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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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sidium oder eine der Hauptreden zugeteilt wurde, und daß bei den zum9V. Geburtstag unseres Kaisers Wilhelm I. und den beiden 1884 u. 1893dem Fürsten Bismarck gesandten Deputationen sowie bei dem Fackelzugebeim Besuche des jetzigen Kaisers Mai 1891 in Bonn unsere Burschenschaftden Sprecher stellte.

Da wir einmal mit den äußeren Verhältnissen der Burschenschaftbegonnen haben, seien einige andere dahin gehörende Dinge gestreift. Vondem oben erwähnten Turnus hatten sich die Korps prinzipiell ferngehalten.Sie nahmen dementsprechend auch an den wenigsten, zeitweilig an garkeinen Festen der Studentenschaft teil. Da in unfern Augen eine derartigeIgnorierung der Interessen und Pflichten gegenüber der Studentenschaftetwas sehr Verletzendes enthielt, so war unsere Stellung ihnen gegenüberklar vorgezeichnet.

Das Verhältnis zu den Korps war bis zu dem Jahre 1880 einganz leidliches gewesen, bis es sich durch den plötzlichen Abbruchdes seit IV. 8. 1877/78 bestehenden Paukverhältnisses erheblich ver-schlechterte. Die Veranlassung dazu gab folgende Forderung der Korps:DieBurschenschaft Alemannia soll gehalten sein, Herren, die sie bei der Mensureinzuführen wünscht, dem präsidierenden Korps namentlich anzuzeigen, unddie Anzahl derselben möglichst zu beschränken." Da wir uns einer solchenForderung, übrigens thatsächlich nur ein an den Haaren herbeigezogenerVorwand zur Lösung der Paukverhältnisses die auf eine Partei einenDruck ausgeübt hätte, welcher der anderen erspart geblieben wäre, unmöglichfügen konnten, erklärte der 8. G. nach mehrfachen Verhandlungen dasPaukverhältnis für gelöst, zum Teil hocherfreut, den Klingen einiger unsererBurschen entgangen zu sein. Da sich nun mehrere aufbrausende Gemüterunserer Burschenschaft nicht enthalten konnten, ihrem wohlberechtigten Grolldurch Spottverse, die speziell gegen das Korps Hansea gerichtet waren,poetischen Ausdruck zu verleihen, verhängte der 8. G. über uns denstudentischen Verruf.*)

Somit war das letzte Band, welches den 8. G. mit der Studenten-schaft verknüpfte, gelöst, und es machten sich, wie schon oben gesagt, dieFolgen sehr bald bemerkbar. Der 8. G. schloß sich nicht nur exklusivvon der Studentenschaft aus, sondern wagte es sogar in verschiedenenFällen durch ein unverschämtes Gebühren dieselbe aufs höchste zu reizen.In einer besonderen Denkschrift**) sind die Motive auseinandergesetzt, welche

P Siehe Jahresbericht 1880/81.

")Das Verhalten der Bonner Studentenschaft im >V. 3. 1889/90". AlsManuskript gedruckt und de» lluiversitätsbehördeu und akad. Lehrern übersandt.