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versucht, so galt es jetzt, dieselben anderen Kreisen, die den verschiedenstenHochschulen unseres Vaterlandes angehörten, gegenüber zu vertreten.
Die alte Kvlonisationsarbeit, durch welche die erste Burschenschaft sogroßartige Erfolge errungen, wußte, wenn auch in anderer Forin, wiederaufleben, wenn die deutsche Burschenschaft als Ganzes noch an eine Weiter-entwicklung, an eine Zukunft glauben, und nicht sich selbst das Zeugnisihrer Ohnmacht ausstellen wollte.
Dabei sollte aber daran festgehalten werden, daß unsere Burschen-schaft Lebcnsverbindung bleibe. Die Unterstützung anderer Burschenschaftenkonnte daher nur in der Forin geschehen, daß zeitweiliger Austritt gewährtwurde; dadurch allein konnten auch Konflikte mit dem L. El. vermiedenwerden.
So kam es, daß unsere Burschenschaft bereits dreimal in dieserkurzen Zeit Mitgliedern den zeitweiligen Austritt gestattete, damit sie alsApostel unseres burschenschaftlichen Glaubens an der neuen Statte inunserem Sinne wirken möchten. Leider scheiterte der erste Versuch an dergeringen Beteiligung seitens alter Burschenschafter. Es handelte sich umdie Nekonstitution der mit uns befreundeten Brunsviga <ZV. 3. 1884/85), ander unser Mitglied Hegeler teilnehmen sollte. Der zweite Versuch betraf Straß-burg, wo es galt, neben den burschenschaftlichen Zwecken auch vaterländischeZiele zu verwirklichen. Unsere Burschenschaft hat seit etwa 1880 dauerndeine größere oder kleinere Zahl ihrer Inaktiven dieser jüngsten deutschenHochschule zugesandt und damit der patriotischen Forderung, welche eineenergische Unterstützung der Neichsuniversität seitens der studierenden Zugendverlangt, vollauf Genüge gethan. Doch nicht das allein; sie entsandteauch ihr Mitglied Albert Aschoff, welcher mit einigen anderen Burschen-schaftern unter regster Teilnahme der alten Straßburger Germanen dieNekonstitution dieser Burschenschaft, deren Gründung und Aufrechterhaltungdie erste Pflicht der deutschen Burschenschaft nach 1871 hätte sein müssen,zu stände brachte (^V. 8. 1889/90) und als Sprecher dieselbe zur angeschenstenund tonangebenden Verbindung Straßburgs emporhob. Leider war auch dieseSaat nicht vom bösen Wetter verschont, da nach Aschoff's Weggang derMangel eines für die Verbreitung der Burschenschaftsideen sehr notwendigengesellschaftlichen Umgangs, das Abbrechen der Beziehungen zur Studenten-schaft, eine gewisse geistige und körperliche Schlaffheit, eine Abnahme derSpannkraft. hervortreten ließen, die dem Ansehen der Burschenschaft vielschadete. Unsere Burschenschaft hat versucht zu helfen, aber das Fehleneiner Verständigung mit einem größeren Kreise befreundeter Burschen-schaften trat hier wieder lebhaft vor Augen. Nachdem diese Verständigung,
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