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gemacht. Dort waren zwei Offiziere, Bekannte von Gerlach, an unfernTisch geladen. Das sah ein anderer, Lieutenant Zachau vom Füsilicr-regiment 39. Er trat herzu und forderte seine Kaineraden auf, unsereGesellschaft zu verlassen, mit den Worten: „Es ist für uns nichtpassend, mit solchen Leuten zusammen zu sitzen." Von den Chargiertenwaren Gerlach und Wißmann anwesend. Sie griffen alsbald ein undder Offizier wurde von ihnen auf Säbel gefordert. Er verlangte Er-ledigung des Handels durch Pistolen. Das Duell fand dann, ohne das;Jemand außer unserm Ehrengericht darum wußte, in Düsseldorf statt. Eshatte mit Wißmann kein Ergebnis. Ger lach s Kugel raffte den Offiziernieder. Kurz darauf ist er verschieden. Gerlach stellte sich dem Gericht,blieb jedoch einstweilen gegen eine Bürgsumme, die wir dem Eintreteneines damals in Düsseldorf wohnhaften alten Hauses verdankten, auffreiem Fuße. Im Herbst 1874 wurde die Sache dann vor dem Schwur-gericht in Düsseldorf verhandelt. Dies sprach das Minimum der Strafeaus (2 Jahre bezw. 3 Monat Festung). Bevor sie diese antraten, wurdeGerlach zu 6, Wißmann zu 2 Monaten begnadigt. Hartog, der alsKartellträger bei Beginn der Schwurgerichtsperiode mit ihnen einige Tageim Untersuchungsgefängnis gesessen, wurde freigesprochen. Das Urteilüber den ganzen Fall kann auch heute nur lauten, wie der Jahresberichtspäter sagte: „Bedauerlich im höchsten Grade ist der Ausgang, aber nachdem, was vorgefallen, konnte nicht anders gehandelt werden."
Daß in allem das Nichtige bei den Verhandlungen geschah, das hattenwir in erster Linie unserm alten Herrn Karl Wichmann zu danken. DieBurschenschast ernannte ihn für die reichen Verdienste, die er seit seinemEintritt (Sommersemester 1869) sich erworben, kurz vor dein Stiftungsfestezun; Ehrenmitglied. Nach ihm ist kein Name, dem das Album das viel-sagende Zeichen NN beizuschreiben hat.
Unser Fuchssemester schloß mit der Feier des 30 jährigen Stiftungs-festes. Schönere Tage habe ich in meinem Leben nicht genossen. Nochimmer — und ich habe den Vater Rhein fast alljährlich begrüßt — er-neut sich mir der erste Eindruck, den der wunderbare Reiz der Land-schaft während der Fahrt ausübte. Selige, goldne Zeit naiver Freude,mit der ein Fuchsgemüt in die Wogen eines solchen Festes eintaucht!Dazu die Wärme der Begeisterung, die Broichers Vaterlandsrede entzündete.Genauer das Fest in seinem Verlauf zu beschreiben, darf ich nachWichmanns Schilderung des zun; ersten Mal so gefeierten 25jährigenunterlassen. Möge beim 50jährigen wieder zu Wirklichkeiten werden, wasuns entschwand!