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Verbindungen waren, so sei damit nur gesagt, daß es uns an der Zahlder Kräfte nie gemangelt hat. Der Wert der Burschenschaft richtet sichaber nicht nach der Zahl, sondern nach der Tüchtigkeit ihrer Mitglieder,die im stände sind, neue, fruchtbare Anregungen der Burschenschaft zu-zuführen. Ob beeinflußt von den Verhandlungen zur Gründung desI). 0. oder nicht, kurzum im I.V. 8. 1883/84 wurde eine solche An-regung gegeben und zwar betraf sie das Turnen, welches als offiziellesInstitut eingeführt wurde. Daß hiermit, wenn auch spät, einer sehrwichtigen burschenschaftlichcn Forderung wieder genügt wurde, müssen wirden damaligen Mitgliedern unserer Burschenschaft besonders danken. Füruns Bonner Burschenschafter war der Boden noch in besonderer Weisefür das Turnen geweiht, da die ersten Turnübungen der Bonner Studenten-schaft unter der Leitung und den Augen eines E. M. Arndt vor denThoren Bonns stattgefunden haben. Unsere Alemannia war daher auchsehr erfreut, als ihr die Stadt diesen alten Turnplatz, welcher zum HauseE. M. Arndt's gehörte, für ihre Turnübungen im Sommer zur Mit-benutzung überließ. Eine Gedenktafel an dieser Stätte zeigt uns ferner,daß auch in den Reihen unserer alten Herren eifrige Pfleger des nationalenTurnens zu finden waren (Hoffmcister). Wie gesagt, haben wir bis zumheutigen Tage das Turnen in regelmäßiger und auch systematischer Weisebetrieben. Dazu bedurfte es aber einer kundigen Leitung und diese fanden wir inder Person des städtischen Oberturnlehrers Herrn Schröder, der sich trotzmancher nicht zu vermeidender Lässigkeit und Ermüdung vom Paukboden,die bei uns zu Tage trat, mit großem Eifer unserer Ausbildung widmeteund dem wir dafür zu herzlichem Danke verpflichtet sind. Von gewissemInteresse ist die Entwicklung der Turnfrage noch nach einer anderen Seitehin. Wir zahlten anfangs für das Semester eine gewisse Summe an dieStadt für die Benutzung des städtischen Turnbodens, da der akademischeTurnboden, welcher sich im Erdgeschoß der Universität befand, selbst sehrgeringen Anforderungen nicht entsprach und im Jahre 1886, wenn wirnicht irren, ganz geschlossen wurde. Nun wußten wir, daß die Regierungan die akademischen Turnvereine Preußens, ob farbentragend oder nicht,eine jährliche Unterstützungssumme zu Turnzwecken verteilte. Da wir fürdas Turnen in unserem Etat eine ganz erkleckliche Summe (jährlich circa250 M.) auswerfen mußten, und die Unterstützung doch allen turnerischenBestrebungen, nicht dem Verbindungswesen, zu Gute kommen sollte,so wandten wir uns mehrfach vergeblich durch Vermittlung des Kura-tors an die Staatsregierung mit der Bitte, uns die freie Be-nutzung des Turnbodens durch Gewährung der betreffenden Summe