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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Chal Chan

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1- Chalchcim. OndalricuS de C. wird 1163 als Ministerialedes Grafen Bertold v. Andechs aufgeführt. sM. B. VI. 181.)

-s Chalcntheim. Heinrich de C. testis in einem Brief des Erz-bischofs von Salzburg 1131. sM. B. I. 218.) War vielleichtein Caladin (f. d.).

Chalcs de Keanlicr, ein im Ermland seßhaftes, wahrscheinlichaus Frankreich stammendes Geschlecht. W. ? sv. Lcdeb. III. 225.)

1 ChalcM. Jakob Chenü de Chalesak, des Kurf. Friedr.III-von Brandenburg Kammerherr, erlangte 1695 vom Kaiser dieFreiherrnwürde, welche am 12. Mai 1699 von Brandenburg bestä-tigt wurde. Er starb 1791 ohne Nachkommen als sachs.-barby'-scher Hofmarschall. sv. Pillnitz, Nachr. I. 62. v- Zedlitz. Beck-mann VII. 189. Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat Abth. 2. S. 63. v. Ledebur I. 138.)

1- Chalong, gen. Gehle, ein brannschweig, und westfäl.Geschlecht, wie v. Meding, I. n. 148. III. S. 825, und Siebmacher,I. 185, unter Gelen angeben. Die Familie schrieb sich ehemalsSlon, gen. Gehle. Sie thciltc sich in drei Aeste, in: v. Chalo n,gen. G., v. C., gen. Amstel, und v. C., gen. Tribbe. Alle dreiZweige sind nun ausgestorben. Der Lezte von dem Zweige v. C.,gen. G., war der 1769 gestorbene kurpfälz. Oberhofmarschall u.kais. Kammerherr, Herr zu Hollwink cl und ffo im Fürsten-thumc Minden.

sv. Steinen, westfäl. Gesch., führt die Familie nicht an. v. H.)

-s Chalons, aus dem Stamme Oranien. Johannes de Ca-bil one (Chabillone) war vom Papst zum Bischof von Basel er-nannt, hatte aber Fehde darum mit Härtung Mönch, der ihm denBischofsstnhl streitig machte. Johann v. C. verschreibt sich 1327 demHerzog Albrecht von Oesterreich von 2599 Mark Silber, um da-mit seinen Nebenbuhler zu bekriegen. sMone IV. 377.)

Chalp. Ulricus C. steht neben Graf Friedrich von Zollernund Heinrich Truchseß v. Waldburg unter den Zeugen in einerUrkunde des r ö m. Königs Philipp für das Stift Walken rieb1199. sUrk. Buch f. Nieders. II. 39.) Ob er zu den vorstehendenbayer. Chalb oder, wie wahrscheinlicher, zu dem thüringen'-schen Geschlechtc der Kalb (s.d.) gehörte, will ich nicht entscheiden.

1. st Cham, ein Zweig des bay er. Dinastengeschlechts derGrafen v.H alß (Lenchtenberg) saß zu Cham in der Obcrpfalz n.nannte sich davon Grafen v. C. sHund I. 83.)

2. f Cham. Macelinus advocatuö de Kambe 1134 in einema s b a ch'schen Brief. Alramus deChambe testis in einem Herren-Kiemseer Brief 1198; steht unmittelbar nach Graf Konrad vonMoosburg. Vielleicht derselbe Alram, der scheu 1189 in alders-bach'schen Urkunden vorkommt. Es scheint, daß diese C. Ministe-rialen u. beziehungsweise Vögte der Markgrafen v. C. in der Ober-pfalz gewesen seien. sM. B. II. 357. V. 117.) Vergl. Camb.

3. Cham. Bernhard vom C., Bürgermeister zu Zürich, erhielt1566 ein Adelsdiplom und Wappenbesserung. sN. T. A. R.)

Cham, s. auch Voh bürg.

Chamarö, ein altes französ. Geschlecht, dessen ursprünglichesStammgut Harbuval in der Grafschaft Artois gelegen ist. Jo-hann besaß solches bereits 1112; mit ihm beginnt auch die ununter-brochene Stammreihe. Johann Baron v. Harbuval, ein Sohndes 1534 in span. Diensten stehenden Obersten Joh. v. H., erhieltden Beinamen Chamarö von einem chamarirten Waffenrock, dener in allen Schlachten trug. Sein Ur - Urenkel, Joh. Baptist Baron

v. H., gen. C., stand als Oberstlientenant in österr. Diensten u.erwarb Güter in Schlesien. Sein Sohn Johann Ludwig, kais.Kämmerer und Präsident zu Prag, wurde 1727 von K. Karl VI.in den erbl. Freiherr»stand und von der Kaiserin Maria Theresia1751 in den Grafenstand erhoben. sHyrtl I. 155. Sinap II. 325. Sicbmachcr, Suppl. VI. 4. Oestcrr. Wappenb. III. 58. ^ v. H.)

Chamliand de Charrier. Aus dieser alten aus Languedoc stam-menden Familie, deren Adel bei einer im I. 1672 vorgenommenenUntersuchung der Titel u. Würden der aus Frankreich in die preuß.Staaten eingewanderten Franzosen beurkundet und anerkannt wurde,sind viele Zweige aus dcu Häusern Chambaud de Charrier,C. de Bavas und C. de la Baume in preuß. Kriegsdienstengewesen. Peter v. C. v. Charrier wurde 1713 mit Grunow be-liehen. sv. Zedlitz. v. Ledebur I. 138.) Auch in Oesterreichsteht 1857 ein Ernst v. Chambaud als Licut. im 12. Inf. Reg.

Chambcau, Iwan, kais. russ. Staatsrat!) u. Hofstaatssckretärder Kaiserin, aus Berlin gebürtig, erhielt um 1332 ein prenß.Adelsdiplom, sv. Zedlitz. v. Ledebur I. 138.)

Chamdres, eine noch gegen Ende des 18. Jahrh. in Schlesien

vorkommende Familie, aus welcher Jakob C. 1699 in den böhm.

Freiherrnstand erhoben wurde,sv. L edebur I. 138. III. 226 unter ChamberiS.)

Chambricr. Diese Familie wendete sich auö Burgund im An-fange des 15. Jahrh. nach Neufchatel n. bekleidete seitdem hoheStellen im Fürstenthume. Friedrich Wilhelm I-, K. von Preußen,erhob schon 1737 einen v. C. in den Frciherrnstand. Vermuthlichwar der 1571 mit einer Adclsbestätigung begnadigte Claudius Phi-libert C., wie die Ncichstaxamtsrechnung sagt, der nächste Anhcrrdieser Familie. Am 3. Juli 1751 erhielt ein Lcgationssckretär v. C.

ebenfalls ein Frciherrndiplom. sv. Zedlitz. v. Ledebur I. 133.Dipl. Jahrb. für den preuß. Staat 1843. S. 319. v. Hcfuer, preuß.Adel S. 38. T. 46.)

Chamicr, ein in Pommern ansässiges, aus Frankreich stam-mendes Geschlecht, aus welchem seit dem 18. Jahrh. mehrere Offi-ziere in prenß. Kriegsdiensten standen,sv. Zedlitz. v. Ledebur I. 139. III. 226.)

Chamijso. Die Grafen und Herren v. C., ehedem Chamizzot,stammen aus Lothringen, und kommen daselbst um 1395 vor.Ein Mitglied hat sich nach Preußen gewendet u. eine deutscheLinie gegründet. Dieser ausgewanderte jüngere Sohn LudwigKarl Adelbert v. C. auf Boncourt, dem nun zerstörten Stamm-schlosse der Familie zeichnete sich als Schriftsteller und Natur-forscher aus rmd machte 1812 mit dem V. Kotzebue die Reise umdie Welt. Er starb 1838 uud hinterließ mehrere Söhne.

sv. Zedlitz, wo eine ausführliche Beschreibuug zu finden ist. Gelehrte«Berlin 44. Chamissv's Werke I. 5. Encyclop. d. deutsch. Natioual-Littcratur II. I.Lief. S. 13. V.Ledebur I. 139.)

Champagnicr, Mathias, kais. Ingenieur und Oberstlieutenant,wurde 1699 in den Adclstand erhoben. sR. T. A. N.) ,Jm österr.Dienste kommt der Name 1836 nicht mehr vor.

Champion de Crcspigliq ; scheint eine Familie von französ. Ab-stammung zu sein. Albert C. v. C. stand 1857 als Hauptmannim 38. österr. Inf. Reg.

Changcur. Johann le C., bischöfl. mctz'schcr Rath, wurde 1614geadelt. sR. T. A. N.)

Chanovski v. Langcndors, ein böhm. Geschlecht/ dessen Stamm-name Langendorf ist. Es soll mit dem ersten Herzog nach B ö h-men gekommen sein. Schon 1159 soll sich Jesko v. L. bei der Er-

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