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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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Leider hat sich die Schriftleitung der B. Bl. in den letzten Jahrenauf die kritisierende Behandlung von Streitfragen eingelassen, in deneneine Stellungnahme der deutschen Burschenschaft als solche ausgeschlossenist, wie z. B. über den Verein für ethische Kultur, die religiösen Ideendes Herrn von Egidy und leider auch den heutigen übertriebenen Anti-semitismus alles Fragen, in denen nur eine referirende Betrachtungam Platze sein würde. Hoffen wir, daß diese Verirrungen bald gänzlichbeseitigt sein werden.

Konnte so unsere Burschenschaft mit dem Erfolg ihres Vorgehensauch zufrieden sein, so empfand sie doch immer das Bedürfnis, gemäß denalten Traditionen auch hierin mit den gleichgesinnten BurschenschaftenBubenruthia und Arminia auf dem Burgkeller sich eins zu wissen. Zuunserer großen Freude schlössen sich die Bubenreuthcr alsbald nach ihremWiedereintritt unseren Bestrebungen energisch an und nach etwas längererZeit waren auch die Arminen von der Notwendigkeit eines thatkrüftigenEingreifens im O. E. überzeugt. Wir hielten die Zeit für gekommen,einen größeren Kreis alter Burschenschafter, gleichgültig ob arministischeroder germanistischer Richtung, in gleichem Sinne zu binden und folgtengern einer Anregung der Jenenser Germanen, welche einen derartigenlockeren Bund aller älteren Burschenschaften vorschlugen, in welchem es sichstets um Vorberatungen für die gemeinsam auf dem I). E. zu thuen-den Schritte handeln sollte. Wir hofften von einem derartigen Verbändeeine Stärkung des Einflusses unserer Anschauungen und waren daher sehrunwillig, als wegen Widerspruchs der Jenenser Arminen die Germanennicht zugelassen werden sollten. Um aber das Kind nicht mit dem Badeauszuschütten, gaben wir nach und so kam im 8. 8. 1890 ein Bundarministischer Burschenschaften zu stände, welcher außer uns die Buben-reuther, Jenenser und Marburger Arminen und die Brunsvigen umfaßt.Vielleicht ist die Hoffnung nicht ausgeschlossen, daß endlich einmal der altelängst überflüssig gewordene Streit zwischen Arminen und Germanenbegraben wird und ein Anschluß der germanistischen älteren Burschenschaftendazu beiträgt, unsere Arbeit für die Entwicklung der deutschen Burschen-schaft in unserem Sinne zu fördern.

Eng verknüpft mit der Entwicklung des O. E. ist die Gestaltungdes Bonner O. E. verlaufen. Mit Recht können wir auf die einzelnenkleineren Ereignisse, Streitigkeiten, Versöhnungen u. s. w. verzichten, daes sich nur darum handelt, die allgemeinen Gesichtspunkte festzustellen.Die alte Gegnerschaft mit den Frankonen oder Franken, wie sie sich selbstund wir sie in der letzten Zeit genannt haben, die sich aus den Zeiten