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eignen Wege, wie er zu uns kam. Von seinen Bielefelder Mitabiturientengingen Bertelsmann, Delius und Neckmann nach Bonn in der Ab-sicht, bei uns einzutreten. Er aber hatte sich vorgenommen in Frciburgzu studieren, weil nach seiner Meinung ein ordentliches Kolleg überKnochen- und Bänderlehre in Bonn nicht zu haben war. Er begleitetealso die drei, blieb in Bonn einen Tag und fuhr dann an den Ortseiner Wünsche. Angekommen erkundigt er sich nach dem Stande der Vor-lesungen beim Pedell Arnold — ich habe den altbadischen Knebelbart,ehemaligen Sergeanten der (Masseurs ck'^kri^ue, später noch gut gekanntund kann mir die Scene in dem dunklen Zimmer des früheren Jesuitcn-klosters denken. Die Auskunft befriedigt unfern Freund nicht: sofort kehrter um nach Bonn und läßt sich von Eschenburg den Fuchsvers dichten:Auf Knochen und Bänder kommt es an;
Ich bin der Knochen- und Blendcrmann.
Die Reiselust verzehrt mich;
Gottlob, jetzt bin bekehrt ich.
Hervorragend auch für sein Studium begabt und hierin sehr fleißig, hatteer doch zugleich ein nie erlahmendes Interesse für alle idealen Richtungendes Lebens und besaß eine Reinheit der Gesinnung, wie sie mit Recht anseinem Sarge Julius Smend, damals Pastor an der Bonner Gemeinde,rühmend hervorhob. Diese Natur mit ihrem echten, tiefen Humor erinnertin der That an die idealen dichterischen Gestaltungen Jean Pauls, einenGottwalt Harnisch und Schopps.
Die Semester, Winter 1877/78 bis Sommer 1879, gehörendann wieder zusammen. Westfalen war durch Graumaun, Schneider,Hartmann, Kockelke in alter Originalität vertreten; ebenso Rheinlanddurch König, Bockamp, Brockhoff, drei Duisburger, Guntelmannaus Andernach und Reuter aus Ems. Diese Zeit brachte uns aber aucheine neue, besonders edle Spielart der Rheinländer, die echten „Bönnschcn"Springorum und Nicharz, die sich im Wintersemester 1879/80 ver-stärkten durch Arntz, Schultz e, Rühle, Loh mann, den älteren, und vonder Becke.
Merkwürdiges Zusammentreffen! Die Einheimischen kamen zu uns,als wir selbst wieder heimisch wurden auf der alten Heimstätte unsrerBurschenschaft, der Schanze. In unserm ersten Semester führte unsFüchse wohl der „Couleurschrank", der „kleine" Averdunk rheinab, wo jetztverschlossen, eingegattert, doggenbehtttet, etwas verfallen die Stätteehemaligen Burschenjubels lag. Keine Hoffnung in diesen Jahren derSpekulationen und Gründungen, je wieder in den Besitz zu kommen.