<Iol)8 aufgeführt ist, während die Gemahlin Voedobers vonIvotolliot aus knduin (1248) auf diesem Stammbanme (lortlnndo von lllnlingenannt ist.
Die Ketelhodt sind^) ebenso ein altes meklenbnrgisches Geschlecht, wie alleübrigen alten Geschlechter des Landes. Nach der Gedächtnißstistung vom 36. Mai
9 Gesch. und Ulkt, des Geschlechts ll-Mn r. S. 35—41.9 in seinem allg. teutschen Adelslerikun I. 2. S. 163 ff.9 vergt. Niscli a. a. O.