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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
Seite
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Der Sohn des Erbauers, Legations- und LandrathGraf Hanns Ernst, erwarb sich neue und große Verdienstenm das Waisenhaus, da er aus wahrhaft väterlicher Sorgefür die Waisen so reichliche Stiftungen machte. Er dotirtenämlich zur Erhaltung derselben 19,400 Thaler in Pistolenä 5 Thaler, und Graf August Wilhelm Carl schenkte dazunoch 600 Thaler. Dazu kamen im Laufe der Zeit durchdie Güte der Grafen noch verschiedene andere Legate, welcheverzinslich angelegt und von deren Zinsen 12 bis 14Waisen beiderlei Geschlechts nnter unmittelbarer Aussichtder Waiscneltern genährt, gekleidet, unterrichtet und zuallerhand häuslichen Arbeiten, je nach ihren Kräften undAlter, angehalten werden bis zu ihrer Cvnfirmativn undEntlassung ans dem Hause. Die Knaben Pflegen gewöhn-lich ein Handwerk zu lernen, wozu in frühern Jahren auchdas Lehrgeld bezahlt wurde, was in neuester Zeit aberhat unterbleiben müssen, wo die Consnmpreise sehr gestiegen,die Zinsen des Waisenfonds aber noch dieselben gebliebensind. Die Mädchen gehen meistens in Dienste.

Das Waisenhans, ein rechtwintlichcs Gebäude, enthältim rechten Flügel der Vorderfront die Waiscnhanskapclleund ans dem Dache derselben ein Thürmeben, welches imJahre 17118 erbaut ist, welche Jahreszahl die Wetterfahnedarauf bekundet. Im Thurme hängt eine Glocke, welchezum Einläuten des Gottesdienstes und zum Anschlagen desMorgens, Mittags und Abends zum Gebete dient. Sieführt die Inschrift:

Tboraas Rieclorvo^ Aoss miob in Hannover^.nno 1737.

Die Kapelle ist erst später eingerichtet, denn in altenZeiten, als die Besitzer von Hardenberg noch auf der altenBurg wohnten, war die Kirche auch daselbst, Wiedas Wohlnoch an den alten Ruinen zu erkennen ist. Später, nach-dem das neue Schloß erbaut war, war daselbst ein Zimmerin der jetzigen Beamtenwohnung zur Abhaltung des sonn-täglichen Gottesdienstes, wie ja auch ein Thurm sammtGlocke daselbst noch vorhanden ist. Von dort verlegten die