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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Allvater, Karl, Gottfried, Johann und Angustin, Brüder, er-langten im I. 1764 den Reichsadelstand.sM. v. M. S- 156. Siebmachcr, Suppl. XII. I. v. HIAltmcgcr, altbayerisch. Hans A. zum Altweg (Erding)in der bayerischen Landtafel 1496.

f Atvcdc, ein erloschenes Pommersches Adelögcschlccht.sBrnggcmann I. 6. Hanptst.)

-s Alveldc, goslar'sche Patrizier. Johannes de A. 1315 interconsnles in Goslaria. sUrk .-Buch f. Niedcrsachs. III. 35.)

Aivenslelie». Schon sehr frühe, im 9. Jahrh,, finden sich Grafenv. Alvonslöwe vor; sie hatten ihre Besiznngcn in der Gegend vonMagdeburg. Diese sollen sie um 1248 in den Kriegen der Mark-grafen v. Brandenburg mit den Erzbischöfen von Magdeburgverloren haben, worauf des lczten Grafen Söhne, Gebhard u. Busso,den Grafentitel abgelegt hätten, und die Stammväter der ausgebrei-teten Familie v. AlvcnSlebcn geworden. Andere Schriftsteller leitendie v. A. von den Grafen v. Oldenburg ab. Diese Abstammungenwerden vielfach bezweifelt. Die heutigen v. A. theiltcn sich in dierothe, weiße und schwarze Linie; crstere erlosch 1553. Die weiße Linie(heilte sich wieder in die Linien zu Errleben und zu Calvörden.Im I. 1798 am 6. Juli wurde Joh. Aug. Ernst, herz, braunschw.Staatsminister von der weißen Linie zu Errleben, nachdem diemehreren Nebenzweigc abgestorben waren, in den preuß. Grafen-stand erhoben. Ebenso erhielt der geh. Staatsminister Karl Phil. v. A.im Jan. 1861 die gräfliche Würde. Die schwarze Linie zerfiel eben-falls in mehrere Zweige, von welchen nur der Garters leb euernoch fortblüht. Die Literatur über dieses Geschlecht ist sehr zahlreich.Ich führe hier, mit Weglassung der allgemeinen Werke, nur diejenigengedruckten Schriften an, welche insbesondere von diesem Geschlechthandeln. sS. W. Wohlbruck, k. pr. Kriegsr., gcschichtl. Nachricht, d. Familiev. Alvensleben 1813 u. f. -- Marcus Wagner, Nachr. v. dem uralt. Ritter-geschl. d. v. AlvcnSlebcn. Brandenb. 1538. Chr. Cedini, hist. descript-gener. et ant. fam. ab Alvensleben. Lüncb. t58l. 4. WiSmanni, orat. infnnus Lud- ab Alvensleben 1610. 4. Pcckenstcin, theat. Alv. Alt. 1616.Kcltneri schediaSma hist., quo fam. ab Alvensleben arte et martc claram

sistit. Brunsw. 1727. 4.) Am 15. Okt. 1846 wurde N. v. Alvens-leben-Jsernschnippe auf Watteritz (weiße Linie) mit Beschrän-kung in den preuß. Grafenstand erhoben. Ebenso erlangte am sel-bigen Tage N. v. Alvensleben auf Errleben ebenfalls mit Beschrän-kung die Grafenwürde, fv. Zedlitz I. B. n. I. u. II. Snppl. Mann-stein, Ad. Lex. Gen. gräfl. Taschenbuch 1837 u. f. Ch. N. v. Greifen-crantz, franz. Brief v. l4. Okt. >635 an den Hn. v. Leibnitz, cnth. gencal.Nachr. v. den Häuf. Steinbcrg u. Alvensleben, in C- F. Mosers dipl. hist.Bclust. S. 258 u. f. Siebmacher I. 163. Höpping tr. de jure ins.p. 48. -- v. Meding I. S. 8. u. f. Tyroff II. 31. Mannstcin Ad.Lex. v. Hcfner, preuß. Ad., S. 1. T. I. Sächsischer Adel, S. 13. T. 19.)

Alverado und Dracamonte, ein altes Geschlecht in Brabant,aus welchem Johann Wilhelm, kais. Rath :c., Herr verschiedenerHerrschaften, im I. 1761 zum Vicomte erhoben worden ist.sL'erect. de tontcs les terres du Brab- P. 133. Ganhc I. 17. v. H.)4 Albersdorf, haben im 13. u. 14. Jahrh. zu dem eingesessenenAdel des Fürstenthnms Wolfenbüttel gehört. sE. S.)

-s Alwartshauscn. Hermannns et Lndolfes fratres deAlwardes-husen quittiren das Stift Walkenried um 46 Mark 1251. SiegeltHermann. Das Siegel leider nicht beschrieben,sllrkundenb. f. Niedersachs. II. 135. 223.)

Alringcr, Joh. Baptist, Hofagent zu Wien, wurde 1794 inden rittermäßigen Adelstand erhoben. sM. v. M. S. 96. v. H.)4 Aizcnach. Das Stammhans im bad. Amt Brei fach. Die

Ama

v. A. waren Vasallen der Dinasten v. Zäringen und späterder Grafen v. Freibnrg, und wahrscheinlich erbliche Vögte aufder Burg A. Wilhelms v. Keppenbach Hausfrau war Berthav. A. 1255, 1267 dessen Wittwe. sMone IX. 332, 447.)

Alzenau ist nicht der Name einer eigenen Familie, sondern nurein Besiznamc der v. Zedlitz in Schlesien.

(Sinap I. 236. v. Zedlitz. v. H.)

Alzcnlicrg, s. Stark v. A.

Alzci. Anna Josefa, Freiin v. Ebersberg, wurde durch großh.hessisches Diplom vom 12. Febr. 1831 ermächtigt, sich Gräfinvon Alz ei schreiben zu dürfen. sO. S.)

h Alzey, rheinischer, rcsp. hessischer Uradel (im Schild1285: eine schräggelegte Geige, das Feld mit Sternen oder Steinenbesät. Mone II. 444.), nannten sich auch Dapiferi de Aleceia,und waren mit den Herrn von Bolanden wahrscheinlich einerleiUrsprungs. Sie waren Vasallen und Dienstmannen der Pfalz-grafen bei Rhein. Rudolf de Alcaia im Gefolge der HerzoginAgnes v. Bayern 1226. Hurno v. A. wird in einer Fehde zwischendein Grafen von Lciningen und dem Erzbischof von Mainz(123449) gefangen. Im selben Streit erscheint auch ein RitterC. v. A., pfälzischer Proknrator am Rhein und der Mosel, alsGefangener. Vielleicht dieselbe Person. Gerhard Truchseß(dapifer) v. A. in einer Urkunde des Nheingrafcn Sigfrit 1276.

sMonc III. 59 n. 65. VI. 316. Urkb. f. Nieders. II. III.Widder I. B. III. B. S. 3. IV. S. 203.)

Amade v. Varkony, ein ungarisches Geschlecht, aus welchemThadäns, Frhr. v. A. v. V., im Jahre 1782 in den Grafenstanderhoben wurde. sTasch. d. gräfl. Häuf, auf 1844 n. f Tyroff, allg.Wap. II. 114. M. v. M. S. 16 v. H.)

Amadcy, eine alte polnische Familie, welche eigentlich Ama-

daei geschrieben wird. Der k. k. Oberst, Karl v. A., erlangte im

I. 1766 die freih. Würde. sNiesieski Korona Polska, T. I. OkolSki,orbis polon. M. v. M. S. 33. v. H.)

1. Aman. Kurf. Ferd. Maria von Bayern, erhob dd. 29. Nov.1669 (ausgef. 14. Juli 1676) den Joh. Georg A. in den Adelstand.

sDekrctenbuch.)

2. Aman. Franz Anton A., wurde den 24. Sept. 1767 v. Erz-bischof zu Salzburg geadelt, st das. den 18. Januar 1785. (ImSchild ein Löwe.) sO. S.)

Aman, Ammann. Dieses Namens finde ich außer den bereitsaufgeführten Geschlechtern noch folgende, so sich durch ihre Wappenunterscheiden, alle im v. Ecker'schen Wappcnbuch (Mss.) unter demaltbayerischen Adcl aufg eführt:

3. Aman , führen ein springendes Windspiel im Schild.

4. Aman, in Gold ein blauer Schrägbalken mit drei goldenenLilien belegt.

5. Aman, in Gold eine blaue Spize.

6. Aman zu Zangenstein, in Schwarz ein gold. Balken. Zangen-stein ist ein adlicher Siz bei Neunburg in der Oberpfalz.

Endlich führt Hund III. 212 noch ein Geschlecht dieses Na-mens und verschiedenen Wapprns auf:

7. Aman. Hans A., Pfleger zu Osterhofen 1464, führt einenDrachen (Panther) wie Ingolstadt im Schild.

1. Aman», Ammann. Sämmtl. Brüder n. Vettern dieses Na-mens zu Augsburg wurden im 1.1623 geadelt. Am 27. Aug. 1627erlangten noch Heinrich, Georg und Paulus, Gebrüder, A. das. einbesonderes Adelsbestätigungsdiplom mit verschiedenen Vorrechten.