gesprochen, sich erst vor das Bette gestellt, hernach sichdemselben genähert und mit dem ganzen Leibe darübergelegt hätte. Von dieser Nacht an, behielt der Pro-fessor Oeder alle Nachte jemanden bcy sich, undbrannte auch Nachtlicht, welches er vormals nie gethanhatte. Dieses fruchtete nun soviel, daß er zwar nichtssähe, aber doch fast alle Zeit, entweder nach drey, odernach fünf Uhr, mit einer ungewöhnlichen Empfindung,oder vielmehr mit einem Kitzeln, aufgeweckt wurde,welche Empfindung er vormals nie gehabt zu habenversicherte. Er beschrieb diese Empfindung als einesolche, dergleichen man zu haben pflegt, wenn manmit einem feinen Flederwisch vom Kopf bis auf dieFüße gestrichen wird. Manchmal hörte er auch amSchrank einiges Geräusch, oder ein Pochen an derStubcnthüre. Nach, und nach unterblieb bevdes, sodaß er glaubte, auf die Zukunft seines Gastes entledigtzu scyn, daher er auch wiederum allein schlief und keinLicht weiter brennen ließ.
Zwey Nächte gingen auf solche Art ruhig vorüber,allein die dritte Nacht war das Gespenst um die ge-wöhnliche Zeit wieder da, obschon in einem merklichenGrad dunkler. Es hatte in der Hand ein neues Zei,chcn, mit dem es ungewöhnliche Bewegungen machte.Solches war einem Bilde ähnlich, und hatte in derMitte ein Loch, in welches der Geist zum öfter» dieHand steckte. Oedcr war so beherzt, daß er sagte: ermüsse sich deutlicher erklären, sonst könne er nicht er-rächen, was er haben wolle, oder wenn er dieß zu
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