115
Paulowsky, von.
S. Gauhen Th. II. S. 865.
Diese alte mährische und schlesische Adelsfamilie stammtaus Litthauen, wo sich ihr Stammsitz Paulowo befindet. IhrAhnherr soll ein Herr von Haugwitz aus Schlesien gewesen sein,der auf dem Reichstage das Indigenat erhielt und mit dem Ritter-sitze Paulowo beschenkt wurde, von dem er dann den Namenannahm. Nach einer anderen Sage hätte aber der Urahnherrdieser Familie am Rhein gewohnt, ein Schloss Morstein zur Be-lohnung seiner Tapferkeit erhalten und im Wappen den Mond mit'einem Stern bekommen. Nachmals hätte sich einer seiner Nach-kommen nach Polen hegeben und das Geschlecht Leliva begründet.(S. oben S. 107 fg.)
Peilstein, von.
S. Fischer, Ritterhurgen Deutschlands. Bd. III. S. 321.
Die Grafen von Peilstein im sogenannten Mühlviertel inOberösterreich, deren Familie aber bereits im dreizehnten Jahr-hundert ausstarb, führten in ihrem Wappen einen auf einem drei-fachen Felsen sitzenden und zum Flug geschickten Falken. DieUrsache war die, dass einem Grafen aus dieser Familie einst einsehr gut abgerichteter Falke entflohen war; überall forschte mandem Flüchtlinge nach, endlich fand man ihn auf einem dreifachenFelsen sitzen. Dem Grafen gefiel aber diese Gegend so, dass erauf dem Felsen das nach jenem Falken so genannte SchlossFalkenstein erhaute, das noch steht.
Pelgrzim, von.
S. Sinapius. II. S. 860 nach Okolski. T. II. p. 420.
Diese polnische Familie zeigt einen getheilten Schild, darinein halber Löwe, welcher aus einer Mauer herausspringt. Damitsoll erklärt werden, dass einst ein polnischer Pilger in Afrikaeinen Löwen und Drachen mit einander kämpfen sah, da er sich
8*