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Die Herren von Rodenstein : nebst der Sage von den Wandergeistern auf Schnellerts und Rodenstein
Entstehung
Seite
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Iii den Fehdezeiten des Mittelalters lebte auf derBnrg Nodenstein ein Ritter, tapfer von Gemüth undschön von Gestalt, der allen seinen Nachbarn fürchter-lich war, nur Jagd und Krieg, nie aber noch ein Weibliebte. Da gab einst der Pfalzgraf bei Rhein ein Tur-nier zu Heidelberg und ladete die Ritter vom Neckar.Rhein und Main zu männlichen Spielen dahin ein.Auch Ritter Nodenstein erschien, denn wo es etwas zubalgen und ritterlich zu kämpfen gab, da fehlte er nie.Auf muthigem Roste, mit goldener Decke behangen,erschien er mit glänzendem Wappen und Helm mit Fe-dern geschmückt, die seinen edlen Stamm, durch Ahnenerprobt, bezeugten. Tapfer, wie überall, war er auchhier, hob alle Gegner aus dem Sattel und ihm wurdedafür, der beßte Dank aus der Hand der schönen undedlen Marie v. Hochberg. Kaum hatte der wilde Ritterdiese erblickt, so fühlte er sich überwunden. Rasch, wiein allen seinen Handlungen, gestand er ihr seine Nei-gung und seine Liebe und Maria wurde sein Weib-Glücklich lebten sie auf Nodcnsteins Burg, und diesanfte Marie milderte bald das Wilde und Rauhe indes Ritters Leben und zog ihn schon allmählig ab vomWaffenspiel und Jagdtumult. Da begab es sich, daßer mit einem seiner Nachbarn in Fehde gcrieth. Vonneuem und mit Heftigkeit erwachte hierdurch die alteNeigung zum Kampf und Streit, die nur geschlummerthatte in den Flitterwochen des Ehestandes. Und daauch der erste Rausch seiner feurigen Liebe vorüber war,die stillen hauslichen Freuden ihm langweilten; so kam-hm diese Gelegenheit um so willkommener sich wieder