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Fuchs das Band zu geben, ehe er nicht drei Mensuren geschlagen hat undwirklich mitreden darf nur der, welcher über ein Dutzend verfügt. Dabeisind aber der Beispiele, das; mit dem Beginn des zweiten Dutzend auchdas Kneifen begann, genügend bekannt. Wenn wir von unseren Mit-gliedern Mensuren verlangen als Beweis dafür, das; sie im stände sind,gegebenenfalls unsere Rechte energisch, mit der Waffe in der Hand, inder heute gültigen Form zu vertrete», so nehmen wir andererseits vonvornherein an, das; ein Jeder, der sich sonst als durchaus tüchtiger,moralisch gesunder Mann gezeigt hat, diese Forderung so ipso erfüllt.Es ist diese Mensur ein Zugeständnis an den Zeitgeist, welches durch dasGefühl einer ritterlichen, den ganzen Mann in Anspruch nehmenden Übungvöllig ausgeglichen wird. Für die Wertschätzung des Charakters aberkommt die Mensur so lange nicht in Betracht, als dieselbe nicht entgegenaller Erwartung ungenügend sein sollte. Ist das „ungenügend" durchwirkliche Feigheit verschuldet, so muß unbedingt der Austritt erfolgen, dazwar eine weitere sogenannte Mcnsurcrziehung für diesen speziellen Zweig derMutsbezeugung den Defekt ausgleichen könnte, aber nie aus einem feigeneinen mutigen Mann machen wird. So kommt es, daß wir prinzipiellnur eine Mensur von unseren Mitgliedern verlangen, daß aber in Wirk-lichkeit bei der energischen Stellungnahme zu allen studentischen Frageneine größere Zahl von jedem Alemannen geschlagen wird. Da unsereBeziehungen nach außen nicht immer freundschaftlicher Natur gewesensind, so waren wir mehrmals gezwungen, im Namen der Burschenschaftals solcher zum Schläger zu greifen. Die ?. D. Suiten waren bedingtdurch mehrere von unserer Seite gegen andere Burschenschaften gerichteteVorwürfe wegen unburschcnschaftlichen Benehmens. Daß wir darin manch-mal etwas schroff gewesen sein mögen, sei hiermit gern zugestanden; unserealten Herren werden uns aber auch gewiß zugeben, daß es so weit besserwar, als wenn wir uns unthätig und schwächlich zurückgehalten hätten.
Aus obigem erhellt klar, wie wir uns zu den bekannten Neform-plänen des Sanitätsrats Dr. Konrad Küster, welche die Gründung der Neform-burschenschaften zur Folge hatten, stellen mußten. Mit ihm in den wich-tigsten Fragen des burschcnschaftlichen Lebens einig, mußte uns seine strikteAblehnung der Bestimmungsmensur vor weiterer Annäherung abhalten.Wir haben trotzdem keine direkt feindliche Stellung im persönlichen Verkehrauf fremden Hochschulen — in Bonn giebt es bisher keine Reformer —denselben gegenüber eingenommen, zumal eine große Anzahl derselbenbereits zur Bestimmungsmensur zurückgekehrt ist. Dieselbe stellt ja tat-sächlich nur eine mildere Form der von unseren Vätern im großen Stil