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Dach — Dah
2. f Dachsbcrg. (In N. ein s. Dachs.) Pertoldus de Dachsperchtcstis in einem Brief des Klosters St. NiklaS 1185. Ulricus de D.,sivc Dachspergcr in inderstorf'schen Briefen 1197 ff. DießGeschlecht hat im 15. Jahrh. das Wappen der fi D. 1. zn dem seinenangenommen. Nach allen gewöhnlichen Angaben ist dieß Geschlecht,welches sich auch nach Oesterreich verbreitet hatte, 1597 erloschen.Auch ich war, dem Wig. Hund folgend, beim bayer. Adel dieserMeinung. Nun finde ich aber neuerlich im kurbaycr. Dekretcnbuch diemerkwürdige Angabe: „demnach dcS Johann Sigmund Dachspcrg,Landsasscns Vorfahren Lauth des in original! vorgewiscnendiplomatiö schon anno 1595 vom keiscr Maximilian glorwirdigstenAngedenkhens in den Herrn st an dt erhoben, also haben solchenHcrrustandt Jro Chstl. Dnrchl. (Mar Emanuel) abgedachtem JohannSigmundt und dessen Deszendenten, gleichfalls in Ihren Landten zufichrn am 2 Febr. 1685 gndst verwilligct". Hieraus geht zur Genügehervor, daß im I. 1685 noch D. in Bayern landsässig waren,die sich als Nachkommen der alten v. D. betrachteten u. das Original-Freiherrndiplom derselben besaßen. — Noch 190 Jahre später,im I. 1784, findet sich Joh. Nepomnk N. Frhr. v. D. auf Eggl-kofen, Rottcnwörth, Neneneich, Hernfelden, Ram-fels, Jnncrnzell u. Fron statten, kurfürstl. Kämmerer undVizcdom zn Bnrghansen, im bayer. Staatskalender aufgeführt.Mit ihm wird das Geschlecht wol auch erloschen sein, da sich bei derImmatrikulation in Bayern im I. 1399 ff. kein D. mehr gemeldethat. (M. B. IV. 271. XIV. tlg. 139 ff. — Hund III. — v. Hesner,bayer. Adel S. 2. Taf. 2. - Wisgrill II. 185.)
Dachscnbeckh, Taxenbeck, Derenbeck, ein ans Bayern stam-mendes, nun erloschenes Geschlecht. (Wisgrill II. 188—l90. — v. H.)
fi Dachstr, Dacchser, Tärer (aus einem Dreiberg wachsend einDachs), altbayerisch. Conrad Daechser und Andere seines Ge-schlechts in raitenhaslacher Briefen 1251 —1392. WilhelmDcachser in einem tegcrnscer Brief 1442. Georg D. noch1457. (M. B. III. 217. IV. 192. VI. 302 ff.)
fi Dachsfeldcn (Wappen: In Blau ein silb. Hahn), jezt imberncr'schcn Amte Münster, wird auch Tavamies genannt, hatseinen eigenen Adel gehabt, der im 16. Jahrh. ausgestorben. Heinrichv. D. oder v. T. 1284. Hanns v. D., Vogt zu Golden felß 1459,Johann, Domherr zu Basel, fi1492. Hanns u. Georg, die Leztenihres Stammes, lebten noch 1528. (Wurstiscn 6.)
Dachshölcr. Poppe de Dasholren tcstis neben Graf Heinrichv. Ricdcnbnrg für das Kloster Prifling um 1198. Die D. kom-men auch im Saalbuch des Herzogthums Bayern vom I. 1289 alsLchcnträger enhalb (jenseits) der Donau vor. sM.B. XXXVI. 382 ff.)Desgleichen im Saalbuch des Vizedomamtes Lcngenfeld v. 1326.Rupert Dachsholler als Lchcnträger von Witzleinsbrunn undHeinrich Dachshölrcr zu Pingarten und Neunlestorf (l. c.581. 586.) sM. B. XIII. 103.)
Dachsner, Tarncr v. Taren, ein im 16. Jahrh. ausgestorbenesösterr. Geschlecht. (Wisgrill II. 190 u. f. - v. H.)
Dackmeiler. Herr Markus Wilhelm v. D., knrbayer. Vogt zuKaster (Jülich) 1784. Johann Gottfried v. D. Nachfolger.(StaatSkalcndcr.)
Daczhkq v. Hcsstama. Mathias D. kam um das Jahr 1506 ausPolen nach Böhmen; sein Sohn Andreas wurde 1571 mit dem.Beinamen v. H. in den Stand des Adels erhoben. Von seinen Nach-
kommen erlangte Bernhard D. v. H. 1773 den Nittcrstand, unddessen Sohn Josef 1814 den Freiherrnstand.
(Taschcnb. der srhrl. Häuser 1818. 1853. — M. v. M. 41.)
Dadahovich v. Dukomlia. Gabriel D. v. V. stand 1857 als Lieute-nant im 6. österr. Inf. Reg.
Daddaz, s. Corseinge.
Dadciidcrg, rheinländ. Geschlecht, welches mit DietrichNollmann v. D. um 1632 erloschen ist. Die Familie war schonum 1468 im Rh ein lande begütert gewesen.
(v. Ledebur I. 156. — Fahne I. 75.)
Dahlie. Johann Kristof Wilhelm, Herzog!, brannschwci g'scherAgent im Haag, auch Kaufmann, ward am 1. Juni 1792 vomsächs. Reichsvikariat in den Adclstand erhoben. (O. S. — v. Wolfra-mitz Abth. 4. n. 17. — v. H. — Grote. — v. Ledebur III. 232.)
1. fi Dael, ein westfäl. Geschlecht, eigentlich Patrizier inSoest. Es führte in S. eine r. Greifenklaue; ist längst erloschen.
(v. Ledebur. — v. Steinen Tab. I-XI.)
2. Dael, ein adliches Geschlecht in Westfalen, welches in R.drei silb. Pfähle führt. Das Stammhaus D. befindet sich in der Graf-schaft Mark; dermalen blüht die Familie zuEyll. Im Domstiftezu Hildeshcim war dieselbe schon 1599 aufgeschworen.
(v. Ledebur I. 156. — v. Steinen Tab. XIII. n. 3. — Fahne II. 28. —Bernd Tab. XXVII. 54.)
3. Dael ». Köth-Wanscheid. Der Dr. L. D. in Mainz wurdeam 25. Febr. 1857 vom Großherzog von Hessen mit obigem Namenin den Frciherrnstand erhoben. (A. A. Z. v. 1857. - v. Hesner, Hess.Adel S- 16. Taf. 17.) S. auch Köth-Wauscheid.
Dämökc, eine adliche Familie, welche bei Neidenburg inPreußen seßhaft war; Vater und Sohn, gestorben 1775, sind vondieser Familie nur bekannt, (v. Zedlitz. — Biograph. Lex. aller Helden:c.
— v. Ledebur I. 157. III. 233.)
Dacmnt), Themritz, schles. und oberlausitz'sche Familie, diesich v. Disa (in der Oberlausiz) geschrieben hat.
(Grosscr's laus. Merkwürdigkeiten III. 53. — Sinap I. 382. II. 585.
— Gauhe II. 155. — v. H.)
Dämiäiig, Philipp Jakob, kais. Generalquartiermeisteramtsver-wescr u. Licnt., wurde 1629 in den Adclstand erhoben. sR. T.A. R.)
fi Dagcsoerde, Dagevocrde, ein 1615 ausgestorbenes lüneburg.Geschlecht. (Köhler's Abh. von dem zn Altotting verlobten silb. SchiffeTab. 2. n. 9. S. 29. — v- Meding I. 159. II. 725. — v. H.)
i Dagersheim, das Stammhaus im O.A. Böblingen, dominusHeinricuS de Dagresheim 1261 Keller des Klosters Herren-alb. (Mone 1.251.)
Dagslnirg, Darburg, altes Grafcngeschlecht, dessen Stamm-haus bei Elsaßzaber n. Albertus comes de TageSburc wird1228 bereits als quondam oder bezeichnet. sMone VII. 193.)Vergl. unten Leiningen.
Dagslctten. Albero de Dagesleten et silius ejus Albcrotes tes in einem Brief Kaiser Konrad's II. für das Kloster Prif-ling 1140. (M. B. XIII. 169.)
Dahslibcrch. Olrich de D. testis im falkensteiner Traditions-koder um 1160. Ich finde keinen Ort dieses oder ähnlichen Namensin Altbayern. (M. B- VII. 459.)
Dahl, Kristian, erhielt 1742 ein Adelsdiplom. (R. T. A. R.)
Dnhlbcrg. Ein von armen Eltern geborner S ch w c d e, NamensD., schwang sich aus seiner Dürftigkeit bis zum schwed. Feldmar-schall und am 11. März 1693 zum Reichsgrafen empor, starb 1793