wie wir weiter unten berichten werden, erzielt ist, laßt sich auch für dieZukunft ein besserer Erfolg erwarten, wie er bereits im dritten Falle vonunserem Mitgliede Wolfs in Gießen durch die Nekonstitution der Burschen-schaft Germania (8. 8. 1889) erzielt worden ist.
Da die Bubenreuther dem O. E. nicht mehr angehörten und dieZencn ser Arminen in der exklusiven Meinung, daß sie des doch von ihnenselbst ins Leben gerufenen O. E. nicht mehr bedürften und sich selbstgenug seien, sich völlig indifferent verhielten, so war unsere Aufgabe, dieAnschauungen unserer Richtung allein vertreten zu müssen, nicht leicht.Nachdem der prinzipielle Teil der D. E. Satzungen in unserem Geistefestgesetzt war, und infolge dessen die Bubenreuthcr im Januar 1886wieder eintraten, haben wir gemeinsam mit ihnen an allen größeren Be-schlüssen des D. E. uns positiv beteiligt. Ich nenne darunter dieMitgliedschaft deS' allgemeinen deutschen Schulvereins, die Beteiligung anden Beiträgen für das Reuter- und Scheffeldenkmal, das Verbot derPistolenmensuren, welche nach unserem Vorgange auch vom 8. E. in ab-geschwächter Form übernommen und später von diesem als eigenste Großthatdurch die Zeitungen ausposaunt worden ist, die Regelung unseres Verhältnisseszu dem Verbände alter Burschenschafter und endlich die Gründung einer eigenenZeitschrift und des Archivs für die gesamte deutsche Burschenschaft. DieseZeitschrift, die „Burschenschaftlichcn Blätter", ist durch die eifrigen Bemühungender Herren G. H. Schneider (Germania-Jena), Schiff (Germania-Straß-burg) und unseres Mitgliedes F. Richarz am 1. Januar 188V insLeben getreten. Dieselbe hat sich die Aufgabe gestellt, größere und kleinereMitteilungen aus der Geschichte der deutschen Burschenschaft und der ein-zelnen Burschenschaften zu bringen, allgemein studentische Fragen derfrüheren Zeit und der Gegenwart zu besprechen, unsere Stellung zu den-selben, zu der übrigen Studentenschaft darzustellen, und gegebenenfalls inmaßvoller, aber energischer Weise zu verteidigen, durch Mitteilungen vonden Hochschulen und den Burschenschaften, sowie aus den Reihen deralten Herren bei den Kreisen die sie interessierenden Neuigkeiten zu ver-breiten. Diese Zeitschrift konnte nur dann einen Wert besitzen, wennauch wirklich die interessierten Kreise sich bestrebten, die für sie wichtigenEreignisse in den Blättern mitzuteilen. Daran ließen es manche anfangsfehlen. Jeder wollte genießen, aber nur wenige etwas dafür bieten.Das hat sich im Verlaufe des weiteren Bestehens ganz bedeutend gebessertund auch unsere Burschenschaft hat sich ihren Kräften entsprechend daran beteiligt.Sie wird dankbar der Opfer gedenken, die seiner Zeit Pohl als stellvertreten-der Redakteur (1887 und 1888) der burschenschaftlichen Sache gebracht hat.