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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Campa Campe

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K. Friedrich II. von Preußen anerkannte und erneuerte, fv. Zedlitz.

v. Ledebur I. 131st Die Familie ist in Preußen erloschen.

st Campani, tiroler Geschlecht, führten in R. einen halbensilb. Gemsbock. fO. Sst

st Campanini. Die Wittwe des verstorbenen preuß. Präsiden-ten v. Cocceji, eine geb. v. C. (eigentlich Barbarini), wurde am6. Nov. 1789 von Preußen zur Gräfin v. Campanini erhoben.

sv. Zedlitz. Vchsc, Gesch. des preuß. Hofes und Adels IV. 53.o. Ledebur I. 131, woselbst auch das Wappen angegeben und beigefügt ist,daß gedachte Gräfin v. C. aus ihren Gütern ein Fräulcinstift inGlögangestiftet habest

Campano v. Scrano. Der Doktor der Arzueikunde A. C. zu V e-ncdig wurde 1841 mit v. S. in den österr. Adelstand erhoben.(A. A. Zeit. v. 184 Ist

1. st Campe, eine längst ausgestorbene alte rittcrbürtige Familieim Herzogthume Braunschweig, womit die ebendaselbst noch1836 blühenden Familien gleichen Namens nicht zu verwechselnsind. Man findet sie in alten Urkunden de Campe, de Kampen,auch de Campo u. deCampiS geschrieben. Sie erscheint 1186u. f. (Ob hier nicht eine Vermengung mit den C. v. Deensenstattfindet?) (Dassellsche und Einbcck'sche Chronik I V. Buch S. 183.Ludwig, Reliq. monastorum IV. 35. Scheid, cod. dipl- p- 578. Leuck-fcld, antiq. Pocldens. p. 297. n. 27. Orig. Guclf. IV. in pracf. p. 13.21. 594. Pistorii Amoenit. hist. jurid- VIII. p. 2357 cts. Leuck-feld, antig. Michalstein. p. 45. not. gg. Gvttingen 'sche Chronik I. 61.Lenz, Becmann. suppl. p. 73. Trad. corbej. p. 935. 936. n. 486.Schmidt, Beitr. zur Gesch. des Adels II. 393.)

2. Campe, österr. Adel. Adalbert v. C. war 1857 Hauptmannim 53. k. k. Inf. Reg. Ob diese Famile mit einem der nachfolgen-den norddeutschen Geschlechter v. Campe, Campen, in Verbindungsteht, ist noch zu untersuchen.

3. Campe ans Deensen und Stadt-Oldendorf, ein altes braun-schwcig., von den andern Geschlechtern v. Campe oder Campenverschiedenes Geschlecht, dessen schon lange vor 1186 in annalibuscorbeiensibus (Leibn. T. III. p. 366) gedacht wird. Bodo soll 1186gelebt haben. Seine Nachkommen, namentlich Jan od. Johann undGort II. , theilten 1561 ihr väterliches Erbe dergestalt, daß JohannStadt Oldendorf». Giesenberg, Gort aber Deensen bekam.Hierdurch entstanden zwei Linien, die oldendorfcr u. die deenser.Der oldcndorfer Zweig zerfiel 1764 wieder in die oldendorferund giesenberger Linien; nach dem unbeerbten Ableben diesertheilendcn Brüder fielen Oldendorf und Gieseuberg an dendeenser Ast. Dieser Stamm blüht bis in die neuesten Zeiten fort,und Mitglieder desselben haben sich mehrfach mit denen v. C.-Isen-büttel verschwägert. Das Geschlecht führt: Gespalten, vorne ge-schacht, hinten leer. fv. Ledebur I. 131. Sicbmachcr I. 179. n. 7.

Steffens, Geschl. Gesch. der p. Campe 132142. Letzner's dassel'scheChronik 199. v. Meding I. n. 141. III. 824. v. Hst

4. Campe, Campen, aus Isenbüttel und Wettmarshagcn, eine derältesten adl. Familien im Lüneburg ischcn u. Braunschwei-gischen, welche in den frühesten Zeiten den Namen Blankenburgführte, und wahrscheinlich den Namen C. von dem zugefallenenSchlosse dieses Namens angenommen hat. Die ununterbrocheneStammrcihe beginnt mit Ludolf v. B., der im I. 1163 Truchseßdes Herzogs Heinrich des Löwen war. Seilt Urenkel Balduin I- v. B.führte zuerst um 1221 den Namen C. und war ebenfalls Truchseßdes Herzogs Otto des Kindes von Braun schweig. Daö Geschlechttheilte sich in mehrere Linien, als in die v. C. zu Campe, in diezu Bodenteich, st 1666, in die zu Nendorf oder Neindorf,

ferner in den herlingberg'scheu, lewenberg-gcrsdorf'schcn und

den clbingerodischcn Zweig. Die Familie führt in R. einen eckig

gezogenen Balken. fSpcner, histor. ins. p. 147. 328 zc. v. MedingI. u. 142. v. d. Knesebeck. Grote. Steffen, Geschl. Gesch. d. Hausesv.C. auf Isenbüttel 1783. N. gen. Hdb. v. 1778; Nachtr. I. Th. S. 22 u. f.Nachtr. II. 6. v. Krahne I. 139. 335. Pfcffinger I. 3 u. f.Schmauß, Ehrengedächtniß Ernst Friedrich Vollrath's v. Campe, in hist.dipl. Gandcrsh. p. 1941. 1554. Ahnentafel bei König I. 882. III. 76.

Zedier V. 465. v. Ledebur I. 131. Siebmachcr I. 179. u. 6.Hamrövr. Staatshdb. v. >836. v. Hefner, mecklcnb. Adel S. 7. T. 4.f

5. Campe aus Kirchbcrg , ein jüngeres, im Braunschwcig'schcn mit iKirchberg ansässiges Geschlecht. Dr. Daniel C. erhielt im 1.1621vonr Herzoge Friedrich Ulrich von Braunschwcig Hauö und Gut K.(womit schon 1547 vom Herzoge Heinrich von B. seine beiden natür-lichen Söhne Heinrich Dürdank Eitel u. Karl Heinrich belehnt gewesen,das aber 1597 wieder heimgcfallen), wie auch das Dorf Ildehausen

zu Lehen, und wurde von Kaiser Leopold I. geadelt. Sein Vater sollThomas v. Campen, Rath bei dem Grafen v. der Hohe, gewesensein, sein Großvater Daniel d. alt. v. Campen, u. sein UrgroßvaterFlorus Clären geheißen haben. Ein Sohn des Daniel v. C. auf K.war unter Anderen der bekannte Thomas Ludolf v. C>, gest. 1681,welcher die Äbtissin zu Gandersheim überfallen u. seiner Lehen ver-lustig erklärt wurde. Des Leztercn Bruder, Joachim Wilhelm v. C.,sezte den Stamm fort. Schild: Ein Arm aus Wolken kommend hältein Schwerdt, um das sich eine Schlange windet.

(Stessens, Geschl. Gesch. des HauscS v. Campe 151 156. Schmidt,Beitr. zur Gesch. des Adels II. 395. Harenberg, hist. dipl. Gandcrsh.p. 153., Tab. 39. n. 21. v. Krohnc 149. v. Meding l. n. 143. v.Hst

6. Campe aus Vjkcrstadc, eine im Herzogthume Bremen seß-hafte, alte adliche Familie zu Aschwarden, welche sich, wie esscheint, in zwei Linien getheilt hat, die etwas weniges von ein-ander abweichende Wappen führten. Die v. C. oder Campen inOst erfinden führten im Schilde eine s. Straße und in derselbendrei Wolfsköpfe; die v. C. auf Aschwarden, in Bremen, imbl. Schilde eine s. Straße mit drei r. Huudököpfen. Sie kommenschon 1318 als rittcrbürtig vor, und blühten noch um 1836.

(Mußhard 179. v. Meding I. n. 149. Zeiler, topvgr. Sar. inf.

Steffens, Geschl. Gesch. des Hauses v. Campe 156 158. Hannöor-Staatshandbuch von 1836. o. Hst

7. Campe zu VvjWihagen. Es wird d cses mit den anderen

Familien v. C. nicht zu verwechselnde Geschlecht als eines der ältesten

in Niedersachsen angegeben; sein Stammhaus P. liegt im Calcn-

berg'schen. VormalSim 13. Jahrh. und früher sollen diese

v. C. Edle Herren v. Lo oder Lohe geheißen und die Burgen

Bordenau, Lüneburg und Lockhauscn besessen haben, die

im 13. Jahrh. aber zerstört worden. Dieses bedarf aber noch eines

näheren Beweises. Sicherer soll sein, daß diese v. C. aus der Burg

Lüneburg stammen, einer Burg, die nahe bei dem jezigcn Schlosse

P. lag. Das Erbbegräbnis) der Familie befindet sich übrigens noch

in Bordenau. In neuerer Zeit» 1747 am 24. Mai starb

zu Hannover aus diesem Hause Kristian Wilhelm v. Campen,

General en chef der Infanterie, und ward zu B. zur Erde bestattet;

er war Erbherr zu Poggenhagen, Egerdorf, Wundstorf

und Neustadt. Die Familie führt im Schilde einen Löwen über

3 oder 4 Pfählen und besaß ehedem das Schcnkenamt des Klosters

WUnstor f. (v. Meding I. n. 145. Steffens, Geschl. Gesch. d. Hausesv. Campe 143151. v. Ledebur I. 131. v. Hst

1. Campen. Der Rathsherr u. nachhcrige Scholarch, EberhardC. zu Hamburg, wurde von K. Leopold in den Adelstand erhoben.

(Jöcher, Gel. Ler- I. 1699. Vielleicht Siebmacher IV. 39st