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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Ard -

auch in Oesterreich seßhaft ist, und das von den schon 1242erloschenen Grafen v. Bogen abstammen will. Nach dieser Ab-leitung wurde Babo, Gf. v. Abensberg, gest. 1030, unter an-dern einen Sohn Hartwig gehabt haben, welcher der erste Gf- o. Bo-gen oder Arcus gewesen. Des Leztercn Urenkel Berthold sollte derVater von Albert (welcher um 1221 lebte n. die Grafenwürde er-halten haben soll) sein, dessen Gemahlin, Ludmilla, böhmischenGeschlechts gewesen. Er hinterließ 2 Söhne, Friedrich n. Bcrthold ll.Leztcrer soll das Schloß Arco, Arch, im Tricntischcn gebaut haben.Nach Andern soll ein Friedrich IV., Graf v. Bogen, welcher um1209 in Tirol hcnrathetc, das Schloß Arch erhalten und hieraufden Namen davon angenommen haben. (Die ganze Ableitung ist jedochhistorisch nicht zu erweisen, wie unten bei Bogen weiter zu ersehen.)Albert v. Arch oder Arco soll 1221 von K. Friedrich II. zu einemGrafen v. Arco erhoben worden sein, u. 1413 machte K. Sigismunddie Herrschaft Arch zu einer Grafschaft. Im 1.1614 unterwarfen sichdie Grafen v. A. in Beziehung auf dieselbe der ö ster r. Hoheit. Manbetrachtet obigen Friedrich als den AnHerrn des Geschlechtes. Esbreitete sich solches später sehr aus und gelangte im 16. Jahrh. inOesterreich und in Bayern zu bedeutenden Besizthümern, u. beson-ders in neuerer Zeit durch die eheliche Verbindung mit einer Erzherzoginvon Oesterreich, vcrwittwetcn Knrfürstin v. Bayern, deren 2 Söhneden Namen Grafen v. Bogen wieder führen. Auch in Schlesienhat sich das Geschlecht ansässig gemacht, sv. Zedlitz. Privileg!« etdiplomat« comitibus de Arco irrogata, t584. 4. Brandis, tirol- Ehrenkr.

Lucci, Grafensaal S. 588. v. Lang, baycr. Adelsb. S. 1315.Wigulcus Hund, baycr. Stammbuch. Hnbner I. III. Taf. 838 n. s.

Ganse I. 23. Siebmacher IV. 22. Suppl. II. 6. VI. 4. Bu-celini, Stemm. Zedier II. 1259. Bauer in Ersch u. Grubcr, En-cycl. V. t63. Baycr. Wappenb. I. 15. Gebhards gcncal. Gesch. d.erbl. Rcichsstände III. 576. Stammtaf. n. Wappen daselbst II. n. 26.Gen. Jahrb. d. deutsch. Ad. v. 1844 n. s. Gen. Tasch. d. grast. Hans.1844 u. s. Dipl. Jahrbücher für den preuß. Staat 1843. S. 219.v. Hcfncr, preuß. Ad- S. 1. T. I; bayer. Ad. S. 5. Taf. 1; tirol. Ad. S. I.Tas 1. 2. und Erg. Bd. S. 6. v. Ledebur I. 16. III. 132. Dorfsfehles. Wappb. 12/184.)

Ardcs. Um 1710 stand ein Kapitän v. A. im preuß. Heere,sv. Ledebur III. 182. ohne W.-Ang.)

-s Ardey, ein altes gräfliches n. Edelngeschlecht im Kölnischen,welches schon im 7. Jahrh. erscheint, aber im 14. Jahrh. erloschen ist.sv. Zedlitz. v- Steinen I. 891 u. Tab I. n. 4. 5. v. H.)

Arcbiii, Arel Magnus und sein Brnderssohn, schwedischerMajor im Generalstabc, Schwert-Ordens-Ritter, erlangte am23. Nov. 1761 den Ncichsadel. sE. S.)

Arel)», Arailza. Peter Nolandi, k. k. Kammerdiener, er-langte im 1.1797 den Reichsadel. sM. v. M. 157. v. H., wo jedochirrig Rotunde statt Rolaudi steht.)

Arciidcrg, Aremberg. Das uralte Geschlecht der Fürsten v. Lignetheilte sich in vielfache Linien, je nachdem solches in den Besizverschiedener Graf- und Herrschaften gelangte. So vermählte sichJohann v. Ligne - Barb ancon im I. 1547 mit Margarethe, derTochter und Erbin Robcrt's Grafen v. Aremberg, und stiftetehierauf die Linie der Grafen v. A. aus dem Hause Ligne. Im I.1549 wurde gedachter Johann von Kais. Karl V. in den Neichsgrafen-stand erhoben, und erlangte 1576 vom Kaiser Maximilian II. dieNeichsfürstcnwürde. Philipp Franz, geb. 1625, ward der erste Herzogv. Aremberg - Arsch ott, und Karl Eugen erhielt im I. 1644vom Kaiser Ferdinand III. die herzogliche Würde und die Grafschaft

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Aremberg wurde in ein Herzogthum verwandelt. Der jedesmaligeErstgeborne dieser Familie ist sogleich nach der Geburt Ritter desgold. Vlieses. Die Bcsizungcn dieses Hauses befinden sich in Preus-sen n. Ha n nover, in welchen beiden Ländern es unter die Stan-deshcrrn gehört, dann in Frankreich u. in den Niedcrlandcn.

sv. Zedlitz. Bucclini, Stemm. I. 19. v. d. Knesebeck, Taschenb. desAdels in Hannover- Rittcrhusius, Lit. A. Simon, Armorial gcucr.tab. 17. Hübucr Tab. 249 u. 333. Mauustein, Ad. Lex. Goth.gen. Hofkal. 1836 u. f. Grote, haunövr. Wappenb. IV. Fahne I. 8. u.II. 2. Zcdlcr, Univ. Lex. Art. Aremberg. Siebmacher I. S.8. v. H.)

Arcnds, Arcnd, ein in der Priegnitz im 1.1713 vorkommen-der Adel. sv. Zedlitz. Mannstein, Ad. Lex., wo auch das Wap-pen zu finden ist.) Nach lczterem Schriftsteller gehören die A. einerHamburg'scheu Patrizicrfamilie an.sSiebmachcr V. 292. v. Ledebur I. 16. III. 183.)

s Arcudsbcrg, eine längst erloschene mecklenburgische Familie,welche in einer Urkunde vom I. 1386 erwähnt wird. An dieserUrkunde soll auch das Siegel hängen,sv. Mcding I. 12. Manustcin, Ad. Lex. v. H.)

Arciidscc, eine sächsische Adelsfamilie, von der sich nur Joa-chim v. A. im I. 1580 aufgezeichnet findet. sMannstein, Ad. Lex.)

Arcndsumld, ein altes pommer'schcs Geschlecht, welches auchin der Mark Brandenburg angesessen war, u. wovon Mitgliederin stolberg'scheu Diensten 1492 vorkommen. Dasselbe hat seinenNamen von dem in Pommern gelegenen Städtchen Arcus Walde;in Preußen führt die Fam. den Beinamen Wer kern. Dieselbesoll verschieden von denen v. Nrnswald sein, was jedoch von andernwidersprochen wird. Schild: Schrägbalken mit 2 Eberköpfcn.

sv. Zedlitz. v. H. Gauhc I. 25. Sinap II. 594. Mannstcin,Ad. Lex. Zedier, Snppl. 2 Art. Arenswald. Mcnkcn, Script, rcr.germ. T. II. P. 1993 u. III. P. 1992. Tyroff II. 133. Grundemanu,uckerm. Adelshist. I. 57. v. Ledebur I. 16. v. Hcfner, schwarzburgerAdel S. 37.)

si Arendtel, altes erloschenes westfälisches Geschlecht,sv. Steinen. Bucelini. v. Zedlitz, Ad. Lex. I. 19.)

Arciifcld, Ferdinand, Großhändler in Oesterreich, erlangteim 1.1787 den reichsrittcrmäßigen Adel und im I. 1797 die Frci-herruwürde. sM. v. M. 97 u. 34. v. H.)

si Arcus. Am 25. Aug. 1827 wurde der Hofgerichtspräsidentund Kanzler der Universität Giesen, Franz Joseph Arcus, vomGroßherzog Ludwig I. von Hessen in den Adelstaud mit der Würdeeines Freiherrn erhoben. Der Gefreite ist 1855 s n. hat nur eineeinzige Tochter hinterlassen. sO. S. S- auch frhl. Taschenbücher.)

si Arcnslicrg, kommt nur in der Familie des 1772 ohne Erbengestorbenen kurkölnischen Kämmerers Ludwig Maximilian Ferdi-nand Grafen v. A. vor; wurde 1818 in die baycr. Adelsmatrikeleingetragen. Schild gespalten; rechts in S. ein schw. Kreuz, linksin B. ein s. Adler, sv. Hefncr, bayer. Adel S.5. T. 1. n. cbcndas. Er-gänzungsband S. 5.)

Amisbcrg, s. Arnsberg.

Arensdorf, Arenstorf, nicht Arnsdorf. Dieses Geschlecht gehörtzum Uradel. Ludolf v. A., welcher 1306 lebte, wird als AnHerrdesselben angesehen. Manche sind der Ansicht, daß es zweierlei Ge-schlechter v. A. gebe, weil die v. A. inSchlesie n ein ganz anderesWappen, als jene in Sachsen, Mecklenburg, Dänemarkführen. Die Frage ist bis jezt noch unentschieden. GrundemanuS. 309. nimmt nur eine Familie an, die sich in verschiedene Liniengetheilt u. Besizungen in den Staaten erworben, wo sie in Dienstengestanden. Er gibt Stammbaum und Wappen.