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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Brod — Brog

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Kaiser Leopold in den Adelstand erhoben. Der Erhobene war derSchwiegersohn des Kanzlers, dessen Vater und Großvater Bürger-meister, jener zu Lauing, dieser zu Höchst adt, und beide hattengoldene Ehrenketten erhalten. Ein Ur-Ur-Enkel, Georg KristofWilhelm, geb. 1771, war kurpfalzbayer. Hofkammerrath in Amberg.sv. Lang 305. — v- Hefner, bayer. Adel S. 7l, T. 78.)

Drody v. Poninski, ein p oln. Geschl., gegrast 1840 von Preußen,eingetragen in die bayer. Matrikel 1841, wo ein Mitglied der Fa-milie begütert ist. (v. Hcfner, bayer. Ad. S. 8. T. 2 ; Nachtr. S. 1. 9-1

1. DrodM, eine im Kreise Posen angesessene adliche Familie,sv. Zedlitz. — v. Ledebur I. 108-1 W.: Nalencz.

2. Drodski, ein zweites Geschlecht dieses Namens, gehört zumpoln. Wappen Czasza. sv. Ledebur.)

Drö, Michael, aus Brüsse l, wurde 1729 geadelt. (R.T.A.R.)Die Familie ist jezt in der R he i n p r ov inz seßhaft. (Fahne II. 20.

- v. Ledebur I. 108. - v. Hefner, preuß. Adel S. 37. T. 44.)

st Dröüstl, bayer. Geschlecht, führten ein nagendes Eichhörn-lein auf einem Dreiberg. (O. S.)

Drück, niederländ. Grafen, von welchen ein Mitglied beiTrier wohnt, (v. Zedlitz.) Eigentlich heißt die Familie, welchebei Saarbrück seßhaft ist, van den Bröck. (v. Ledebur I. t07.III. 218. - Fahne I. 54. II. 20. — Bernd 21. T. 18. — v. Hefner,preuß. Adel S. 4.)

st Drücker, eines der ältesten pommer'schcn Geschlechter, auswelchem zuerst Gerhard um 1311 bekannt war. Mke B. war 1457des Herzogs Joachim in Pommern Hofrath. Die Familie isterloschen. (Gauhe I. 191. — Zedier, Suppl. IV. 702. 1455. — Grund-mann 20. — V .Zedlitz. — Sicbmacher III. 165. — MicrMus VI. 469.

- Bagmihl II. Tab. 1. 8. — v. Ledebur I. 107. III. 217, welcher dieFamilie nicht als erloschen bezeichnet. — v- H.)

1. Dröl, ein uraltes Geschlecht, von dem Fahne I. 53 Wappenund Stammtafel gibt. Dasselbe, welches im 15. oder 16. Jahrh.erloschen zu sein scheint, war zu Brill (Broil) bei Andernach seß-haft und führte 14 r. Münzen in Gold. Es erscheint schon 1093;Johann war 1264 Burgmann zu Pyr m out; Konrad, Knappe 1316,trägt Burg, Thurm, Pforte w. und das Gericht im Thal dem Mark-grafen Wilhelm von Jülich 1338 zum OffenhauS auf. Elsa, ver-mählte V .Vlatten, lebte noch 1476.

2. st Dröl, genannt Plater. (Gold und schwarz fünfmal getheiltmit einem r. Schrägbalken überlegt.) Im 18. Jahrh. ist die Familieausgestorben; sie nannte sich v. dem Bröl, Brüle, Broyle, undwar zu He mm er de auf Schloß Bröl gesessen; den NamenPlater fügte sie dem ihrigen bei, als sie die Güter der um 1300abgestorbenen Familie v. Plater geerbt hatte. Es scheint, als obsie auch das plater'sche Wappen zu dem ihrigen gemacht hätte. Diev. dem B., gen. P., bauten im 16. Jahrh. das Schloß Westhein-nrer de, welches beim Absterben der Familie um 1712 durch Heu-rath der lezten Erbin an die Voigt v. Elspe gelangte. DiesesSchloß W. bei He mm er de ist zu unterscheiden vom Schlosse W.bei Lünnern.

(v. Steinen II. 831. Tab. XXX. n. 4. — v. Ledebur I. 108.)

Dröliimim, Johann und Balthasar, Brüder, kais. Kammerdiener,erhielten 1630 einen Adelöbrief. (R. T. A. R.)

st Dröllhöser, Brollhofen, kamen unter Albrecht, erstem Herzogin Preußen, aus Böhmen nach Preußen; von da wendeten sichEinige nach Liefland. (V.Zedlitz. — v. Ledebur I. 103. III. 218.)

1. Dröm, Alois, Gutsbcsizer zu Feldorf, wurde am 9. Juni1826 in den Württemberg. Adelstand erhoben. (Archiv f. Gesch.,Gen. -c. — v. Hefner, württ. Adel S. 15. T.19; Erg. Bd. S. 35.)

2. Dröm, ebenfalls in Württemberg, erlangte 1826 gleich-falls den württ. Adelstand. (v. Hefner, württemb. Adel S. 15. T. 19.)

Drömcr. Der kaiserl. russ. Minister v. B. wurde von KaiserKarl VII. in den Frcihcrrn - und darauf in den Grafcnstand er-hoben. (R. T. A. R.)

Drömst, Brümsen, Brömbsen. Diese Familie, welche sich früherauf ihrem Gute v. d. Netze aufgehalten, zog 1281 in die StadtLüneburg, und dann auch nach Lübeck. Aus ihr wurde am12. Juni 1532 den Gebrüdern und Vettern, die B. genannt, Pa-triziern zu Lübeck und zur dortigen Zirkelgesellschaft gehörig, vonKaiser Karl V. der Adel bestätigt und erneuert, und bei einem Be-suche des Bürgermeisters Nikolaus B. in Brüssel demselben derRittcrstand mit der Erlaubniß ertheilt, den zweiköpfigen Adler insein Wappen zu setzen. Nikolaus Dietrich v. Brömbsen ward 1687von Kaiser Leopold I. in den Freiherrnstand erhoben. Einer des Ge-schlechts kaufte sich um 1660 mit Burggrub in Franken an, undwurde in die dortige Ritterschaft, Kanton Stcigerwald, aufge-nommen. sv.d. Knesebeck. — Büttner. — Lünig's Reichsarchiv. — GartheI. 192. — Praun 56. Th. S. 756. 771. 773. 776. — Siebm. III. 193.5. 6. — Grote. — v. Ledebur III. 218.)

st Drömstr v. Nüdcsheim. Gisclbertus dictus Brumezere, Wil-helmus et Fridericus fratres, milites de Rüdensheim, und nebenihnen der Ritter Konrad, gen. Rind v. Rüdesheim, verkaufenihre Lehen und Güter zu Nu ittel sheim (GermerSheim) an denDeutschorden zu Haimbach 1250. (Mone V. 431.) Das Geschlechtwar mit dem Erbtruchsessenamt des Erzstifts Mainz belehnt, wurdeam 29. Okt. 1651 in den Freiherrnstand erhoben und erlosch mitHeinrich Frhr. B. v. R., kurmainz. Rath u. Gesandten in Osna-brück, 1668 im Mannsstamm. Das Wappen haben die v. Petten-dorfs 1695 angenommen, (v. Hefner, preuß. Adel S. 34. T. 40 unterBettender ff- — Siebmacher I. 123. — Zedier IV. 1457. —' v. Bie-bing III. n. 108. — Gottschalk, die Ritterburgen Deutschlands V. 211. —v. Hattstein I. 44. — Humbracht Tab. 159. Dieser irrt übrigens in seinenAngaben. — Gauhe I. 191. — Bucelini P. II. Scct. II. 93. — v. Le-debur I- 108. — v. H.)

Drün. Im I. 1852 stand ein Major v. B. im preuß. Heere,(v. Ledebur I. 108. III. 213.)

Drüsamer, Johann Augustin, kais. Generalkriegskommissariats-Sekretär, erlangte 1706 den Adclstand. (M. v. M., Erg. 253. — v.H.)

Drüsicke, Brösigke, besaßen im 1.1451 Görtz im Westhavel-lande. Heinrich B. war kurbrandenb. Amtshauptmann der AemterGiebichenstein u. Querfurt um 1530. Sein Sohn Friedrichauf Breiteufeld war kursächs. Oberhofgerichtsbeisizer zu Leip-zig, und Maximilian B. auf Pahren im 1.1661 Kanonikus zuBrandenburg, (v. Zedlitz. — Gauhe I. 192. — Siebmacher I. 177.— Dithmar, wo geneal. Tafeln zu finden sind- — Zedier IV. 193. —Weinart, Lit. d. sächs. Gesch. II. 516. - V .Ledebur I. 109. III. 218. - v.H.)

Dröskc. Friedrich August v. B., k. westfäl. Oberstlieut., warvom König von Westfalen als adlich anerkannt worden. Sein Sohn,blieb in einem Treffen, (v. Ledebur I. 109.)

Drag oder Les)c)yc, Leschitz, ein angesehenes großes Geschlechtin Polen, dessen Name nach dem Wappen Brog, i. e. Strohdach,oder umgekehrt das Wappen nach dem Namen gebildet ist. Die Fa-milie ist sowol in Polen als auch in Schlesien in vielen Zweigenverbreitet. In Polen heißt dieselbe Brog (Schoppen) od. Leszczyc.