Erinnern ng.
?NUer in der Fremde neue Heimat fand,
Ans kurze Zeit zur alten Heimat kehrt,Er wandelt träumend in dem Vaterland,
Das sein ist und ihm dennoch nicht gehört:
So weilen heut nur an des Rheines Strand,lind ob das Ohr die alten Lieder hört,
Nicht an das Heute mahnen diese Töne,Sie wecken altvergangner Zeiten Schöne.
Hier war's zu Bonn! Wie schwellt' es uns die Brust,Daß wir zu gleichem Streben uns verbunden,
Wie hat um unsre Herzen unbewußtSich fest und fester dieses Band gewunden!
So frei, so froh! In selig reiner LustEntschwanden wie im Reigentanz die Stunden:
Die Sorgen hat der Rhein uns all genommen,Mit seinen Wogen sind sie fortgeschnwmmen!
Was ist geblieben? tönen bange Fragen,
Was ist nach, jener schönen Zeiten FluchtVon all den tust- und lieberfulltcn Tagen,
Was ist geblieben uns als Danerfrucht?
„Die Blüten alle hat herabgeschlagenDas Leben, weh! mit schonungsloser Wucht,
Es waren Träume, schöne Jugendlügen",So schallt die Antwort — „eitel Selbstbetrügcn!"