Druckschrift 
1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
Entstehung
Seite
280
Einzelbild herunterladen
 

280

Diest Diet

von dem am Flusse Dem er, 3 Meilen von Tirlemont gelegenenStädtchen, Schlosse und Herrschaft. Sie sind im 15. Jahrh. f. Vondiesem Herrengcschlccht handelt am umständlichsten Kristof Jakob Kre-mcr in seiner Geschichte der Herren v. Heinsberg des jüngerenGeschlechts. Gießen 1786. 4., wobei er zugleich eine vollständigeStammtafel liefert. sHall. Litt. Zeit. v. 1828. Fahne II. 3t.Hübuer's Hist. VII. 396. v. Krahne I. 2431. Ganhe II. 163.Siebmacher II. 7. III. 17.1

2. Dicst, eine frhrl. Familie in den Niederlanden, deren Stamm-haus nebst Herrschaft D. zwischen Sichen und Halen liegt. ImI. 1687 bestätigte der Kaiser Leopold dieser Familie den Reichs-adelstand und Friedrich Wilhelm I., König von Preußen, stellte derFamilie ebenfalls ein AnerkennnngSdiplom aus. Eine Tochter ausdiesem Geschlechts, welche einen Grafen v. Sahn und Wittgen-stein heurathete, wurde 1743 zur Gräfin v. Diest erHobe». Friedr.Wilhelm v. D., kurbrandenbnrg. und der cleve- u. mark'-schen Ritterschaft Verordneter, geh. KricgSrath, erhielt 1688 ein Ritter-diplom. sR. T. A. R- Mschcnb. d. gräfl. Hänser 1837. 1848 u. f.

v. Ledebur I. 168. III. 237. v. H. Tr. de la Noblesse d'IItrecht.

- Ganhe I. 327. II. 169.)

Dietcn, f. Dietrich.

's Dictcnburg, eine uralte schwäb. Ritterfamilie, welche imwürtt. Oberamt Riedlingen ihre Burg hatte; 1364 lag sieaber schon in Ruinen. Das Geschlecht erschien bereits 1162 im Streitemit den Grafen v. Ver ing en. »Griesinger 246.)

1 Dictcnhaimcr (getheilt, oben ein Käfer wachsend), ein ulmerPatrizicrgeschlecht, auch in Bayern seßhaft gewesen. Das Wappenist 1563 durch Erbheurath der lezten D. an Hanns Rehlingergekommen, sv- Hefncr, baycr. Adel S. 53. T. 54. v. Stetten, angs-bnrg. Geschl. S. 87.) Vergl. unten Diettcnhalm er.

Diclciihcim, s. Dietmann.

1. Dictcrich, Johann Adam, NeichShofrathsagent, erhielt 1769ein Nitterdiplom. sR. T. A. N.)

2. Dictcrich v. Schönhofcn. Franz Josef D. wurde nebst seinendrei Brüdern 1773 in den Ritterstand mit v. S. erhoben.

ßR. T. A. R.)

Dieters, Georg, Reichshofrathskanzleischreiber, erhielt 1626 einAdelsdiplom und 1636 als Rcichshofrathsregistrator die Bestätigungseines Adelstandes. Man findet den Namen auch Di et erlin ge-schrieben. sR. T. A. R.)

-s Dictcrspcckh, altbayerisch, führten: Getheilt mit zwei ge-schrägten Aesten überlegt. sO. S.)

1. Dictfurt, niederbayer. Adel. Das Stammhaus Ober-dietfurt im Gericht Eggen selben. Chadalhoch de D. nebenAnderen von Adel als Zeuge in e. Brief des Klosters St. Niklas1135. Hainricus de Dietenvurt 11751265 im Traditions-kodcx von Sch eftlarn. sM. B. IV. 231. VIII. 423 ff.)

2. f Dictfurt, Dittfurt, schwäb. Uradel, schon sehr frühzeitig-s (Griesinger 247 sagt: im 12. Jahrh.), worauf ihr Erbe an diev. Nnßplingen fiel.

3. Dictfurt, Dittfurth, sollen halberstädt'scher Uradel sein,gehören gegenwärtig inHcssen zur schau m bur g'schen Ritterschaft.Sind auch in Preußen u. Bahe r n, in lezterem Lande als Frei-herren anerkannt am 12. Dez. 1837 u. mit Ober th er es begütert.Siebmachcr, III. 9, bringt auch ein gräfliches Wappen D. Wanndiese Standeserhöhung für eine jedenfalls wieder 's Linie stattgehabt,ist mir nicht bekannt. (v. Ledebur I. 170. III. 237. v. Hefner,

bayer. Adel S. 3l. T. 28; preuß. Adel S. 40. T. 48; Hess. Adel S. 7.T- 6. v. H., woselbst einige älteren Quellen aufgeführt sind.)

4. Dictfurt, Ditfurth, genannt Iicbcrt, kommen in neuester Zeitin Kurhessen vor. sv. Hefncr, Hess. Adel S. 7.)

-s Dicthui (im Schild ein Fähnlein auf einem Drciberg), nörd-linger Rathsgeschlecht. Thomas D. des Raths 1588. sO. S.)

1. j- Dicthcr v. Anwandcn und Schumich, nürnberger Patrizier.(Im Schild ein halber Wolf.) Sind 1819 im Mannsstamm und1846 auch im Weibsstamm f. sv. Volkamer, Handbuch.)

2. -s Dicthcr v. Urjlcin, salz bürg. Uradel. Der cdl vestCristof (?) D. v. U., -s 1515, liegt zu Hallcin. (Im Schild einIgel.) Virgil Dicthcr v. Schcdling, salzburg. Rath, Oberst-Berg- und Waldmeister, -s 1568. (Der Schild geviertet mit demIgel und einem Beil.) Balthasar D. z. Sch. und Sebastian D.v. Sch. erscheinen 1592 auf dem Landtag. sO. S.)

-s Dicthcrdt, Diethardt (im Schild zwei Trauben aus einem Drei-berg), alte pommer'sche Familie, die im I. 1862 erloschen ist.

fv-Zedlitz. Micrälins VI. 48. 344. Zedier VII. 877. V.Le-debur I. 168. III. 237. - Bagmihl II. T. Uli. - v. H.)

1. Dicthcrich, Dieterich, Theod., kais. Reichshofrath, wurde 1662geadelt. sR. T. A. R.)

2. Dicthcrich v. Schiirdinlmrg. Der pensionirte österr. Haupt-mann Wilhelm D. wurde im I. 1816 mit v. S. geadelt.

sM. v. M. 172. - v. H.)

-s Dicthoch. Georg D., genannt Lung zu Adelzhansen, inder bayer. Landtafcl 1476. sO. S.) Gehört vielleicht zu den spätemLung v. Plan egg (s. d.).

-s Diethochskirchc», finden sich unter dem bayer. Adel bis zum13. Jahrh. sRied, cod. dipl. p. 361.) Counradus de Diethohes-chirchin um 1196 in Briefen des Klosters Prifling.sM. B. XIII. 55.)

Dictl, August, österr. Hauptmann vom 2. Jäg. Bat., erlangte1855 den rittermäßigen Adelstand.sN. A. Zeit, von >855. Ocsterr. Milit. Schemat. v. 1856.)

's Dictlhcim, altbayeris ch. Das Stammhans D. im GerichtM ü hldorf. Fridcricus de D. übergibt im Namen einer edlen Frauzwei Leibeigene dem Kloster Au am Inn um 1156. sM. B. I. 177.)

-s Dietlhofen, altbaycr. Adel. Das Stammhaus D. im Ge-richt Weilheim. Lantfridus deD. nebst vier Brüdern v. D. stehenum 1186 im Kloster Pollin g'schen TraditionSkoder. sM. B. X. 31.)

1. Dictimnin ». Dictciihcim. Der kais. österr. Hauptmann Friedr.

Martin D. wurde im I. 1761 mit v. Dietenheim geadelt.sM. v. M. 172. - v. H.)

2. Dietmann v. Tranbcnbnrg. Die Brüder Josef und Emanuel

wurden im I. 1786 in den Ritterstand erhoben.sM. v. M. 105. v. H.)

's Dictmarspcrg, altbaycr. Adel, führte im Schild einen Wagenmit zwei Rädern. sO. S.)

Dictmai>cr, Adam, Stadtrichter zu Wien, wurde 1644 geadelt.sR. T. A. R.)

-s Dietmering. Das Stammhaus im Gericht Edersberg, Ober-baycrn. Chunraduö de Dietmeringen, testis in einem rans-h o f'scheip Brief um 1236. sM. B. III. 286.)

-s Dietraming, altbaycr. Uradel. Das Stammhaus war wclin der Nähe von Dietramszell vor'm Gebirge und ist jezt abge-gangen. Primus Dnrinck de Dietramingen um 1126 in au'-schen Briefen, und in raiteu Haslach er Briefen noch um 1146.Ebenso Wenzel 1136 u. Albero 1146. sM.B.1.217.11.279. III. 106 ff.)