ABSCHNITT V.
Die Namenbildung in der Grafschaft Mark.
Bestimmend für die Namenbildung seiner Ministeriales warselbstverständlich in erster Linie der Landesherr selbst, der Graf(nach 1417 Herzog); es bleibt deshalb festzustellen, wie diesersich genannt hat. Zu dem Ende gebe ich aus Steinen, Th. I.S. 1047 ff. nachstehende Eingänge von Urkuuden, die Stadt Iser-lohn betreffend:
,,1393. Wy Dyderich Greve van der Marke bekennen ind be-lügen ....
„1396. Wy Diderieh Greve toe der Marke bekennet openbar ....
,,1397. Wy Diderieh Greve toe der Marke bekennet, wert sake . . . .
„1400. Wy Adolph Greve Cleve ind van der Marke bekennen ....
„1457. Wy Gerart van Cleve Greve thor Marke doin kund 1 ) ....
„1462. Wy Johann van Gaitz Genaiden Hertough van Cleve ind„Greve van der Marcke bekennen ind tügen . . . ."
In der Urkunde, welche ich oben auf Seite 16 aus demJahre 1381 anzog, heisst es „Engelbrecht Greve zo der Marcke",
t ) Statt ,,zo der", „toe der" und „thor" kommt zuweilen auch „der",„dar" und „ther" vor; es scheint als ob die ersten drei dem Kanzlei-stil, die letzteren Formen mehr dem Volksmunde angehört haben. —Im Herzogthum Cleve ist „ter" und „zer" gebräuchlich gewesen, siehe u. a.„Chroniken und Urkundenbiicher von A. Fahne" Band III. „GeschlechtSpede jetzt Spee" Seite 141 „Wyr Gherard van Cleue greue zer Marke„an eyn side ind Wilhelm her zo Waclitendonck ander side doen kont
Gherard here zer Dyck " (aus dem Jahre 1427). Die
Vorsilbe „zur" statt „von" scheint auf dem linken Rheinufer nochhäufiger gewesen zu sein, als auf dem rechten; ich will von einerweiteren Darlegung aber Abstand nehmen und mich nur auf die Graf-schaft Mark beschränken.