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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Falk — Falke

Falkenbnrg, s. Foltaneck.

-s Falkcndors, niederbayer. Adel, führte einen auffliegendenFalken frei im Schild. sO. SZ

-f Falkcncck. Ich finde keinen Ort dieses Namens in Bayern,aber in einem Brief des Klosters Aldersbach steht ad annnm 1283ein Gotschalcus de Balkenegke unter den Zeugen. Jch.meine, erwird ein Oesterreicher gewesen sein. sM. B. V. 387Z

1. Falkcnhagcn, insgemein Falkenhayn, eine schles. Familie,die auch in der Mark Brandenburg, Pommern, Elsaß undNiederösterreich war, und in der Mitte des 17. Jahrh. in denFreiherrn-, 1694 aber in den Grafenstand erhoben wurde. DasWappen der schles. Linie ist von dem brandenburgischenin einigen Stücken verschieden. Von lezterer Linie ist Sigmund v. F.am 8. Okt. 1621 in den böh m. Freiherrnstand sM. v. M., Erg. 55Z,der Frhr. Friedrich v. F. am 9. Dez. 1689 in den böhm. Grafen-stand, Ernst August im März 1786 ebenfalls in den böhm. Grafcn-stand, und Ernst August am 6. Nov. 1741 in denprcuß. Grafcn-stand erhoben worden. fM.v. M., Erg- t3. — Sinap 1. 354—360. II. 71.

— Lcupold I. 326 ff. — Wisgrill III. 10 ff. — Sicbmacher I. 58. 175.

— V- Mcding III. 211. 212. — v. Zedlitz. — Taschcnb. d. grcifl. Häuser1836 u. f. — Jahrb. d. deutschen Adels >847. — v. Hcfncr, prcuh. AdelS. 7. T- 8. — v. Ledebur I. 214. III. 350. — Siebmacher I. 58. 188Z

2. Falkcnhagc» ansFalkcnhagcn u. Fcrbih, im H avellande 1589.W-? sv. Ledebur!. 214Z Wol einerlei mit den br Sudenburg,und schles. Falkenhagen.

Falkcnhauscn l>. Trautskirchen. DcS vorleztcn Markgrafen v. Ans-bach Friedr- Wilhelm natürl. Sohn wurde am 16. März 1747 vonK- Franz legitimirt und am 22. März in den Frciherrnstand erho-ben, was nachher auch auf den zweiten natürlichen Sohn der wald-u. lausenburgcr Linie erstreckt wurde. Ein Zweig des Geschlechts,namentlich die trautskircher Linie — denn die beiden Söhnetheiltcn sich nach ihren beiden Besitzungen in die trautskircherund in die walder Zweige — wendete sich nach Oesterreich u.Preußen und blüht dermalen noch in Schlesien,sv. Zedlitz. - Dipl. Jahrb. für d. preuß. Staat 1841. Abth. 2. S. 64.

— Frhrl. Taschenb. v. 1857. - v. Ledebur l. 214. III. 250. — v. Lang121. — v. Hefncr, bayer. Adel S. 34. T- 30; Hess. Adel. — v. H.)

4 Falkenrehde, ein 1625 erloschenes adl. Geschlecht im Havel-lande. sv. Zedlitz. — v. Ledebur I. 213.)

Falkcnstaincr )» Wannersdorf, Valckenstaincr, ein altes nieder-österr. Geschlecht, das unter die in Wien seßhaften adlichcn Fa-milien, die vormals im Bürgcrstande lebten, gehört.sWisgrill III. 10 u. f. - v. H.)

1. 1 Falkciistcin. Das Stammhaus, nach dem sich diese Grafenv. F. nannten, lag am Donnersberg. Sie waren stamm- undwappengenossen mit denen v. Boland (f. d.) und führten auch dasRad im Schild. Der Lezte dieses Stammes war Wernher Grafv. F., Kurcrzbischof von Trier, welcher 1418 starb.

2. -s Falkciistcin. Das Stammhaus in dcr Wetterau. DieseGrafen v. F. waren stamm- und wappcngcnosscn mit den Herrenv. Münzenberg (Schild: von Gold n- R. getheilt) und erbtenauch nach Abgang der v. Münzenberg das Reichserbkämmerer-amt. Zu diesen gehörten ut puto: Lampcrtus de Bolchen stein,welcher 1144, u. Ottc et Volradus comiteS de V alkensten, welcher1295 in Briefen des Klosters Walke nried urkundet. sUrk- B.f. Nieders. II. 11. 356Z Diese Grafen führten zulezt ihr Wappenmit dem boland'schcn gcviertet.

3. s- Falkciistcin. Nach Abgang dieses leztcrn Geschlechts F. 2.kam die Burg F. durch Erbtheilung an Melchior v. Daun (1456),welcher das neue Geschlecht v. F. (3.) stiftete, das im I. 1682im MannSstamme erloschen ist. sv. HZ Diese Grafen v. F. führtendas daun'schc u. boland'sche Wappen gcviertet. Bern.: In derGenealogie der Geschlechter F. 1.—3. dürfte noch Einiges aufzu-klären sein.

4. -s Falkciistcin, bayer. Dinastengeschlccht, das wahrscheinlichein Zweig der Fagana (s. d.) war, und das Stammhaus gleichenNamens am Eingänge des Unterinnthalö, oberhalb Nosenheim,hatte. Diese Grafen v. F. theiltcn sich mit den Grafen v. Wasser-burg (s. d.) in den Besiz des JnnthaleS von Hall bis Passau u.waren die Stifter des Klosters Weiarn, dem sie auch das Meisteihrer unendlichen Bcsizungcn schenkten. Das merkwürdigste Ucber-bleibscl der Falkensteiner ist ihr Codcr traditionum, welcher im KlosterWeiarn aufbewahrt wurde. Er stammt auö den Jahren 1166—89und enthält unerschöpfliche Quellen für die Geschichte des bayer. Adelsund Landes. Das Ende des Geschlechts war erschütternd, indem Si-boto, der lezte Graf v. F. (7. Okt. 1272), von seinem eigenenMinisterialen, Otto v. Brannenburg, im Bade erstochen wurde.

sM. B. VII: — Dachauer, Gesch. des Petersbcrges. Desselben Kronikvon Brannenburg u. Umgebung. — Hund I. 46 ff. — v. H.)

5. 's Falkciistcin. Die Dinasten v. F. (4.) hatten, wie dieß beiden meisten solcher hohen Geschlechter (s. z. B. Andechs, Edersberg w.),ein Dienstmannen- oder Advokatcngeschlecht ans ihrer Stammburg.Diese F. niederen Adels finden sich in Briefen dortiger Gegend von1166—1266 ff. häufig. sM. B. II. 286 ff. III. 11 ff.)

6. -s Falkciistcin, altbayer. Uradel. Ihr Stammhaus F.v or'm Wald, Niederbayern. Diese F. waren Ministerialen desHochstifts Passan. Primus: Kaihoch de F. 1176. PetrusFalk enstein er zu Falkeufclß urkundet 1466. Dieser Peter,oder ein gleichnamiger Sohn desselben, war der Lezte des Ge-schlechts um 1436. sM. B. XI. 516 sf. XII. 349 ff. - Hund I. 200.)

7. Falkciistcin, ein schwäb. Geschlecht, das des röm. ReichsErbkämmereramt besaß, von dem es an die Grafen von Hohen-zollern kam. Das Geschlecht, dessen Burgen an der Schilt achlagen, war ehedem sehr begütert und führte auch den Grafen-titcl; es thcilte sich, im 14. Jahrh. schon sehr herabgekommcn, indie v. F. und v. Kamst ein. Zwei Jahrhunderte später — um1553 — wußte man kaum noch, wo die Burg Falkenstcin gestanden.sGriesinger 376. — v. HZ Hichcr gehören vielleicht die BrüderJakob u. Joh. v. Balken st ein, welche 1272 in einem Brief desKlosters Olsberg, Elsaß, als Zeugen erscheinen. sMone III. 194ZIn gedachtem Werke finden sich noch Viele dieses Namens aufgeführt,und ich nenne hier nur einen Junker Konrat v. Falkenstain, welcher1466 mit dem Wappen Namstain siegelt. sMone VII. 149Z

8. -s Falkciistcin. In Niederösterreich Grafen, insoweitK. Rudolf II. zu Gunsten von Paul Sirt v. Trautson u. dessenNachkommen eine Grafschaft F. errichtete. Das Geschlecht der F.v. T. ist erloschen, sv. H. — v. Schönfeld, Ad. Schemat. I. 77.)

9. F Falkcnstci», in der Schweiz. Die Familie hatte ihrenNamen von der Burg F. unweit Solothurn, u. erlangte 1711die rcichsfrhrl. Würde, sv. HZ

16. -s Falkciistcin, am Harze. Der Ursprung dieses Geschlechtsverliert sich in der grauen Vorzeit. Man glaubt, daß die ehemaligenRitter v. Conradsburg im 11. Jahrh. eine Burg gebaut (nach-