Seit wann das Schloß Rodenstein nicht mehr be?wohnt wird mnd warum , ist zwar ungewiß, indessenscheint doch ans so manchem hervorzugehen, daß es ein-gewaltsame Zerstörung möge Erlitten haben. Man fimdet z- B. in den Trümmern der Burg noch Gegenstände,,die man, wenigstens die meisten derselben, bei einemruhigen Abzüge und anderweitem Etablissement nichtwürde zurückgelassen haben.
So fand man im Jahre 18O3 in den Trümmernzwei sehr große eiserne Gewichte mit daran befindlichenRingen, die ich selbst gesehen habe, und wovon daseine ganz rund und das andere unten platt ist; ebensofand man ganz gut erhaltene Ofenplatten. Unter denvorgefundenen geringeren Gegenständen waren -Hufeisen,Messer, Stücke von Pfecdegebiß, ein Blech, woraufdas v. Rodensteinsche Wappen sehr schön gemalt war,weiße erdene Pfeissen mit krummen Röhren, wie einlateinisches L gebogen u. dgl. mehr. Ferner fand manim Jahre 1822 drei eiserne Pfeile, das Fnßgestcll voneinem Humpen, ein metallenes Bändchen, wahrschein-lich von einem Buch, ein Stück Kette, einen Ring undverschiedenes Eisenwerk. Im Jahre 1824 wurden aber/mals zwei eiserne Pfeile gefunden.
Die Freyherren v. Gemmingen, welche für allesSchöne und Erhabene schon so vielen Sinn gezeigthaben, werden auch hier zur Erhaltung der ehrwürdigenReste dieses Schlosses und zwar aus mehrfachen Grün-den, das Nöthige zu verfügen, gewiß nicht unterlasse!».