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Die Herren von Rodenstein : nebst der Sage von den Wandergeistern auf Schnellerts und Rodenstein
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102
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Mit allem dem Guten, was man etwa sei» ganzes Les-ben durch ausgewirkt haben mag , zu beruhigen und zutrösten; wenn darauf unsere Seligkeit gegründet wer-den soll, so werden wir ins- Gericht geführt, und un-sere Sünden jenen guten Handlungen (die mir ohnehin,nach der erhabenen Sittenlehre Zes», zu thun schuldigwaren) gegen über gestellt, und dann stehts auch mitden besten Menschen schrecklich aus; mi Gegentheil,wir müssen uns nackt ausziehen, und genau mit demGefühle und der Gesinnung des verlornen Sohnes unsin die Arme des Allerbarmers werfe»; uns mit allerKraft unserer Seele nach ihm sehnen, und nur auspur lauterer Gnqde Ihn um Aufnähmest» sein Reichbitten, so wie es auch der arme Schacher am Kreuzmachte , dann wird uns diese Sehnsucht mächtig ansder sterbliche» Hülle empor flügeln, und dann ist ankein Wiederkommen mehr zu denken,

Jetzt werdet ihr auch, liebe Leserl das Gleichnißdes Herrn verstehen, Marth. 22. V. 11. 12. 13. woder Hausvater die Gaste musterte, und eine» fand, derdoch kein hochzeitlich Kleid an hatte; das war so einer,der Mit seiner eigenen Werkgercchtigkeit, seinem elenden,besudelten Kleih, die Gerechtsame zu haben glaubte,an dieser Tafel zu erscheinen, wo nur die Gerechtig-keit Christi das Hochzeitklejd, die allein gültige Uni-form ist.

Der abgeschiedene Geist, von dem hier die Rede»st, erschien sy, daj; er ohne das entwickelte Ahnungs-