Die Alemannia
in den Iahren H8?9 bis s89^.
Von Ludwig Asch off.
Der letzte Abschnitt der Geschichte unserer Burschenschaft soll die Zeitvom 35sten bis zum övsten Stiftungsfeste umfassen. Absichtlich haben wirdavon Abstand genommen, eine Schilderung der Persönlichkeiten oder derintimen Vorgänge in unserer Burschenschaft zu versuchen, weil allein derZukunft ein richtiges Urteil über die Gegenwart zustehen wird. Dahersoll nur mit wenigen Worten der Bestrebungen und der Ideen gedachtwerden, von denen unsere Burschenschaft erfüllt war und von welchen ihrHandeln beeinflußt worden ist.
Dieser letzte Abschnitt in der Entwicklung unserer Burschenschaftwird wesentlich beherrscht von dem Bestreben nach Einigung, welcher diegesamte deutsche Burschenschaft durchzog und seinen dauernden Ausdruckin der Gründung des Allgemeinen Deputiertenkonvents, des sogenannten^.. D. E., fand. Eine erfolgreiche Einwirkung unsererseits auf den Verbandkonnte nur durch eine achtunggebietende Stellung auf der eignen Universitätgewährleistet sein. Den alten Forderungen unserer Burschenschaft, durchrege Beteiligung an den genieinsamen Interessen des studentischen Lebens,durch konsequent durchgeführte Ansprüche an eine wissenschaftliche Betä-tigung unserer Mitglieder, durch ein fröhliches und doch zugleich sittlichernstes Burschenleben der übrigen Studentenschaft init gutem Beispiel voran-zugehen und durch eifrige Übung in der Kunst der Waffenführung derMißgunst oder dem frechen Spott eine wirksam schlagende Entgegnungzu bieten — diesen Forderungen mußte man in erster Linie gerecht werden,ehe anderer Aufgaben gedacht werden konnte.
Und daran hat es unsere Alemannia nicht fehlen lassen. Grade ausdem Anfang der achtziger Jahre stammen die Mitglieder, welche als eifrige