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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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Vor einer großen Pnppsonne thronte auf hohem Wolkenpfühl FrauVenus, das war in: Ballerincnkostüm der jüngste hübsche Sohn von PeterKröly. Auf dem nächsten Wagen folgte eine durch ein Riesensernrohreifrig beoachtende astronomische Kommission, Seit Jahren gab es für dieStudenten eine Festordnung. Sonntags vertrieb man sich in Bonn, alsBauer vermummt den Nachmittag mit allerlei Scherzen. Auch warenFamilienbcsuche deraanständije Bure" damals noch Sitte und wurdenmit einem Glase Wein und Spritzgebäck empfangen. UnternehmungslustigeNaturen wie Karl Müller wußten dabei durch allerlei Einfälledie Stimmung zu beleben. Der zweite Tag brachte tausend Aventiuren inKöln und wer am dritten des allgemeinen Elends noch nicht genug hatte,ging zum großen Ball in der Beethovcnhalle. Am Abend war stets miteomiwönt suspwuäu ein großer Kommers bei Hagemann. Auf denTischen saßen die Präsiden, Smends Harmonium, sonst nur geweiht zuFriedcnsklängen, stimmt jetzt die Weise an zu echten Fastnachtshauern.Wer aber durch Rüpelei sich unangenehm machte, wurde an die Luft ge-setzt. Auch das geschah alles mit Musik. Es ertönten dazu, die Bandeum den Frevler schlingend, die Dochmien des Brautchors aus Lohengrin:

Schmeißt ihn heraus!

Brecht ihm die Rippen!

Denn er hat ja im Vennsberg gekuippen.

Vorsichtig, leise, mit Bedacht!

Bald naht die Rache; Gute Nacht!

Mittwoch nahm dann sowohl der gute wie der schlechte Haushaltereinen Kassensturz vor und wohl dem, der wie Freund Spickes behufsweiterer Mittel und zum Ersatz seiner von der Lokomotive ihm aufgerissenenneuen schwarzen Unaussprechlichen Befehl zur schleunigen Abschlachtungzweier Mastschweine oder zur Fällung einer Eiche nach Hause geben konnte.

Wir waren Ostern 1875 mit großen Hoffnungen aus das Soinmer-semestcr in die Ferien gegangen; allein auch dieses versagte eine größereAnzahl Füchse. Es sind ihrer nur drei: 1) Hi Iburg, Sprecher imSommersemester 1879; Westfale, klein aber kregel und auf dem Trottoirwohl bewandert, 2) Strupp, Bruder unseres Kneipgastes und Thüringer,3) I. P. (Lange). Leider mußte er gegen Weihnachten um seinen Austritteinkommen, aber seine unwandelbare Anhänglichkeit lohnte das 1879 ver-liehene Band.

Mir scheint, daß in diesem Sommer die Leute untereinandernicht den rechten Anschluß fanden; dazu trugen die disparaten Elementeder 12 Kneipgäste auch das ihrige bei. Andererseits waren unsere