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politischer Divergenz herleitete und in der verschiedenen Auffassung überdas Ziel burschenschaftlichen Strebens in neuerer Zeit frische Nahrungerhielt, war der Grund eines fast dauernden Kriegszustandes, der ingewisser Beziehung für beide Burschenschaften nützlich gewesen ist. Daslöbliche Streben, die führende Nolle innerhalb des engeren D. E. undweiterhin in der Studentenschaft einzunehmen, hat oftmals die Burschen-schaften zu regerer Arbeit angefeuert, als es sonst wohl der Fall gewesensein würde. Die Wage hat sich freilich meist zu unseren Gunsten geneigt,da die Frankonia der 8(1 er Zahrc schon numerisch sich sehr im Nachteilbefand. Ihre Mitglieder legten viel Wert auf die äußere Gestaltungdes Verbindungslebens und die Formen ihrer Mitglieder, gingendarin aber viel zu weit, ohne das; von einer guten gesellschaftlichenStellung ihrer Burschenschaft gesprochen werden konnte. Auch das Heraus-kehren des 2^,. D. E. oder D. E. Komments, wenn man so das Herum-reiten auf Statutenbestimmungcn ohne Rücksicht auf den Geist, der siedurchwehen sollte, bezeichnen darf, hat nicht zu ihrem Siege beigetragen.Es war uns leicht, ihren Anmaßungen, die sich z. B. in einer sehr indi-vidualistischen Auslegung der 2^. O. <ü. Statuten bezüglich der Urteils-fähigkeit des lokalen I). E. über die Mensuren unserer Mitglieder zeigten,gebührend entgegen zu treten. Eine Zeit lang 8. 1891/92) hatte dieFrankonia sogar einen starken Aufschwung genommen, als Leute volleridealer Begeisterung an ihrer Spitze standen, ein Aufschwung, der sich be-sonders in der ernsten Beteiligung an den studentischen Fragen, in Vor-schlügen und Mitarbeit für die Burschenschaftlichen Blätter und das Archivder Burschenschast, in einem eifrigen gesellschaftlichen Verkehr kundgab.Doch scheint diesem Aufschwung die nötige innere Kraft gefehlt zu haben,da er nicht von Dauer gewesen ist.
Ende 8. 1884/85 wurde die Burschenschaft Marchia rekonstituicrtund unser Verhältnis ist mit geringen Ausnahmen ein gutes gewesen.Die Existenz einer dritten Burschenschaft kann bei der Rivalität zweieralter angesehener Burschenschaften nur von Vorteil sein. Leider haben wirauch oft ein Bündnis der Franken und Märker gegen uns gehabt, dochfind die Märker selten gut dabei gefahren. Eine eigentlich führende Nollehaben sie seit ihrer Nekonstitution noch nicht inne gehabt, doch häufig mitFleiß die burschenschaftliche Sache fördern helfen.
Wie hat sich nun unsere eigene Burschenschaft unter dem Einflußdieser mannigfaltigen äußeren Beziehungen entwickelt? Wenn wir voraus-schicken, daß wir numerisch uns immer auf der gewöhnlichen Höhe gehaltenund somit stets eine der stärksten, zeitweise die stärkste der schlagenden