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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Boz — Bra

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DliMlinq v, lig-SMclq. Stefan B,, kais. Rittmeister, erlangte1771 mit v. U.-S. den Adel. (M. v. M., Erg. 250. — v. H.)

Ao)i> v. Ilolcnsctd, Johann Peter, kais. Oberstlieutcnaut, wurdeim 1.1767 in den Frciherrnstand erhoben. (M. v. M., Erg. 47.)

Do)M. Aus diesem ungar. Gcschlechte stammte der 1835 alsSubstitut der graner Gcspanschaft angestellte Johann v. B.

Bo))i v. Vroliwsiii. Der kais. L sterr. Gouvcrnementsrath J.B.B,v. O. wurde 1846 in den Ritterstand erhoben. sA. A. Z. v. 1846.)

Do-zo, kaiserl. Feldkanzleidirektor, erhielt 1678 den Ehrentitel:Edler Herr von. sR. T. A. R.)

Nnmh, k. preuß. Artillerichauptmann, erlaugte am 5. Juni1798 bei Gelegenheit der Huldigung in Breslau den Adel,(v. Ledebur I. 95. — v. Zedlitz. ^ Preuß. Wappenb. It. 89. — v. H.)

st Drnbmitsky, auch Choliran genannt, stammten ursprünglich ausPolen, woselbst sie den Namen Bawic) führten. Ein Sprößlingder rawicz'schcn Familie wendete sich um 1485 nach Schlesien,erwarb daselbst das Gut Brabantitz, zur troppau'schen Ritterschaftgehörig, und nachdem er seinem älteren Sohne seine Güter im Sen-de mir'schcn überlassen hatte, übergab er solches 1516 seinem jün-gern Sohne Johann, welcher den Namen davon annahm. Die Fa-milie blühte noch im I. 1666, scheint aber nun erloschen zu sein,

da weder v. Zedlitz, noch v. Ledebur derselben erwähnen.

(Sinap 1.29t. ^ v.Medingll.n. ll6.— Gauhell. I3l unter Chobran.)

Drabliec, österreichisch. Alfred V.B. war 1857 Lieutenantim 7. Gend. Reg.

st Vrabcck auf Zödcr, im Hildesheim'schen, ein altes gutesGeschlecht in Westfalen, dessen Stammschloß gleichen Namens un-fern Dorsten liegt. Bcrudt v. B. kommt 1237 in Urkunden vor.Ebenso Werner v. B., Ritter, 1256; im I. 1365 Thcodorich v. B.Die ordentliche Stammrcihe fängt mit Walter v. B. au, der 1465mit dem Hause B. belehnt wurde. Die Familie theilte sich — nach-dem Johann v. B. 1596 mit Lemathc, Franz Dietrich um 1666mit Vogelsang belehnt und Lohausen um 1676 erworben wor-den, in die 3 Linien zu Lemathe, zum Vogelfang und zumLohause. Georg v. B. war 1556 Hauscomthur zu D ü n naburgund hielt sich zu Mi et an in Liefland auf. Jobst Edmund wurdeam 7. Juli 1688 zum Bischof in Hildesheim erwählt; JohannArnold war 1676 Oberst-Stallmeister zu Hildesheim u. Erbmar-schall; Franz Dietrich wurde um 1686 Oberst-Stallmeister bei demBischöfe zu Minister. Wann die Familie in den Freiherrnstanderhoben worden, ist nicht sicher bekannt, aber 1864 wurde der Frhr.Moriz v. B. vom König Fricdr. Wilhelm III. von Preußen bei derHuldigung in den Grafcnstand erhoben. Mit seinem Sohne starbdas ganze Geschlecht aus. Die einzige Tochter Philippine war 1317an einen Grafen v. Stolbcrg, Sohn des Dichters Grafen Friedr.Leopold v. Stolberg-Stolberg, vermählt. Auch sie starb 1821und der einzige Sohn, Graf v. S.-S., siel 1838 in einem Zwei-kampfe zu W ür z burg, wo er studirtc. (Zedier l V. 956. — v. Stei-nen I. t 153. Tab. VI. n. 3. — v. Zedlitz. — Siebm. I. 187. — v. McdingII. n. 116. - Gauhe I. 161. — E. S. - v. Ledebur I. 95.)

Drabcndcr. Im I. 1851 stand ein Hauptmann v. B. im preuß.Heere. — W.? sv. Ledebur I. 95.)

st Drachluich. Das Stammhaus vielleicht Brackenbach beiViechtach, vor'm Wald. Thimo et Otto deB. 1176 in asbach'-schcn Briefen. sM. B. V. 127.)

Bracht. Konrad v. B. in der Fehde mit denen von Spei er1424. sMone VII. 397.)

1. st Brack, kommen unter dem kalenberg'schen n. wolfen-büttcl'scheu Adel als Burgmanucn zu Celle im 13. u. 14. Jahrh.vor. (Falke, trad. corb. p. 595. 865. 879. 880.)

2. st Brack v. Meßdorf (auch Bröck und Boröck geschrieben).Im Schild ein Feucrkorb. Metzdorf bei Kulmbach in Obcrfrankcn.

(O. S.)

st Drackcfelde, Brackellte, finden sich unter dem nicdersächs.Adel im 13. u. 14. Jahrh. (Falke, trad. corb. p. 885. 892.)

1. Brackel, Bräckel, ein in Holland angesessenes freiherrl.Geschlecht, welches von einer Burg gleichen Namens auf der InselBommel seinen Namen erhalten und auch Bcsizungcn in derpreuß. Rhcinprovinz hat. Es führt in N. zwei gegcneiuaudcr ge-kehrte silb. Fische, umgeben von 8 gold. Kreuzen. Karl Hugo Frhr.v. B. war 1745 kurtri er'scher Kämmerer u. Grcnadierhauptmann.

(Fahne I. 14. — v. Ledebur I. 95. — Sicbmacher V. 352. — v- Hefner,preuß. Adel S. 36. Taf. 42. — Rietstap, Wapenkunde 363 mit dem Bei-namen „van Wadenoijen".)

2. Brackel, Brachel, ein adlichcs Geschlecht, welches von demDorfe Brackeln bei Jülich sich schreibt. Man glaubt, daß diesev. B. mit denen v. H arf gleichen Ursprungs seien, weil sie gleicheWappen führen, obwol die Farben etwas verschieden sind, nämlicheinen getheilten Schild, oben ein Turnierkragcn; der Freiherrn-stand am 18. Nov. 1845 von Preußen anerkannt. Das Geschlechterscheint schon 1218 mit Ritter Edmund v. B.; 1255—1264 kommtRitter Theodor, 1256 die Ritter Berthold und Werner, 1271 Natzv. B., Trnchseß des Grafen v. Jülich, vor. Mit Wilhelm v. B.,in der Mitte des 16. Jahrh., beginnt die fortlaufende Abstammungdieser noch blühenden Familie, welche in der Mitte des 18. Jahrh.wegen Brcid mar, Tetz u. Sintzig mehreremale aufgeschworenist. Karl Hugo Frhr. v. B. auf Brittmar war 1742 kur-tri er'scher Minister und wohnte der Kaiserkrönuug bei.

(Fahne I. 47. — v. Ledebur I. 95. — Gauhe II. 93. — v. Zedlitz.— v. Hcfncr, preuß. Adel S. 35. Taf. 42.)

3. Brackel, eine kurländ. Familie, welche schon 1366 in Ur-kunden daselbst erscheint und zur esthnischen Ritterschaft gehörte.Mehrere Schriftsteller sind der Meinung, daß die Familie von demwestfäl. Geschlechte seinen Ursprung habe, u. v. Ledebur meint, daßBracken bei Dortmund ihr Stammhaus sei. Das kurländ erGeschlecht führt in S. einen gekrönten Tannen-Hirschkopf natürl.Farbe. Im Anfange des 18. Jahrh. war Friedrich v. B. in KurlandKanzler n. Staatsminister, Kasimir Kristof Oberhauptmann daselbst,Kasimir v. B. Landhofmeister, kaiserl. russ. geh. Rath, Gesandterin Berlin 1742 u. an anderen Höfen; er wurde 1736 nebst demübrigen csthländ. Adel vom Kaiser von Nußland in den Freihcrrn-staud erhoben. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß dieses Geschlechteinerlei mit jenem von gleichem Namen in Finnland ist, woselbstsolches im 14. Jahrh. vorkommt. Gottfried, Daniel u. Heinrich B.erscheinen 1366 auf dem Landtage zu Wesenbcrg in Finnland;dann findet man 1325 Henneke u. Gödcke v. B. aus der wierländ.Ritterschaft, 1397 Joh. B. aus dem Stifte Dörpat, Berthold B.1482 auf der Tagelcistung zu Waimel. Das Gut Kodjerwbcsizt die Familie seit 1664 u. wurde 1742 damit in die Matrikeleingetragen; sie besaß außerdem Güter auf der Insel Oesel undin Kurland. — Neinhold Gustav u. sein Bruder Otto Moriz B.,schwcd. Kapitäne, wurden 1756, als aus altem licfländ. Geschlechtestammend, in die schwed. Matrikel unter Nr. 1979 eingetragen.

(v- Firks , Urspr. des Adels in den Ostseeprovinzen S. t28. — Gauhe

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