Branb -
1258 Dicnstmanncn der Kirche zu Bremen. Gert v. B. lebte 1383;Lüder v. B. 1469. Johann v. B. war 1483 Abt zu Stade. Im I.1488 war Otto v. B. Vikarius zu Burtehude; 1518 starb Ottov, B. als Domherr zu Bremen. Im I. 1614 war nur noch Einerdes Geschlechts, nämlich Dietrich v. B., übrig, der keine Besizungenmehr hatte, zu Stade lebte, und wahrscheinlich ist das Geschlechtmit ihm ausgegangen, fv. Meding III. u. 36. — Siebmacher III. 132.
— Muhhard 67. — v. H.)
1 Dranlnirg, Vasallen der Grafen v. Vaihingen; kommenvom 13. bis 15. Jahrh. vor. fv. Hefiicr, 1 schwäb. Adel S. 10. T. 24
Dranca, stammen aus dem Mailändischen und kamen mitdem Kardinal Theodor v. Bayern nach Bayern. Joh. Georg,geh. Rath u. Kabinctssekrctär des Kardinals, zulezt bayer. geh. Ober-landesregierungsrath, erhielt für sich u. seinen Bruder, den kurfürstl.Leibarzt, 1775 ein Adelsbestätigungsdiplom, und 1799 wurden dieSöhne des Joh. Georg vom rhein. N.Vikariate in den Frciherrnstanderhoben. Die Nachkommen de§ Leibarztes verblieben im Adelstande.
lv. Lang 164. .166. — v. Hefner, bayer. Adel S. 28. Taf. 24; S. 76.Taf. 77. — v. H.)
Drancke. Der sächs. Prcmicrlieutcnant, später Postmeister undHauptmann in Kothen, Wilhelm Gottlieb B., wurde am 14. Aug.1799 vom kursächs. Reichsvikariatc in den Adelstand erhoben. SeineSöhne stehen im preuß. Heere. Wappen; Ein Schrägbalken mitzwei Korallenkränzen belegt. fGrafv. Beust, sächs. Staatsanz. H. 1. —E. S. v. Ledebur l. 984
Dranconi, ein adliches Geschlecht, welches ans Italien stammtu. aus welchem sich ein Zweig nach Halberstadt wendete. FranzAnton Salv. v. B. war prenß. Kammerherr u. anh.-dessau'scherReisestallmeister; er starb 1827. Die Söhne stehen in k. prenß.Diensten, so. Zedlitz. — v. Ledebur I. 964
Drancsvano, ein österr.-italien. fürstl. Geschlecht. GregorFürst v. B. war 1857 Rittmeister beim 4. k. k. Ul. Reg.
1. Drand, Brandt, werden zu den ältesten Familien inSachsen und in Thüringen gezählt. Sie führen einen schräg-gelegtcn Brand im g. Schild. Die Familie besaß Brand, Boden-stein, Gleina, Drackendorf, Kehrditz, Stützerbach u.a.m.Ihr Ursprung verliert sich im grauen Altcrthnme. Man findet schonRudolf n. Agnes v. B. in Urkunden vom I. 1244. Heinrich v. B.lebte 1333, Debizsch v. B. auf Schreckenstein 1496, n. Friedrichv. B. begleitete 1536 die Leiche des Kurf. Friedrich von Sachsen.Die ordentliche Stammreihe beginnt mit Friedrich v. B. auf Boden-stcin. Von seinen Nachkommen stand Wolf Heinrich auf Kehrditzum 1619 als Kricgöhanptmann in böhm. Diensten; Erasmus war1697 sächs. Gesandter zu Frankfurt, Joh. Fricdr. auf Gleinasächs. Abgesandter am kais. Hofe im Anfange des 18. Jahrh-
(König II. >75. — Estor, Ahncnprobc 335. — Siebmacher I. 159. —
— v. Meding III. n. 97. — Gauhc I. 164. — Bucelini IV. 89. —v. Ledebur I. 96.) Vergl. Brand 12.
2. 's Drand, cin schles., 1598 und später vorkommendes, abererloschenes Geschlecht, wie v. Ledebur I. 96 anführt. Wappen?
3. Drand, ein westprcuß. Geschlecht, sv. Ledebur III. 213.)4- fi Drand (zwei Brände nebeneinander auf einem Dreiberg),
ein basler Geschlecht. Theodor B., Bürgermeister zuBasel, hatdes Herzogs Kristof von Württemberg Töchterlein, so diesem ansder Flucht in Basel geboren worden am 14. Jan. 1547, im Namender Stadt aus der Taufe gehoben. sWurstiscn 629.)
5. Uraiid, Brandt, ein in der Mark Brandenburg blühendes
- Brand 165
uraltes Geschlecht, welches sich nach Pommern und Preußenverbreitet hat, und selbst nach Polen, wo es unter dem NamenBrand Ski vorkommt. Dasselbe führt in S. einen r. Hirschrumpf.Heinrich v. B. wird 1343 als Bischof zu Lcbus angeführt; Lau-rentius war 1441 pommer'scher Kanzler; Friedrich v. B. ansHermsdorf n. Bln mensel de lebte am Schlüsse des 16. Jahrh.Sein Sohn Kristian hinterließ 7 Söhne, welche sämmtlich die höch-sten Ehrenstellcn in Kurbrandenbnrg bekleideten. Des fünftendieser Brüder — Eusebius — Sohn Kristof wurde 1733 Botschafteram kais- Hofe. — Ahasverus v. B., aus einem anderen Zweige,war um 1639 Prenß. Obermarschall und kurbrandenbnrg.geh. Rath, und Peter v. B. um 1646 schwed. Gencralkricgs-kommissär. Er erlangte von der Königin Kristine von Schweden denschwed. Adclstand. (S. unter Brand 6.) fv. Meding III. n. 99.
— Dicncmann, vom Johann. Orden S- 26 l. n. 6. — Sicbm. I. 176. —Gauhc I. 167. — Vehsc, Gesch. des preuß. Hofes n. Adels. — v. LedeburI. 96. III. 2134
6. Drand, Brandt- Peter v. Brandt, schwed. Generalkriegs-kommissär, der im Bremen'schen begütert war, wurde um dieMitte des 17. Jahrh. von der K- Kristine von Schweden in denschwed. Adelstand erhoben. Er soll aus dem märk. Geschlcchte
dieses Namens stammen. sPratjc, Altes n. Neues aus dem Herzogth.Bremen VII. 222. — v. Meding III. n. 166. — v. d. Knesebeck. —S. Brand 5. — Gauhe I. 168 am Ende.)
7. Drand, Brandtcn. Heinrich Wulf v. Brandten soll eben-falls aus dem adl. Geschlechte der v- B. aus der Mark Branden-burg stammen, stand als Korporal in österr. Diensten, ward vonden Schweden 1631 gefangen, nahm bei denselben Dienste, ließ sichspäter in Liefland nieder, u. ward Vorstand der Stadt Wolmar.Seine in Liefland gcborncn 3 Söhne, Joh. Hermann, Heinrichund Joachim Friedrich, wurden am 19. Juli 1699 in Schwedengeadelt. (Wäre ihr Vater von adl. Geschlechtc gewesen, so würde keineAdeisertheilung stattgefunden haben, sondern nur eine Eintragungin die schwed. Matrikel.) Ihr Wappen ist jenem der v. B. in denMarken ziemlich gleich, nämlich ein Tannenhirschrnmpf natürl-Farbe in S. Nur Johann Hermann, Kapitän, sezte den Stammfort u ist der Stammvater des liefländ. Geschlechts v. Brand.
8. Drand. Zwei Söhne eines v. Brandt, welcher der KroneSchweden gute Dienste geleistet hatte (vielleicht ein weiterer — äl-terer — Sohn des Heinr. Wulf unter 7.), wurden 1691 von Schwe-den geadelt, nämlich Heinrich Johann, 1799 Oberstlieutenant derösel'schen Dragoner, gest. ohne Söhne, n. Nikolaus, 1791 Kapitänder ösel'schcn Dragoner; auch er hinterließ keine Erben. Das Wap-pen gleicht dem unter 7. angegebenen, und stimmt mit dem Wappendes märk. Geschlechts B. 5. bis auf die Stellung überein.
sSlebmacher I. 176. — Hupel, liefländ- Adclsgesch. 594.)
9. Drand, Johann Friedrich Wilhelm, k. preuß. geh. Rath,wurde 1749 vom Kaiser geadelt. In demselben Jahre erlangte Joh.Heinrich B., fürstl. Mecklenburg. Amtmann zu Verden, den Adel-stand. (Vielleicht waren es Brüder.) sR. T. A. N.)
19. Drand, Brandt, Heinrich, preuß. Kapitän, wurde vomK. von Preußen am 23- April 1819 geadelt.
sA. N- Zeit. — v. Ledebur I. 98. — Preuß. Wappenbuch II. 89.)
11. Drand, Friedrich, Gencrallieut. in Württemberg, er-langte am 18. Okt. 1841 die Freihcrrnwürde. (Archiv für Gesch.,Gen. u. Dipl. 1847. S. 87.) (Er hatte in Folge des Milit. Verdienst-ordens den Personal-Adel.) (Tyrvff, württ. Wappb. IV. — v. Hefner,württ. Adel S. 5. Taf. 7.)