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er vor wenig Monaten den Besitz derselben ergriffen nnd sie dermaßen ruinirtbefunden, daß es zu verwundern, daß die ledigen Gebäude nicht auch niedergerissenseien, wozu bereits der Anfang gemacht und von den Nachterstedtischen Gebäudennicht soviel stehen geblieben sei, daß der Hof nicht wieder könne bewohnt werden,zu geschweigen des nun schon seit 8 Jahren nicht mehr betriebenen Ackerbaues,dessen bestes Getreide nur Dornen und Diesteln seien. Außerdem habe man zuGatersleben ihn nicht ein- oder zwei mal, sondern viele Male bei den Hin- und Her-märschen der kaiserlichen und kursächsischen Truppen ausgeplündert und was er anVieh und Pferden wieder angeschafft und es vor dem Feinde vertheidigen können,sei ihm auf der Straße gewaltsam weggenommen worden, sodaß er von dieser Ver-lassenschaft bis jetzt nicht einen Groschen gehabt und vielmehr noch dazu das, waser durch seinen sauern Schweiß erworben, eingebüßt habe. Es sei nun be-kannt, wie es nach der Niederlage bei Leipzig zugegangen, daß jedermann undselbst Ausländer im Stift „hätten Ritter werden wollen" (d. h. dort selbst Ritter-güter erwerben), weshalb er bitte, das Schösseramt in Quedlinburg zu bedeuten,mit seiner Forderung sich bis auf bessere Zeiten zu gedulden. Wenn der Ackerbauwieder betrieben werde und Friede geschlossen sei, wolle er seine Schuldigkeit thun;aber er müsse doch gegen die Forderung des rückständigen Getreides protestiren,da ihm nicht glaublich sei, daß seine sel. Vettern damit im Rückstände gebliebenwären.
Gaderschlebcn den 29. .4.ussN8ti 638.
Gleichz. Copie in den Acten s. r. ^.etu und Registraturen :c. f. 18. 19 imK. Staatsarchiv zu Magdeburg. Das Rescript, worauf die vorstehende Erwiderungerfolgte, ist datirt Halberstadt 28/18. ^.u». 1638, Ebendas. 1. 20. Im Jahre 165)1bat K. F. v. Oppen die Aebtissin von Quedlinburg, da Asche Heinrich v. Wertherwegen des Tockendorfschen Zehntens zu Ditfurth mit seinen Besitzvorgängern nichtAbrechnung gehalten, seine Erben zur Rechnungslegung zu citiren. (Ibick. k. 22.)In einer Eingabe an die Aebtissin vom 9. October 1657 bittet er von derForderung des rückständigen Erbzinses pro 1631—36 abzustehen mit Rücksichtauf die bekannten Verhältnisse und da die Güter in der Zeit von Ausländernin Besitz genommen und genutzt seien, nachdem „seine Vettern" von denGaterslebischen Gütern ohne jede Ursache vertrieben und im Exiljämmerlich verstorben und umgekommen seien. (Original Ebendaselbstt'. 25. 26.)
999) 1k. October 1KZ8.
Schreiben der kurfürstlich sächsischen Lehnscanzlei zu Dresden an den Schösserzu Belzig in Sachen der Streitigkeiten Ulrichs und Abraham Adams v. Oppenwider Peter Rudolfs v. Oppen Lehnserben hinsichtlich der Schäferei und desVorwerks zu Belzig, wobei eine unrichtige Genealogie vorgelegt worden sei.
Lieber getreuer! Beiliegend befindest Du, was an vns abermalen Vlrichvnd Abraham Adam von Oppen damit sie mit Peter Rudolphsvon Oppen hinterlaßenen Lehenstücken der Schefferey vnd dem forwerg zu Belzig