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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Füll Fust

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jener furchtbare Riese, der in der Schlacht auf dem Marchfcldc denKaiser, Rudolf I>, so hart drängte. Dicterich's Enkel, Georg HerborthSuva, vollendete um 1390 den Bau der Burg F. unweit Hohen-plotz u. Lcobschütz. In Mähren u. Schlesicn erlosch die Familiegegen Ende des 16. Jahrh. Nach Polen wurde sie durch den HerzogWradislaus von Oppeln verpflanzt, der drei Brüder v. F. in seinenDiensten hatte und seine ephemere Herrschaft über Rothreußen be-nüzte, um ihnen dort Ansiedelungen zu verschaffen. Eine derselben,ein Städtchen an der Schmorsitza, die sich unweit Kaminiec Po-dolski in den Dniester ergießt, heißt noch heute Füll st ein, polnischFulsztyn. sZedler IX. 23t7. v. Ledebur I. 345. - v. H. -Sinap I. 455. II. 632. Paprocii spec. Morav. Gauhe II. 325.)

Fulistcin, s. Herborth.

Fumanclii, italienisch. Joh. Baptist Edler v. F. war 1835Deputirter zur k. k. Delegation in Verona.

1. Funck, ein kurländ., zu Kaiw en bei Puckum begütertesGeschlecht, welches in S. 5 Flammen führt, und aus welchem der1839 gest. preuß. Generalmajor v. F. stammte.

sv- Ledebur I. 239. III. 255.)

2. Funck u. Fuuckcnau. Der Rechnungsrath der böh m. Buch-handlung, Franz Ferdinand F., wurde im I. 1736 mit obigemBeinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 292.)

3. Funck i>. Icnstenu«. Der Ursprung dieser Familie ist in dervormal. Reichsstadt Memmingen zu suchen, woselbst mehrereMitglieder dieses Namens Bürgermeister waren. Schon im 13tenJahrh. soll Sigismund F. v. S. gelebt haben, und 1676 sollenderen zwölf zu gleicher Zeit vorhanden gewesen sein. Um 1559 be-saß Ludwig Bischler Senftenau. Karl Jakob F. v. Erd-mann Ahausen that sich zu Anfang des 17. Jahrh. im ungar.Kriege hervor. Die Wappen, welche Siebmacher, 11 .152, III. 199,

IV. 68, V. 365 u. Supplem. X. 13, von den Funke, Funk undFunck v. S. anführt, sind bis auf kleine, unwesentliche Abwei-chungen einander beinahe ganz gleich. Sinap, II. 632, v. Uechtritz,

V. 33, und Gauhe, I. 446, geben diese Nachrichten von der Fa-milie u. ihren Mitgliedern, welche in Schlesien, Sachsen oderBraunschweig gelebt haben. Auch Henel, siles. L. 8. pag. 765,gedenkt ihrer. sBucclini IV. v. Ledebur I. 239. III. 255.)

Funcke, Ferdinand Wilhelm, Bcsizcr von Burgwerben inSachsen, aus dem Braunschweigischen stammend, wurde am29. Okt. 1732 von K. Karl VI. in den Adelstand erhoben. Seinjüngerer Bruder, Fcrd. Aug. F., erhielt den Adel am 22. Jan. 1742vom sächs. R.Vikariat. Beide haben gleiche Wappen, welche jenem derFunck v. Senftenau ganz gleich sind. sv. Hcfncr, sächs. Adel S. 27.Taf. 29. Sächs. Wappenb. II. 65.) Diese sind ohne Zweifel (?) dieFunck v. Senftenau. (Vielleicht ist aber das Wappen bloS wegender Aehnlichkcit des Namens ertheilt worden, wie dieß in der Zopf-zeit häufig geschah und noch heutzutage leider oft geschieht.)

1. Funk. Joh. Georg F. wurde von K. Leopold I. am 39. Dez.1673 in den böh m. Adelstand erhoben, sv. H.)

2. Funk, I. A., Rittergutsbesizer auf Hohendorf, KreisLuckau, wurde 1856 in den preuß. Adelstand erhoben.

(A. A. Z. von >856. - v. Ledebur III. 256.)

Funtan, ein adliches graubünd teuer Geschlecht. Hammensde Fun tan es kommt 1227 als Bürger zu Chur, Albertusde F. 1259 als Ritter unter den Zeugen vor. sMone II. 79 ff.)

1. st Furdcrcr v. Enzberg, eine Nebenlinie der v. Enzberg;

führten auch gleiches Wappen.Johann, des Furdercrs seligensun von Gutzberg" 1324. sMone VI. 78 ff.)

2. st Furdcrcr u. Lomersheim, ein Zweig der v. Lomersheim.N. N. dictns F., filius militiS de Lomcröhein, siegelt 1319.Schild gethcilt, oben drei Pfähle. sMone V. 449.)

3. st Furdcrcr v. Wumicnstcin, eine Linie der v. Wunnenstcin.N. Furdrer v. Wunestein siegelt 1393. Im Schild drei, 2. 1.,Beile. sMone V. 194.)

Furka dc Cjcrnu-KcresMr, wahrscheinlich kroatisch. Franz,1857 Kadet im 31. östcrr. Inf. Reg.

1. Furtum. Der Holztareinnchmcr Franz Jgnaz F. zu Görzwurde im I. 1716 geadelt. sM. v. M., Erg. 292. v. H.)

2. Furluni v. Fetscnlicrg. Der Physikus Johann Andreas F.v. Führnberg zu Oedenburg erhielt im I. 1737 die Verän-derung deö Namens Führcnberg in Felsenberg. Es scheint, daßdieser Johann Andreas ein Nachkomme des obigen Franz Jgnazgewesen, sv. H. M. v. M., Erg. 292.)

3. Furtum i>. Fltscnlmrg. Der Dr. der Philosophie und Medizin,auch Militärarzt zu Wienerisch-Neustadt, Andreas F., wurdeim I. 1773 mit v. Felsenburg geadelt. sM. v. M. 187.)

Furrich v. Furrichshuin. Der k. k. Waldamtsinspektor AntonJosef F. wurde 1825 mit v. Furrich shain in den Adelstanderhoben. sE. S.)

Furstenliusch, s. Goßwin.

1. st Furt, ein altbayer. Geschlecht, das von 11591359sehr häufig in den Briefen bah er. Kloster vorkommt.

(M. B. in indicc.)

2. st Furt v. Furtcnliurg , wiener Bürger, die am 29. Nov-1581 von K. Rudolf den rittcrmäßigcn Adel erhielten, aber imI. 1679 ausgestorben sind. sWisgrill III. 187 ff. - v. H.)

1. Furtcnliach, stammen aus der Gegend von Feldkirchen inVorarlberg. Bonaventura Furtenbacher hat 1548 von KaiserKarl V. einen Wappen- (alias Adels-) Brief erhalten mit demSchrägfluß. Kaiser Ferdinand II. hat das Geschlecht 1623 in denReichsadelstand erhoben. Es saß zu Augsburg, Leutkirch,Lindau u. a. O. im Patriziate, sv. Zedlitz, Ad. Lex. , nennt die v. F.eines der ältesten Geschlechter Deutschlands. Dorst, württ. Wappenbuch. Zedier IX. 1334. Geneal. Jahrb. des deutschen Adels v. 1845.v. Hefuer, württcmb. Adel S. 15. Taf. 19; bayer. Adel S. 78. Taf. 88.v. Ledebur I. 240. - v. H.)

2. Furtcubuch. Siebmacher bringt im IX. Suppl., Taf. 14, einWappen der Ritter v. F., das von dem der alten F. (1.) gründlichverschieden ist; gehörte wol einem jüngeren geadelten Geschlechte an?

Furtcnburg, s. Furt.

Furttncr. Joh. Bartlme F., Pflegskommissar zu Rhain, hatunterm 6. Mai 1693 vom Kurf. Max Emanuel von Bayernden Adclstand erhalten. sDekreteubuch.)

Fuschikouisky v. Gricnhos. Ernst Jgnaz F. zu Tcltsch in Mährenwurde 1764 mit v. G. geadelt, und der Gutsbesizer Josef F. v. G.wurde im I. 1816 in den Nitterstand erhoben.sM. v. M., Erg. 142. 292. v. H.)

Fujtiiiioni, wahrscheinlich dalmatisch. Peter v- F. war 1835Examinator bei der k. k. vereinten Ges. Behörde zu Zara in Dal-matien. Ferdinand v. F. 1857 kais. österr. Kriegskommissariatö-Adjunkt zu Treviso-

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