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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Amst And

Amstcttcr, Ambstetter; eine ursprünglich um 1437 bis 1667vorkommende österr, Familie, die sich aber nun in Schlesien be-findet. Am 4. April 1841 wurde vom K, v. Preußen dem Geschlcchtedie Führung des Frciherrntitels zugestanden, nachdem der Nachweisgeliefert worden war, daß die Familie seit Jahrhunderten im Bcsiz zuFührung dieses Titels war. sv. Zedlitz. Bucclini, Stemm. P. III. WiSgrill I. t2lt. Goth. Taschenb. der frhrl. Hänser, 1854 n. f.v. Ledebur I 12. III. >82. Doch, fehles. Wppb. III. 175. n.577 v.H.)

h Amtmann von der Heiden (im Schild ein Vogel mit einem Ringim Schnabel), stammten ans Kärnthen, wo sie sich auch v. Liato-witz geschrieben. Sie kamen 1519 nach Tirol und sind in der drittenGeschlcchtsfolge wieder daselbst erloschen. Das Prädikatvon derHeiden" haben die v. Genetti n. nach diesen die v. Bnffa geerbt,sv. Maycrh. Mss)

Amus. Die v. d. Amus sind ein adliches Geschlecht in derMark. Weitere Nachrichten hat man nicht über dasselbe.sBucclini, Germ. II. 46. Siebmachcr I. 174. Mannstcin, Ad. Lcr.)

Amqa, Johann Peter, erlangte 1526 den Rcichsadel, u. 1686wurde Egid v. Am ha in den Frcihcrrnstand erhoben. (Vielleichteinerlei mit Aeminga.)

1. Anncker. Anton v. An nacker als k.k. wirkl. Hofrath u. desSt. Stefan-Ordens Ritter 1835, n. in dem österr. Wappenb. XI. 13als Frhr. v. Anack er aufgeführt. Diese Standescrhöhnng ist von dernachfolgenden (1851) jedenfalls verschieden, ob auch der Stammzweierlei, ist zur Zeit nicht bekannt.

2. Annckcr. Josef A., österr. Major, wurde 1851 geadelt.sA. A. Z. von 1851. Oesterr. Milit. Schein, von 1851.) Jgnazv. Anacke r war 1856 Major u. Spitalkommandairt zuVeron a.

st Annrg i>. Witdcnscts; eine alte, wahrscheinlich ausgestorbenesächsische Familie, wenn sie nicht mit der v. Wildcnfels ein unddieselbe ist. sFabricii, orig. fax. Peckcnstein, Thcatr. sar- Müller,sächs. Annal. S. 56. 73. 74. Zedier II. 56.)

st Anchö. Die v. Auch6 stammen ans Frankreich; Claudede Bellah, chevalicr, scigneur d'An che, kam unter dem großenKurfürsten (vor 1685) nach Berlin und fand gute Aufnahme,sv. Zedlitz. v- Ledebur I. 12.)

Ancion, Damian, Kanonikus zu Leod, und sein Bruder PeterDamian, Magistratsrath zu Leod, wurden 1727 in den Reichsadel-stand erhoben. (N.T. A.N.)

Anckcnjsti». Im preu ß. Heere stand ein Lieutenant v. A., deram 11. Okt. 1739 in der Schlacht bei Kay blieb. Etwas weiteres istnicht bekannt, sv. Ledebur I. 12.)

st Anctlim, ein adliches 1781 ausgestorbenes pommer'sches Ge-schlecht. sv- Zedlitz. Seifert, Gesch. des Reg. Wernburg S. 239.Mannstein, Ad. Lex. v. Ledebur I. 12.)

Ancornni, Karl, erhielt 1747 ein Reichsadelsdiplom. sR.T.A.R.)

1. st Andechs (Schild getheilt, oben ein Löwe, unten ein Adler),ein mächtiges Dinasten-Geschlecht, von dem ein Zweig sich vom SchloßAndechs (später Kloster) Grafen v. Andechs schrieb. Die Grafenv. Dicssen, Hochenwart, Wolfratzhansen, dieHerzoge v. Dal-matien, Jstrien und Mcran und die Pfalzgrafen zu Burgundgehörten alle zu dieser Familie. Sie sollen einer Tradition nach voneinem natürlichen Sohn des Kaisers Arnulf, NamenS Rath, Rassooder Rathold, abstammen, und zunächst aus dem Voitland nachBayern, Tirol :c. gekommen sein. Des Rathold Sohn hat954 ein Klösterlcin am Ammersee, Grafrath genannt, gebaut.Liegt daselbst begraben und wird für einen Heiligen geehrt. Von der

Linie Wolfratzhauscn starb Graf Heinrich als der Leztc 1158.Die andern Linien waren von noch kürzerer Dauer, mit Ausnahmeder Linie M er an-Andechs, welche erst 1248 mit Herzog Ottov. Mcran, Graf zu Andechs, erlosch. Nach seinem Tod kamen dieGüter im Voitland an die Burggrafen v. Nürnberg, die Bischöfev. Bamberg n. Würzbnrg, Jstrien n. Dalmatien an Venedigund Ungarn, Meran an den Grafen Mainhart von Görz undBurgund an die dortigen Grafen. (Biedermann, Fürsten T. 130 n.f.Siebmachcr II. 8- v. Schönbcrg III. 2 > 9 n. f. Lucac, GrafensaalS. 47 n. f. Salver S. 204- E- Fort. Hncbcr, unsterbl. Gedächtnis)der vortrcffl- Gesch. der v. Thanrn, Andechs und Hohcnwarth. Ingolstadt1670. 4. - v. H. - Hund I. 20 ff.)

2. )- Andechs waren Ministerialen der Grafen von auf der BurgAndechs. Sie kommen in Urkunden des 12. n. 13. Jahrh. unter demNiedern Adel vor, z. B. Gripho de A. 1156 in Urkunden des KlostersDiesscn am Ammersee. Gotscalch et fratcr Ludwicuö de Andehse1195 (Schcftlarn). 1246 wird in einer scheftlarn'schen Urkundeausdrücklich benanntDominns LudewicuS de Andehs, ministe-rialis dncis Meranie. (M. B. VI. 145. 474. 500. IX. 477.)

st Andcck, ein ehemaliges Rittcrgeschlccht in Württemberg,deren Burg im jezigen Obcramt Rottenburg lag. Sie waren Schen-ken von Hohenlohe und starben am Ende des 14. Jahrh. ans.

(Griesinger 50.)

1. st Andclfiiigcii. Das Stammhans A. im Kanton Zürich.Heinr ich v. A. (Andiluingen), Ritter, Zeuge in einer Kloster Sa-l em'schen Urkunde 1246. (Mone III. 476.)

2. st Andclsingcn, ein altes längst erloschenes schwäbischesEdeln-Geschlecht. (Griesinger 56.)

st Andcrliikc, Anderbeck, adliche Dienstmannen der Pfalzgrafen inSachsen im 12. Jahrh. (Falke, trad. corv. p. 337.)

st Anderbotcndors, kommen im 12. Jahrh. unter d. bayerischenAdel vor. (Nied, cod. dipl. ratisb. p. 171.)

An der Gassen, s. Anr.

st An der Lahn v. Hohenbrunn (im Schild ein Schroffen, von demein Lahn herabstürzt), ein tiroler Geschlecht, ans welchem 1852Josef v. A. alö Lieutenant im tiroler Jägerregiment stand. Siehatten 1547 von K. Karl V. einen Wappenbrief n. 1694 von K. Leo-pold I. den Adel erhalten, (v. Hefncr, tiroler Adel S. I. Taf. 1. undberichtigt im Ergänzungsband S. 22. Taf. 9.)

Anderste v. Hocheinvaid. Philipp Jakob Jgnaz A., Doktor derArzneikunde, erlangte 1752 den Adel mit v. H.

(M. v. M., Erg. 234. - v. H.)

st Andernach. DaS Stammhans war A. am Rhein. Sic führteneinen gethcilten Schild, oben einen sizendcn Vogel. (Siebm. I. 125.)

1. Anders, Friedrich Will). Sigismund n. Ernst August Leopold,des prenß. Hauptmanns v. Knvrr Stiefsöhne, erlangte» am 6. Juli1798 den prenß. Adelstand.

(v.Zedlitz. v. Ledebur I. 12. III. 182. v. H.)

2. Anders >>. Porodii». Bernard v. Anders, nieder österr.Regicrnngsrath und Bancal - Administrator (wahrscheinlich ein Nach-komme der abgedachten beiden Brüder Anders), wurde im I. 1812in den Rittcrstand erhoben. (M. v. M. 96. v. H.)

st Anderten, ein altes adliches, nunmehr aber erloschenes Ge-schlecht im Hannövrischeu. K. Rudolf II. verbesserte am 26. Jan.1596 das Wappen derselben und bestätigte seine altadliche Herkunft.

(v. dem Knesebeck, Taschenb. Mannstein, Ad. Lcr-, welcher glaubt,daß das Geschlecht noch in Hannover blühe. v. Meding II. S. 17.