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Ferner sagt Arnoldi 1 ):
„Deutschlands Fürsten und Herren hatten ehedem, so wenig als„die Beherrscher anderer Völker und Staaten eine stehende Militz.„Zum Kriege im Felde forderte der Lehnsherr seine Vasallen oder„Lehnmanne auf, zur Vertheidigung seiner Schlösser und Burgen„vorzüglich die Burgmannen. Jene lohnte dafür der Genuss ihres„Mannlehns, diese der Genuss ihres in Gütern, Geld oder andern„Einkünften bestehenden Burglehns. Beide hatten zugleich An-spruch auf den Schutz ihres Lehnsherrn."
Noch nehme ich Bezug auf die Anmerkung 1. auf Seite 6,welche den Begriff des Burglehns klärt, und gehe nachstehendeine Urkunde, welche einer unseres Stammes im Namen desHerzogs 2 ), handelnd als Burgmann von Schwerte, mit vollzogenhat — vergl. v. Steinen Westfälische Geschichte Th. 1. Seite 1531:
„Belehnung mit einem Hobsgut zu Schwerte 1505."
„Ich Rötger tho Berge in der Tyt Hovesrichter des Hoves tho„Swerte, unde wy Hans thor Needen unde Johan Amelunck,„Hans Rassche, Hoveslövelinge des Vürss. Hoves doin kont unde„bekennen in düssen Breve vor uns und unse Nakomelinge, dat wy„tho Behoiff unses Gnedigen Lieven Heren unde des Hoves to„Swerte heben entffangen in den Vorss. Hoeff Johan Zeten unde„Johan synen Sone, also dat sey nu vort mer sullen geneyten alle„des Vürss. Hoves Vryheit unde Rechtichkeit gelick anderen des„vürschrevenen Hoves lüden des gebruket und genotten heben. Unde„wy Richter unde Hoveslövelinghe Vürss. unde unse Nakomelinge„sullen unde willen den Vürss. den vürschrevenen Johan Zeten„unde Sone Vürss. dar by beholden unde vordedingen gelyk anderen„Hoveslüden na al unsen Vermoige sunder Argelyst."
„Unde düsses to Tüge der Warheit hebbe ich Rötgher Richter„Vürss. van des Gerichtes wegen myn Segel an düssen Breff ge-gangen, des wy Hans, Johann unde Hans Vürss. Hoveslövelinge„von unss Amptz wegen hyr to mede gebruken. Datum anno do-„mini dusent vyffhundert unde vyff Jar, op Dach Sünte Gregorius."
In demselben Jahrhundert schrieb man noch „Off hy gegendie Königl. Maj. tho Spanien oder derselven NederlandischenRegierung, die Wapen genommen, butten oder binnen unsers
gnädigen Hern Landt, Kirchen plündern oder beroven "
(Urkunde vom 5. Aug. 1570 in Steinen II. S. 1162). Die beiden
') J. Arnoldi, Fürstl. Oranien-Nassauisclier Regierungsrath. Miscel-laneen aus der Diplomatik und Geschichte. S. 48.
2 ) Johann II. 1481 - 1521.