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Geschlechts-, Namen- und Wappensagen des Adels deutscher Nation
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hinter einem Erlengebüsch an der Schnecke, aber wohlweislich zuPferde, um desto leichter der Gefahr entgehen zu können. Dakam denn nun auch richtig der Schlangenkönig, und mit ihmein grosses Gefolge von Schlangen. Derselbe legte auch seineKrone auf das weisse Tuch, schlängelte sich dann hinauf auf denBerg, wo jetzt die Eisgrube ist, und alle seine Gesellen mit ihm,und sie begannen zu züngeln und im Sonnenscheine zu spielen,dass es gar lustig anzusehen war. Da ritt der Ritter sachte her-bei, fasste das Tuch mit der Krone an allen vier Zipfeln zusammenund gab alsbald dem Rosse die Sporen. Augenblicklich hört erein helles Pfeifen und plötzlich schiessen die Schlangen vomBerge herab und andere kommen rechts und links aus dem Was-ser in unzähliger Menge, und alle fahren hinter ihm her wiefeurige Blitze und sind schon ganz hinter ihm. Da kommt derRitter an eine grosse Mauer, die quer vor ihm ist, und er kannnicht weiter und die Schlangen sind auf seinen Fersen. Da machtsein treues Ross einen verzweifelten Sprung und der Ritter kommtglücklich hinüber und ins Freie; die Schlangen aber konnten ihmnicht folgen. Es sind aber die kostbarsten Edelsteine in derKrone gewesen, und davon hat er die Herrschaft Lübbenau ge-kauft und nicht weit von der "Stelle, wo er den Schatz erobert,das Schloss erbaut. Den Schlangenkönig und die Mauer aber hater in sein Wappen aufgenommen.

Lys, von.

S. Sinapius II. S. 79G.

Diese Familie führt im blauen Schilde ein mit der Spitze indie Höhe gekehrtes silbernes Schwert; auf jeder Seite desselbenaber befindet sich eine goldene Lilie. Das kommt daher, dass sievon dem Bruder der frommen Jeanne d'Arc, welche bekanntlich1429 die von den Engländern bedrängte Stadt Orleans entsetzte,herstammt. Sie erhielt dafür das Schwert der Jungfrau von Orleansins Wappen.