Druckschrift 
1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
Entstehung
Seite
388
Einzelbild herunterladen
 

388

Frö Fron

schrieb sich zuerst Frhr. v. Frobürg. Im I. 1660 lebte Georgv. Tullicrs Graf v. F. und hatte mehrere Söhne.

(Zedier IX. 2156. Sicbmachcr II. 16. Bucelini III. v. H.)

-s Fröbncr, eine pr eu ß. adliche Familie, welche bei Rastenburgdie Güter Baumgarten, Rodehlen -c. besaß. Sebastian v. F.war 1614 Landrath. sv. Zedlitz.) Die Familie ist im 18. Jahrh.erloschen.

F Frödcn. Karl Friedrich Benjamin F., kursächs. Obrist u.O berzcugmeister, dessen Vater und Großvater gleichfalls in kur-sächs. Militärdiensten gestanden hatten, wurde dd. Brandeis 10. Mai1778 von Kaiser Josef II. in den Reichsadelstand erhoben. sErdipl. copia.) Das Wappen findet sich im sächs. Wappenbuch vonTyroff, VI. 29.

1. Frölich. Abraham F. ist am 15. Juni 1652 in den böhm.Adelstand erhoben worden. Wahrscheinlich ist solcher der AnHerr derFrölich v. Freudenfcls in Schlesien, welche im Neiße'schenund Teschen'schen daselbst vorkommen, sv. H.)

2. Frölich, prenß. Licut. von Württemberg-Husaren, wurde1787 vom K. von Preußen geadelt, sv. Ledebur I. 237.)

3. Frölich, Fröhlich, Johann Kristian, Bankier in Augsburg,wurde 1821 geadelt, sv. Hefner, baycr. Adel S. 77. T. 83.)

4. Frölich v. Clmlmch. Josef F. wurde 1827 mit v. E. in denöstcrr. Adelstand erhoben. sE. S.)

5. Frölich v. Freuöciifcls. Johann Georg F. wurde am 26. Dez.1676 in den böhm. Freiherrnstand erhoben, nach Zedier, IX. 2152,und Sinap in den Adelstand, waS aber irrig zu sein scheint.

sSiebmachcr I. 65. Sinap I. 375. II. 63l. v. Ledebur I. 237.III. 255. - v. H.)

6. ch Frölich o. Frölichslmrg, tiroler Adel, führte im wachsen-den Schild ein Männlein mit erhobenen Armen, später mit einemThurm (wegen Frölichsburg) geviertet. Dieß Geschlecht ist 1603 ch,und das Wappen nebst dem Beinamen an ein neues Geschlecht über-gegangen. sO. S.) S. F. v. F. 7.

7. F Frölich Ii. Frölichslmrg, ein tiroler Geschlecht, das einenHirsch im Schilde führte. Dieß Geschlecht hat bei der Erhebung inden Adclstand (20. Mai 1692) sein Wappen fallen lassen u. Wappenu. Prädikat der ch F. v. Frölichsburg (6.) angenommen. sO. S. v. Hcfner, ch tiroler Adel Taf. 3.) Im I. 1702 erhielten sie eineBestätigung ihreS Adels und sind um 1820 erloschen.

sv. H. v. Hefner, bapcr. Adel S. 78. T. 88.)

8. Frölich u. Frölichsthal. Der k. k. Hofarzt Dr. Anton F.wurde 1825 mit obigem Beinamen in den österr. Adelstand er-hoben. sE. S.)

9. Frölich l>. Laiides-Stolle. Der österr. Oberlicutenant KarlFerdinand F. wurde im I. 1771 mit v. L. geadelt.

sM. v. M., Erg. 29t. - v. H.)

10. Frölich v. Jalionze. Der östcrr. Hauptmann und Flügcl-adjutant des Kaisers, I. F., erhielt mit v. S. den Adel mit demTitel eines Freiherr». sA. A. Zeit. v. 1857.)

Frönaii. Unter K. Leopold wurde dieses bayer. Geschlecht ge-adelt, am 15. Juli 1754 aber erhob der Kurfürst Max Josef das-selbe in den Frciherrnstand. sv. Lang 128. v. Hcfner, bayer. AdelS- 35. T. 32. v. H. Tyroff, bayer. Wappcnb. II. 160.)

ch Fröschl v. Marzoll (im Schild ein Laubfrosch), waren ur-sprünglich zu Wasserburg am Inn; von da kamen sie nach Salz-burg und haben sich in dortiger Gegend allmälig zu hohen Ehrenund Ncichthum erhoben. Sie besaßen Marzoll bei Berchtesgaden

und in der Stadt Reichenhall ein gefreites HauS,zum Traun,stein" genannt, welches in der Landtafel stand. Peter F. zum T.und Degenhard F. zu M. 1490 in der Landschaft.Der edel ge-strenge Ritter Herr Christian Fröschl zu Marzoll die Zeit Mar-schall!) des Stifts Passau", F 1508, liegt in der Hcrrenkapelle desDomes daselbst. Das Geschlecht ist gar übel zu Grunde gegangenzu Ende deS 16. Jahrh.Sigmund Fröschl hat 40,000 fl. Ver-mögen gehabt (1541), ward erst lutherisch, als er arm und erst24 Jahre alt war, wurde er katholisch. Joseph F. ein geschickter be-redter und gelehrter Manu hat sich übel angelegt, auf die Alchimi-sterei und in die neue Religion begeben darob er gar verdorben,von seinen Gütern in die Pfalz hinauskommen, hat eine Zeitlangnoch zu Amberg gehaust, sine Hausfrau Margret Pfeffenhau-serin ein gar sehr frommes Weib, hat bei ihr etliche schöne Kinder,mit denen wol Mitleid zu haben ist." So schreibt Hund im I. 1586von diesem Geschlecht. sO. S. Hund III. 318 ff. - Bayer. Landtafel.)

1 Fröitttiler, Frauler, ein altes basler Geschlecht, führten in-nerhalb einer Wolkeneinfassung einen Mond. Hilbolt F. am GerichtzuBasel 1341. Hartman F. vonEhrenfelß 1373. Johan F.,genannt Hi rtzbach, Domherr zu Basel 1410. sWurstiscn 186.)

Frohbcrg, s. Elgger.

Frohn. Joh. Peter F., löwenstein-wertheim'scher Hof-rath, erhielt am 11. Okt. 1762 von K. Franz II. den Adel,sv. Lang 340 u. f. v. Hefner, bayer. Adel S. 78. T. 88.)

Frohiibcrg, s. Kraft. Frohnmüllcr, s. Fronmiller.

Froidevillc, s. Monod v. Froidevillc.

Froidevo. Der Hofrath Josef F. wurde im I. 1785 in denRittcrstand erhoben. fM. v. M., Erg. 142. v. H.)

Frombcrg. Kristian Friedrich F., dessen Vater zu Hirsch bergin Schlesien bedeutenden Handel trieb, wurde am 9. Mai 1732 mitdem Ncichsadelstand begnadigt und erhielt ^Besserung und Mehrungseines Wappens; in demselben ist daKMammwappcn der ch bayer.v. Fronberg aufgenommen, obwol.eine Verwandtschaft nicht nach-zuweisen ist. sv. Ledebur I. 237. III. 255. - v. Hcfner, sächs. Adel S. 27.T. 29. Sächs. Wappenb. II. 64.)

Fromhold. Gottfried Ferdinand F. wurde 1733 in den böhm.Adelstand erhoben. (M. v. M., Erg. 291. - v. H.)

Fromm l>. Frommcnthol. Der öfter r. Unterlieutcnant Kaspar F.wurde im I. 1811 mit v. Frommenthal geadelt.sM. v. M., Erg. 29 l.)

Froiilmcnhmiscil, s. Wagner.

F Froinmingstctt. Conradus de Vrumichstede (auch Vr Im-ming est e de) testis in walkenried er Briefen 1274 ff. 1279wird er de V romelst c d genannt. sNrk. B. f. Nieder). II. 28t. 285.292.)

1. ch Frommer, altbaher. Uradel, dessen Stammhaus Fronaubei Noding in der obcrn Pfalz gelegen war. Primus: Gerwicusde Fronowc 1182. Der Schild hatte in Schw. einen gold. Pfahl.Das Geschlecht ist um 1450 F.

sO. S. - M. B. V. 132. Hund III. 317. - v. H.)

2. F Froimucr, ein altbaher. Geschlecht, führte einen Hahnim Schild. sO. S.)

3. st Froimucr, ein anderes bayer. Geschlecht, führte einen ge-krönten Mannsrumpf im Schild. sO. S.)

ch Froubcrg, bayer. Adel, dessen Stammhaus F. im GerichtBurglengenfeld, Oberpfalz, war. Das Geschlecht ist um 1610F und führte den Schild wie A urberg oder Leoprcchting, aberRoth statt Schwarz. sO.S. Hund III. 320.) Vergl. Fromberg.