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Geschichte der Burschenschaft Alemannia zu Bonn : Festgabe z. Feier des 50-jährigen Stiftungsfestes der Burschenschaft Alemannia
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seit 1873 die Zusammenkünfte alter Herren in Nolandseck. Sie fandenwiederholt zu Pfingsten statt (1875 bis 77), dazu kamen die Besuche amStiftungsfest 1874 und 79. Und wenn das auch nur Tage oder Stundensind, so machten sie doch das Band zwischen alter und neuer Zeit un-zerreißbar. Es waren kleine Feste; am Samstag auf der Kneipe, SonntagMittag etwa ein Umzug durch die Stadt, Fahrt mit dem Schiff nachNolandseck, hier Mittagessen und Bowle.

Ebenso ist ein Neues aus unsrer Zeit: Alte Herren in Amt undWürden in Bonn, zunächst Madelung, dann Broicher; später ist es ab undan eine stattliche Reihe gewesen und die Burschenschaft ist ihnen zu vielemDank verpflichtet. Ohne sie und die benachbarten wäre z. B. die Rück-kehr zur Schanze, ihre Erwerbung und Verwaltung kaum bewerkstelligtworden.

Versuchen wir nun noch die schwankenden Gestalten festzuhalten undmit ihnen die Bilder schöner Stunden, froher Tage und erster Freund-schaft, die durch des Lebens labyrinthisch-irren Lauf gedauert hat.

Das Sommersemester 1874, mein Fuchssemester, zeigt ein so reiches Bildbuntbewegten Lebens in der Alemannia, wie wohl keines des Jahrzehntswieder. Die Ämter waren bei erfahrenen und erprobten älteren Leutenin guter Hand, Lehmann 8p>., Wißmann und ?^V., NiemeycrGerlach ?^V., Heinke, ein vorzüglicher Kassenwart, pünktlich aufdie Minute, unerbittlich gegen Säumigkeit und Unordnung. Er hat einenwohl die lange Treppe von seiner Wohnung hinunter geschickt, daß mansich unten im Laden wechseln lasse; die abgezählte Summe war auf denTisch zu legen. Wie ein Schalter- oder Sparkassenlöwe duldete er keinen,der abgefertigt war, auf seinem Geschäftszimmer. Später, alsOnkelHeinke" zum Examen nach Bonn zurückkehrte, hat er durch seinen biederenSinn, durch seine vielfachen musikalischen Talente, die an manchem freienAbend fast die ganze Burschenschaft um ihn und einige Brüder in Apolloversammelten, zur Ausgestaltung des inneren Lebens der Burschenschaftbeigetragen. Für das 30jährige Stiftungsfest war seine Thätigkeit unschätz-bar und seine sachgemäße Vorbereitung ermöglichte dem bis auf denheutigen Tag geringen Finanztalent seines Nachfolgers die glückliche Abwick-lung der Geschäfte.

Außer den genannten Chargierten waren aktiv 4 dritte, 5 zweiteSemester und sieben Füchse. Dazu kamen die älteren Inaktiven, GustavBertelsmann und später Gerlach, die Philister in sxumiuidusJösting, Hartog, Haake, Wichmann, ferner dreizehn Kneipgäste.